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Profil
Die Politische Ökonomie analysiert das Wechselverhältnis zwischen dem ökonomischen Subsystem der Gesellschaft und deren anderen Teilbereichen. Ihre kontextuale Perspektive auf das Wirtschaften macht es erforderlich, die wirtschaftswissenschaftliche Betrachtungsweise immer wieder zu den Perspektiven der benachbarten Sozial- und Geisteswissenschaften – wie Soziologie, Politische Wissenschaft oder Philosophie – in Beziehung zu setzen. Mein Anliegen ist es vor allem, dass die Studierenden einen souveränen Umgang mit der zunächst verwirrenden Vielfalt möglicher Perspektiven erlernen, die sich notwendigerweise ergibt, wenn man an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen arbeitet.
Was macht den Lehrstuhl aus?
Der Lehrstuhl ist grundsätzlich institutionentheoretisch ausgerichtet. Die Grundlage stellt dabei die Neue Institutionenökonomik dar, doch wird deren Perspektive immer wieder zu der des sozialwissenschaftlichen Institutionalismus in Beziehung gesetzt. Das Spannungsverhältnis zwischen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Theorien, die mit dem Anspruch universeller Gültigkeit auftreten einerseits und der historischen und kulturellen Spezifizität von Gesellschaften oder Regionen andererseits ist ein wesentliches forschungsleitendes Problem. Die Bedeutung von Ideen, Weltbildern und Kultur für das Wirtschaften nimmt deshalb eine herausgehobene Stellung in Forschung und Lehre ein.


