Derzeit wird die System Biologie als ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der biologischen und medizinischen Forschung angesehen. Bei genauer Betrachtung zeigt sich aber, dass ihre theoretischen und konzeptionellen Grundlagen wenig geklärt und uneinheitlich sind und das, obwohl eine Vielzahl theoretischer Arbeiten darüber erscheint.
Die Untersuchung der größeren evolutiven Veränderungen (z. B. der Schritt von den Einzellern zu den Mehrzellern oder die Übergänge zwischen den Klassen der Wirbeltiere), bilden einen Hauptschwerpunkt der Institutsarbeit.
„The term ‚evolution’ is pregnant with its history“. So formuliert der Wissenschaftstheoretiker Robert Richards im Jahr 1992 die Situtation sehr treffend, dass die heutigen wissenschaftlichen Erklärungen, Begriffe und Kontroversen ohne eine Kenntnis der Geschichte der Evolutionstheorie nicht durchschaut werden können.
Wissenschaftsmethodische Fragen der Organismischen Biologie
Fragen nach den angemessenen Methoden und Begriffen zur Erforschung des Organischen haben die Wissenschaft schon immer begleitet. Wiederholt kulminierten diese Fragen zu umfangreichen Auseinandersetzungen. Viele theoretische Erörterungen konnten zwar die Probleme gut umschreiben, aber nur wenige Ansätze weisen auch pragmatische und gangbare Lösungen auf.
Die moderne Paläoanthropologie ermöglicht durch immer neue Funde fossiler Frühmenschen zunehmend umfangreichere Einblicke in die Evolutionsgeschichte des Menschen.