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Profil
Gründung und Schwerpunkte
Der Lehrstuhl wurde 2001 mit dem Ziel eingerichtet, der gruppenbezogenen Pflegeforschung mit quantitativen Methoden ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Außerdem wurde die Verknüpfung pflegerischer mit epidemiologischen Fragestellungen als neues Aufgabenfeld entwickelt.
Lehrstuhlinhaberin: Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik
geb. 1944; nach der Ausbildung zur Krankenschwester in Heidelberg, Pflegepraxis in Berlin und Mannheim, Studium der Soziologie und Psychologie an der Universität Mannheim mit anschließender wissenschaftlicher Mitarbeit im Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie des Bundesgesundheitsamtes, Berlin, Promotion zum Dr. rer. pol. (FU Berlin), ein Jahr als Guest Researcher beim AIDS-Programm im CDC (Centers for Disease Control) in Atlanta, USA, 1993 Berufung als Professorin für Pflegewissenschaft an die Fachhochschule Frankfurt am Main, 1999 Habilitation und 2001 Berufung auf den Lehrstuhl Epidemiologie-Pflegewissenschaft an der UWH.
Arbeitsschwerpunkte und Forschung
- Pflegerische Diagnostik als systematischer Prozess verbunden mit der Entwicklung einer pflegerischen Fachsprache, Instrumente zur Sichtbarmachung von Pflege (ICNP, ICF, NANDA-Diagnosen, Assessmentinstrumente, Pflegedokumentation, Pflegeindikatoren im Krankenhaus).
- Ernährung in der Pflege: Entwicklung von Qualitätsinstrumenten, Untersuchung zur Prävalenz von Mangelernährung und entsprechende Maßnahmen, Mundgesundheit und Ernährungssituation bei alten Menschen.
- Demenz: Herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Demenz, Entwicklung von Rahmenempfehlungen, Entwicklung eines Assessmentinstruments für herausforderndes Verhalten, Implementierung von Programmen zur Einführung von Fallbesprechungen und Kooperation mit Hausärzten in der stationären Altenpflege,
- Entwicklung pflegerischer Arbeit unter den Bedingungen eines sich stark verändernden Gesundheitswesens, vor allem Verdichtung und Umstrukturierung der Arbeit im Krankenhaus und Veränderungen in der Versorgung außerhalb des Krankenhauses: Arbeitsstrukturen und Bewertung der Arbeit in Zeiten der Einführung von DRGs, Kooperation von Pflegenden und Ärzten im Krankenhaus, post-akute Versorgung von Schlaganfallpatienten und Angehörigen


