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Podiumsdiskussion der oikos Winter School

Podiumsdiskussion der oikos Winter School

Meldung vom 16.03.2017

Podiumsdiskussion der oikos Winter School zur Nachhaltigkeit in der Textilindustrie

Internationale Experten diskutierten mit Studierenden und interessierten Gästen.


Trotz Semesterferien kamen am Mittwochabend viele Besucher in das Audimax der Universität Witten/Herdecke (UW/H). Die oikos Winter School, die jährliche studentische Nachhaltigkeitskonferenz, ausgerichtet vom oikos international Chapter an der UWH, hatte zur Podiumsdiskussion geladen und das Thema zog zahlreiche Interessierte aus Witten und der Region  an.

Die Veranstaltung drehte sich um die Frage, wie eine nachhaltige Modeindustrie für alle funktionieren kann,  ohne auf prekären Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und enormer Umweltverschmutzung zu beruhen. Das Podium setzte sich aus Experten zusammen wie  Jean Lambert, Europaabgeordneter der Green Party London, Prof. Dr. Elisabeth Hackspiel-Mikosch von der Akademie Mode und Design Düsseldorf, Ansgar Lohmann, Bereichsleiter Corporate Responsibility von KiK Textilien und Lars Doemer,  Direktor und Mitbegründer des Beratungsunternehmens für Nachhaltigkeit GoBlu.

Neben deren Statements gab es eine rege Diskussion mit dem Publikum. Dabei stellte die Konferenzsprache „Englisch“ für alle Beteiligten kein Problem dar. Neben den Teilnehmenden der oikos Winter School, die unter anderem aus Bangladesch, Indien, Jordanien und den USA angereist waren, fand sich ein vielfältiges und internationales Publikum ein.

„Hauptverantwortlich für die Bedingungen, unter denen die Menschen in der Textilindustrie vor Ort leiden, sind wir als Konsumenten und die Handelsketten, die aus dem Leiden der Menschen vor Ort Profit schlagen. Wir verstecken uns zu oft hinter den vermeintlichen Verantwortlichkeiten anderer“, sagte Jhanzeb Khan aus Pakistan, der die Situation vor Ort aus eigener beruflicher Erfahrung kennt und eigens für die Veranstaltung an die Universität kam. Er kritisiert, dass die Menschen mehrheitlich für die Profite der Konzerne ausgebeutet werden und die Industrie sich am Profit nicht an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Ansgar Lohmann von KiK Textilien sagt dazu, dass Unternehmen, die im Ausland Geschäfte machen, den Ländern auch durch Investitionen oder soziale Projekte etwas zurückgeben sollten. Dabei betont er die Bedeutung von Multi-Stakeholder-Initiativen.

„Das Thema ist im öffentlichen Bewusstsein leider weiterhin unterrepräsentiert und wir hoffen einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten zu können“, sagte Johanna Hofmann, eine der Mitorganisatoren der Konferenz, die die UW/H-Studierenden ehrenamtlich organisierten.

Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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