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Epidemiologie und Entwicklung von Instrumenten in der Pflege

Hintergrund:

Die gruppenbezogene Pflegeforschung mit quantitativen Methoden hat sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert, nicht zuletzt durch den Lehrstuhl für Epidemiologie an der UW/H.

Ziele:

Neben der Entwicklung und Überprüfung von Assessmentinstrumenten zur Erfassung von Pflegephänomenen (z.B. herausforderndes Verhalten bei Demenz, Mangelernährung, Dysphagie), der Epidemiologie von Pflegephänomenen sind auch die Entwicklung von pflegerischen Leitlinien und Qualitätsstandards (z. B. Rahmenempfehlungen, Expertenstandards) wichtige Forschungsziele des Schwerpunktes. Weitere Ziele sind Ist- Analysen von pflegerischen Tätigkeiten in Krankenhäusern, um einen Beitrag zur Optimierung und Neuorientierung der Veränderungsprozesse in Krankenhäusern zu leisten.

Forschungsbereiche:

Fragen der pflegerischen Diagnostik als systematischer Prozess, verbunden mit der Entwicklung einer pflegerischen Fachsprache, Themenschwerpunkt der Ernährung in der Pflege und der pflegerischen Versorgung von Menschen mit Demenz, insbesondere in Einrichtungen der Langzeitpflege (vgl. Forschungsschwerpunkt Demenz). Die Entwicklung pflegerischer Arbeit im Krankenhaus unter den Bedingungen eines sich stark verändernden Gesundheitswesens stellt den vierten Schwerpunktes dar.

  1. Pflegerische Diagnostik
    Pflegerische Diagnostik als systematischer Prozess verbunden mit der Entwicklung einer pflegerischen Fachsprache, Instrumente zum Sichtbarmachen von Pflege  (ICNP, ICF, NANDA-Diagnosen, Assessmentinstrumente, Pflegedokumentation, Pflegeindikatoren im Krankenhaus).

  2. Ernährung in der Pflege
    Entwicklung von Qualitätsinstrumenten, Untersuchung zur Prävalenz von Mangelernährung und entsprechende Maßnahmen, Mundgesundheit und Ernährungssituation bei alten Menschen, PEG- Sonden bei alten Menschen, Dysphagie.

  3. Demenz (vgl. Forschungsschwerpunkt Demenz)
    Herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Demenz, Entwicklung von Rahmenempfehlungen, Entwicklung eines Assessmentinstruments für herausforderndes Verhalten, Implementierung von Programmen zur Einführung von Fallbesprechungen und Kooperation mit Hausärzten in der stationären Altenpflege.

  4. Entwicklung pflegerischer Arbeit
    Entwicklung pflegerischer Arbeit unter den Bedingungen eines sich stark verändernden Gesundheitswesens, vor allem Verdichtung und Umstrukturierung der Arbeit im Krankenhaus und Veränderungen in der Versorgung außerhalb des Krankenhauses (Arbeitsstrukturen und Bewertung der Arbeit in Zeiten der Einführung von DRGs, Gruppenwohnen für Schwerstpflegebedürftige, Kooperation von Pflegenden und Ärzten im Krankenhaus, post-akute Versorgung von Schlaganfallpatienten und Angehörige

Leitung:

Univ.-Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik

Eingebundene Personen/ Institutionen

intern: Margareta Halek, MScN; Daniela Hardenacke, MScN; Erika Sirsch, MScN; Sven Reuther, MScN; Ruth Knee, BScN; Dr. Ruud Halfens (Gastprofessur), Maastricht, NL; Hiroko Tadaura, MScN (Doktorandin, Japan); Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin; Interdisziplinäres Zentrum für Versorgungsforschung (IZVF)
Gastroenterologische Abteilung der Medizinischen Klinik des Allgemeinkrankenhauses Hagen, PD Dr. Rainer Markgraf

extern: Universität Maastricht, Department of Health Care and Nursing Science; Universitätsklinikum Eppendorf; Hamburg Technisches Universitätsklinikum München; DNQP, Fachhochschule Osnabrück; Katholische Universität Leuven, Belgien, Prof. Dr. Walter Sermeus; Spitalnetz Bern/Ziegler, Bern, Schweiz, Universität Wien; University School of Nursing, Miyagi, Japan

Wichtige Publikationen:

Bartholomeyczik S, Halek M. (Hrsg). Assessmentinstrumente in der Pflege, Hannover, Schlütersche, 2009

Bartholomeyczik S, Halek M, Müller-Hergl C, Riesner C, Rüsing D, Vollmar HC, et al. Institut für Forschung und Transfer in der Pflege und Behandlung von Menschen mit Demenz: Konzept. Pflege und Gesellschaft 2008; 13(4), 337-349

Bartholomeyczik S, Schreier MM, Volkert D. Qualitätsniveau II Orale Nahrungs- und Flüssigkeitsversorgung von Menschen in Einrichtungen der Pflege und Betreuung. Qualitätsniveaus in der stationären Altenpflege. In: BUKO-QS. (Hrsg.). Heidelberg, Economica Verlag, 2008

Bartholomeyczik S. Die Versorgung von demenziell erkrankten Menschen als ethische Herausforderung. Die pflegewissenschaftliche Perspektive. In BMG (Ed.), Denk-Anstöße. Europäischer Workshop "Demenz: Ethik im Netz". Berlin, Bundesministerium für Gesundheit, 2008: 12-20

Bartholomeyczik S, Halek M, Sowinski C, Besselmann K, Dürrmann P, Haupt M, et al. Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe. Berlin, BMG, 2007

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP). Sonderdruck Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege Fachhochschule Osnabrück, 2009, http://www.dnqp.de/

Halek M, Bartholomeyczik S. „Herausforderndes Verhalten verstehen! Ein strukturierter Leitfaden (IdA) für verstehende Diagnostik bei Menschen mit Demenz " Pflegen: Demenz 2009; 10: 45-49

Halek M, Bartholomeyczik S. Verstehen und Handeln. Forschungsergebnisse zur Pflege von Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhalten. Hannover, Schlütersche, 2006

Schreier MM, Bartholomeyczik S. Mangelernährung bei alten und pflegebedürftigen Menschen. Hannover, Schlütersche, 2004

Simon M, Reuther S, Schreier M, Bartholomeyczik S. Screening-Verfahren zur Identifikation einer Dysphagie bei älteren Menschen. Ein systematischer Literaturüberblick. Pflege 2009; 22(3): 193-206

Aktuelle Projekte:

  • Institute for Research and Transfer in Dementia Cape", Partner Location University Witten/Herdecke
  • Mangelernährung: Europäische Prävalenzerhebung Mangelernährung (LPZ)
  • PEG Sonde : Ablauf von Entscheidungsprozessen zur Anlage einer perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG)
  • Pflegeprofil : Aufgaben von Pflegefachpersonen und Zusammenarbeit von Pflegenden und Ärzten
  • InDemA: Leuchtturmprojekt "Interdisziplinäre Implementierung von Qualitätsinstrumenten zur Versorgung von Menschen mit Demenz in Altenheimen"
  • Gesund altern in Witten : Mundgesundheit und Ernährungssituation
  • Effectiveness of Kinaesthetics in promoting holistic health of patients and nurses in an elderly setting

Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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