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Detlef Rüsing, der Leiter des DZD

Detlef Rüsing, der Leiter des DZD

Meldung vom 01.02.2017

Förderung des Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) um zwei Jahre verlängert

Wissenschaftler an der Universität Witten/Herdecke vermitteln neue Forschungsergebnisse an Praktiker in der Pflege.


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und die Landesverbände der Pflegekassen in NRW fördern das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) für weitere zwei Jahre. Seit 2005 sorgt das DZD als Teil der Landesinitiative Demenz-Service NRW für die Vermittlung von Forschungsergebnissen in die Praxis bei der Versorgung von Menschen mit Demenz.

Das DZD sichtet und „übersetzt“ pro Jahr Tausende wissenschaftlicher Beiträge zum Krankheitsbild und zur Versorgung von Menschen mit Demenz in zumeist englischsprachige Fachzeitschriften. „Wer in der Pflege von Menschen mit Demenz arbeitet, kann sich nicht nebenher im Wust von Veröffentlichungen auf dem aktuellen Stand halten. Darum wählen erfahrene Pflegewissenschaftler im DZD die für die Praxis wichtigsten Artikel aus und produzieren eine auf Deutsch lesbare Kurzfassung“, erklärt Detlef Rüsing, der Leiter des DZD, die tägliche Arbeit in Witten. Das DZD arbeitet seit 2005 daran, Forschung schneller in der Praxis ankommen zu lassen: dazu gehören unter anderem Vorträge, Publikationen in Fachzeitschriften und Magazinen, ein zwei bis dreimal pro Jahr erscheinender Forschungsnewsletter sowie zahlreiche Blog-Beiträge, E-Books, Podcasts und Videos. Dieses Engagement wurde bereits im Jahr 2013 mit dem Agnes-Karll-Pflegepreis des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) für besonders innovative Projekte ausgezeichnet.

Im kommenden zweijährigen Förderzeitraum stehen beim DZD einige neue Projekte, Tagungen und Workshops an. Neben weiteren Vorträgen, Publikationen und Online-Aktivitäten ist beispielsweise für November 2017 eine Tagung zum Thema „Angst“ an der UW/H  geplant. Zudem wird das DZD sowohl im Jahr 2017 als auch 2018 in seiner Transferarbeit jeweils eine besondere Zielgruppe in den Fokus rücken. So soll beispielsweise die Gruppe der Lehrerinnen und Lehrer für Pflegeberufe stärker in den Blick genommen werden. Dabei wird vor allem der Transfer in die Praxis im Austausch mit derartigen Gruppen noch stärker berücksichtigt: An welchen Stellen sind die Erkenntnisse aus der Demenzforschung speziell für die professionelle Ausbildung und weitere Qualifizierung von Pflegenden an Berufsfachschulen und Fachhochschulen wichtig? Wo kann hier der gegenseitige Austausch zwischen Forschung und Praxis etwa in Workshops stärker gefördert werden? Das DZD arbeitet außerdem eng mit den 13 Demenz-Servicezentren und der Koordinierungsstelle der Landesinitiative zusammen.

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Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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