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Häufig gestellte Fragen zum Studium

Sie interessieren sich für das Studium der Pflegewissenschaft der der Universität Witten/Herdecke? Sicherlich haben Sie viele Fragen zum Studium. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen häufig gestellte Fragen beantworten. Sollte Ihr Anliegen nicht aufgeführt sein, so können Sie sich jederzeit an unser Bewerberbüro wenden.

Die häufig gestellten Fragen wurden von Dr. A. Zegelin (Studiengangsleitung) beantwortet.

Was sind die Voraussetzungen und wie wird das geprüft?

Ein Erststudium ist die Voraussetzung für einen Masterstudiengang. Bewerber, denen ein Erststudium fehlt, sind wir gerne beratend behilflich, zunächst bei einem unserer Partner zu studieren. Dieses Erststudium ist idealerweise ein pflegebezogener Studiengang, evtl. mit einem Bachelorabschluss, denkbar sind aber auch der Pflegeberuf und ein Abschluss in einem Pflegemanagement- oder Pflegepädagogik- Studiengang. Wir schliessen aber auch Bewerber ein, die keine klassische Pflegeausbildung abgeschlossen haben.

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Wodurch zeichnet sich dieser Studiengang aus?

Es handelt sich um einen wissenschaftsorientierten, viersemestrigen Studiengang mit einem Masterabschluss in Pflegewissenschaft.

Die AbsolventInnen sollen  Veränderungen herbeiführen, Strukturen aufbauen, Belege sammeln für eine bessere Gesundheitsversorgung der Patienten - gedacht ist an Stabsstellen in entsprechenden Einrichtungen.

Eine (vorsichtige) Feldorientierung geschieht durch die Differenzierung ab dem 2. Semester, entweder in „Akutpflege“ oder in „Familienorientierter Pflege“, ein Teil der Lehrveranstaltungen bleibt aber gemeinsam. Für eine allzu starke Spezialisierung, etwa für bestimmte Patientengruppen oder Beschwerdebilder, ist die Zeit in Deutschland noch zu früh. Trotzdem kann jeder sein spezifisches Thema in diesen Feldern des Studiengangs bearbeiten.

Das Studium ist zeitflexibel angelegt, die Präsenzzeit an der Universität beträgt 18 Wochen in 2 Jahren, dazwischen liegen Selbstlernphasen, angereichert mit Gruppen-Tutorien, Einzelberatung und E-Learning-Angeboten. Insgesamt handelt es sich aber um ein Vollzeit-Studium, die Lernenden entscheiden, wann sie für das Studium lernen und wann sie berufstätig sind.

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Viereinhalb Monate Präsenzzeit und sonst nichts...würde das reichen?

Nein, das reicht nicht! Mehrmals soviel Zeit muss investiert werden, um das Studium zu schaffen, die Selbstlernphasen zählen da voll mit. Witten/ Herdecke hat einen hohen Anspruch, um kompetente WissenschaftlerInnen vorzubereiten, aus diesem Grund wird ein ausgeklügeltes System des Selbstlernens angeboten. Es handelt sich nicht um ein Studium des „schnellen Mitnehmens“. Aufgerufen sind also WissenschaftlerInnen, die wirklich etwas bewegen wollen, die eine berufliche Karriere in „ihrem“ Feld anstreben.
Was sind die Voraussetzungen und wie wird das geprüft?

Ein Erststudium ist die Voraussetzung für einen Masterstudiengang. Für Studierwillige, denen einen Erststudium fehlt, sind wir gerne beratend behilflich, zunächst bei einem unserer Partner zu studieren. Dieses Erststudium ist Idealerweise ein pflegebezogener Studiengang, evtl. schon sogar ein Bachelorabschluss, denkbar sind auch Pflegeberuf und Abschluss in einem Pflegemanagement- oder Pflegepädagogik- Studiengang.

Es sind aber auch andere Kombinationen denkbar, z.B. Pflegeberuf und anderes Studium (z.B. Soziologie, Erziehungswissenschaften u.ä.). Wir möchten auch Menschen nicht ausschließen, die keine klassische Pflegeausbildung abgeschlossen haben, aber etwas anderes studiert und lange in Pflegezusammenhängen gearbeitet haben (mit Nachweis), etwa als Leitung eines Altenheimes oder Leitung eines ambulanten Pflegedienstes.

Diese Pflegeorientierung ist uns sehr wichtig, denn der Studiengang soll weiter zur Profilbildung der Pflege und Pflegewissenschaft beitragen. Gerade in der Pflege gibt es Menschen, die zahlreiche Qualifikationen „angehäuft“ haben, früher im nicht-akademischen Bereich. In Einzelfallprüfungen kann entschieden werden, welche Vor-Leistungen auf das Studium anrechenbar sind.

Allerdings ist auch ein gewisses wissenschaftliches Niveau in der Eintrittsstufe wichtig. Fertigkeiten der Recherche, Methodenkenntnisse usw. werden vorausgesetzt. Es ist geplant, im ersten Quartal jedes Laufes, die Studierenden auf einen einheitlichen Level zu bringen, evtl. sind dazu dann zusätzliche Angebote/Arbeiten nötig.

Die Bewerbungsunterlagen werden vom Aufnahmeausschuss gesichtet, dann werden die geeigneten KandidatInnen zum persönlichen Gespräch eingeladen. Dies war auch in der Vergangenheit erfolgreich, in Witten/Herdecke ist es wichtig, welche Menschen sich hinter den „Papieren verbergen“.

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Was sind die Charakteristika beim Studium Pflegewissenschaft an der UW/H?

Ich würde sagen, im Vordergrund steht der enge Kontakt der Studierenden und der Lehrenden. Die Studierenden sind überall mit dabei, sie lernen von Anfang an in den vielen Forschungsprojekten des Departments, sie sitzen in allen Gremien, treffen Entscheidungen mit. Es gibt eine hohe Identifikation mit dem Department, wir hoffen sehr, dass wir dies auch in dem neuen Masterstudiengang erreichen.

Am Department lehren Persönlichkeiten, die einen grossen Einfluss in die Pflegelandschaft haben – die Studierenden erleben Entwicklungen hautnah mit. Das Department übernimmt Verantwortung für den Karriereweg der Studierenden, z.B. durch Einzelgespräche oder Veranstaltungen wie die Expertenbörse. Viele der bisherigen MasterabsolventInnen haben gute Stellen gefunden – dies ergibt sich mitunter durch die zahlreichen nationalen und internationalen Beziehungen des Departments.

Weiter zeichnet sich das Department durch eine deutliche Orientierung an der Pflegepraxis aus, dies ist auch sichtbar an den Qualifikationsarbeiten der Studierenden. Wir leisten  uns ein wirksames Netz an Kooperationspartnern quer durch alle Pflegeinrichtungen.

Insgesamt bietet die Private Universität Witten/Herdecke gGmbH aber auch vielfältige Interessensfelder, den Studierenden (mit mehr Zeit) steht alles hier offen.

Das Studium fundamentale an einem Tag der Woche eröffnet interdisziplinäres Lernen in den Feldern kommunikative, kulturelle und künstlerische Kompetenz – es bietet einen bunten Strauss von Wahlveranstaltungen an. Für den „neuen“ Masterstudiengang müssen wir uns hier eine neue Organisationsform überlegen.

Eine Besonderheit ist es auch, Teil einer medizinischen Fakultät zu sein (und trotzdem Pflegewissenschaft zu betreiben). In den letzten Jahren hat die gemeinsame Arbeit mit den Medizinern enorm zugenommen, auch durch das Interdisziplinäre Zentrum für Versorgungsforschung. Ein Traum ist es noch, mit einem grundständigen Bachelor Pflege gleichzeitig die berufliche Qualifikation zu erhalten und einige Teile des Studiums gemeinsam mit den Medizinstudierenden zu absolvieren, auf Augenhöhe, so wie vom Sachverständigenrat 2007 gefordert.  

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Warum Familienorientierung und was ist Akutpflege?

Familienorientierte Pflege ist seit Jahren ein Arbeitsfeld des Departments, der erste deutsche Lehrstuhl „Familienorientierte Pflege“ ist bei uns entstanden – da ist es nahe liegend, hier ein Angebot zu machen.

Wir halten diesen Bereich für ausserordentlich zukunftsträchtig, die Familie ist ein wichtiger „Ort“ der Gesundheits-und Pflegearbeit, immer ist die Familie als System betroffen. Familienorientierte Pflege ist in allen Bereichen des Gesundheitssystems wichtig, im Krankenhaus, z.B. auf der Intensivstation, bei der Angehörigenarbeit im Altenheim, in Wohngemeinschaften, aber auch der Fokus pflegende Angehörige im häuslichen Bereich. Hier müssen künftig ganz neue Überlegungen einer gemeindenahen Sicherung der Pflege gemacht werden.

Unter Akutpflege verstehen wir befristete Situationen, in denen Pflegebedürftigkeit dazu führt, Entscheidungen für die Zukunft fällen zu müssen – oft unter Zeitdruck, widersprüchlichen Anforderungen…eben „akuten“ Bedingungen. Oft sind diese Entscheidungen nicht (pflege)professionell gestützt und oft auch nicht im Interesse der betroffenen Menschen. Beispiele können sein: die plötzliche Entlassung aus dem Krankenhaus (oft direkt ins Altenheim), die „Verlegung“ vom Altenheim ins Krankenhaus, die Organisation einer Versorgungskette im häuslichen Bereich trotz schwerster Krankheit, etwa im palliativen Bereich.

Diese „Akutpflege“ gibt es natürlich, aber sie ist in Deutschland bisher nicht konzeptualisiert und empirisch wie theoretisch gestützt – vielfach handelt es sich um akute Situationen im Zusammenhang mit Chronizität. Es fehlt an pflegediagnostischen Grundlagen, an Interventionskonzepten, interdisziplinären Strategien, Methoden der Familienbegleitung usw.. Hier sieht man, dass es durchaus eine Schnittmenge zur familienorientierten Pflege gibt.

Die Felder wurden gewählt, weil sie dringend der Entwicklung in Deutschland bedürfen und weil sie hinreichend groß sind, um verschiedene Unterthemen zu bearbeiten. Unter Akutpflege wird also nicht die klassische Intensivpflege verstanden, obwohl es auch dort Themen der „Weichenstellung“ gibt.

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Warum ist der vorgesehene Auslandsaufenthalt so kurz?

In den bisherigen Studiengängen am Department haben sich die Auslandsaufenthalte ausserordentlich bewährt – auch wenn sie nur kurz sind. Insgesamt legt die UW/H Wert auf internationale Kontakte. Das Department pflegt diese Beziehungen durch Einladung von Gaststudierenden, Dozenten, durch Besuche usw..

Es hat sich gezeigt, dass ein selbstorganisiertes Auslandspraktikum einen großen Lernzuwachs und einen persönlichen Wachstumsschub bedeutet. Vielfach lernt man woanders neue Lösungsmöglichkeiten kennen, entwickelt andere Sichtweisen, auch für Probleme im Heimatland.

Wir hätten gern ein längeres Auslandspraktikum, auch im „neuen“ Master – die kurze Einheit ist dem Umstand geschuldet, dass insgesamt nur 18 Wochen Präsenzzeit vorgesehen sind. Darüber hinaus werden längere Auslandsaufenthalte und ganze Auslandssemester gern gesehen (dabei wird die Anrechenbarkeit der Lehrveranstaltungen geprüft).

Der zweiwöchige Aufenthalt ist eine Mindestvereinbarung, das Ziel ist eine spezifische Konsultation in Richtung Masterarbeit bzw. späteres Arbeitsfeld. Es geht also nicht darum, das jeweilige Land und seine Gesundheitsversorgung kennen zu lernen, vielmehr sollen mit kompetenten Experten zu einer Fragestellung/ einem Bereich gearbeitet werden. Auch zu dieser kurzen Konsultation im Ausland liegen der UW/H gute Erfahrungen vor. Die Wahl des Landes ist frei, Lehrveranstaltungen flankieren das Praktikum.

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Kosten, Wohnen…wie ist es mit anderen praktische Fragen?

Die Universität hat im Juni 2008 ihre Gebührenordnung verändert. Erhalten werden konnte der „Umgekehrten Generationenvertrag“, der es unseren Studierenden ermöglicht, die Studienbeiträge optional erst nach dem Studium zu zahlen. Des weiteren arbeitet das Department für Pflegewissenschaft an eigenen Möglichkeiten, die Finanzierung der hier ausgewiesenen Studienbeiträge durch eine „Quersubvention“ zu halbieren. Bitte informieren Sie sich ggf. auf unserer Homepage über den Stande der Entwicklung, bzw. rufen Sie uns an, um sich aktuelle informieren zu lassen.

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Wieviele Freiheiten hat man in seinem Studium?

"Machen Sie doch was Sie wollen" - so hieß ein Slogan in der Vergangenheit des Departments. Diese Möglichkeit soll erhalten bleiben. Zwar ist der Masterstudiengang voll bepackt und die Module müssen mit zahlreichen Leistungsnachweisen und Prüfungen abgeschlossen werden, jedoch wird trotzdem weiter ein Klima bestehen, in dem zusätzliche inhaltsorientierte Arbeitsgruppen eingerichtet werden können, je nach Interesse und Zeitbudget der Studierenden. In jedem Semester wird es freiwillige Zusatzveranstaltungen geben, Kongresse und Tagungen werden nach wie vor in Witten stattfinden.

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Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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