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Studien zur Evolution des Menschen
Die moderne Paläoanthropologie ermöglicht durch immer neue Funde fossiler Frühmenschen zunehmend umfangreichere Einblicke in die Evolutionsgeschichte des Menschen.
Obwohl nach wie vor große Fundlücken bestehen, die die Rekonstruktion unseres Stammbaumes erschweren, ist doch deutlich, dass der Weg zum modernen Menschen nicht geradlinig verlaufen ist. Es gab Seitenlinien, die offenbar ausgestorben sind, neben anderen Linien, die durch den Erhalt ihrer evolutiven Plastizität die Potenz für Weiterentwicklungen enthielten.
Wir studieren die aktuell verfügbaren Funde und Belege zur Geschichte der Menschheit unter der Voraussetzung, dass sich dabei ja nicht nur einige biologische Merkmale und Überlebensstrategien entwickelt haben. Vielmehr haben sich auch die seelischen, geistigen und kulturellen Fähigkeiten entwickelt, über die u.a. die Kulturprodukte der Hominiden Auskunft geben, wie etwa die Steinwerkzeuge. Ebenso lassen sich auch auf diesem Gebiet Evolutionsmodi wiederfinden, wie sie ansonsten in der Evolution der Pflanzen- und Tierwelt vorhanden sind, wie etwa die Verschiedenzeitlichkeit (Heterochronie) der Merkmalsentwicklungen und die Entwicklung von Autonomie und Freiheitsgraden.
Publikationen
Schad W (1985): Gestaltmotive der fossilen Menschenformen. In: Goetheanistische Naturwissenschaft, Bd. 4: Anthropologie. Stuttgart
Schad W (1996): Urgeschichtliches Israel - Schwelle und Durchgangsland der Menschheitsentwicklung. In: Suchantke, A. (Hrsg.): Mitte der Erde - Israel im Brennpunkt natur- und kulturgeschichtlicher Entwicklungen. Stuttgart
Schad W (2004): Die Idee der Evolution in der Pädagogik. Erziehungskunst 68 (9), 931-942


