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Wahlschwerpunkte

Im zweiten und dritten Semester ist die Differenzierung in die Wahlpflichtschwerpunkten „Akutpflege“ und „Familienorientierte Pflege“ vorgesehen.

Die Spezifizierung „Akutpflege“ befähigt Verantwortliche in den Bereichen Häuslichkeit, Heim, Kurzzeitpflege, Krankenhaus und Reha-Einrichtung, zeitnah im Interesse aller Beteiligten und somit „interprofessionell“ bei schnell wechselnden Gesundheitszuständen kompetente Entscheidungen herbeizuführen. Der Schwerpunkt „Akutpflege“ ist dabei nicht mit der klassischen Arbeit der Intensivpflege zu verwechseln, sondern leistet einen Beitrag für die Empirie und Theoriebildung.

Absolventen erwerben mit dieser Spezifizierung darüber hinaus den Blick für Familienfähigkeit und für familiale Ressourcen, die auch Bestandteil des zweiten Schwerpunkts der „Familienorientierten Pflege“ sind. Der Fokus dieser Spezifizierung liegt auf der Fragestellung, welche Auswirkungen Krankheit und Pflegebedürftigkeit auf die Familie haben, wie einzelne Familienmitglieder Krankheit und Pflegebedürftigkeit im Alltag bewältigen oder wie Familien im Zusammenhang mit Krankheit und Pflegebedürftigkeit professionell unterstützt werden können.

Prof. Dr. Wilfried Schnepp: Familienorientierte Pflege

Prof. Dr. Wilfried Schnepp zum Schwerpunkt Familienorientierte
Pflege im neuen M.Sc. der UW/H

Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik: Akutpflege

Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik zum Schwerpunkt Akutpflege im neuen M.Sc. der UW/H

Auslandspraktika

Modul 13: Praxisblock (Stand: 15. 5. 2008)

300 h Workload, 10 Credits, 3. und 4. Semester

Teil 1:
Seminar: Begegnung mit anderen Kulturen und Fremdheit: 10 h Kontaktzeit, 60 h Selbststudium

Teil 2:
Seminar Pflege im Ausland, eine system- und kulturbezogene Perspektive: 10 h Kontaktzeit, 10 h Selbststudium

Teil 3:
Vorstellung der geplanten Praxisprojekte: Präsentation und individuelle Betreuung,  Beratung und Unterstützung der Felderschließung :10 h Kontaktzeit, 60 h Selbststudium

Teil 4:
Auslandsaufenthalt ( 4. Sem.) 80 h

Teil 5:
Seminar: Ergebnispräsentation und Reflexion der studienbezogenen Transfermöglichkeiten. Beratung  20 h Kontaktzeit, 40h Selbststudium

Grundsätzliche Lehrziele:

Die fünf  Teilabschnitte des Moduls sollen die Studierenden zur system- und kulturbezogenen Reflexion und Beurteilung der Lösungen im Ausland zur pflegerischen Versorgung der Menschen im Kontext des Gesundheitssystems befähigen. Die Studierenden sollen die Kompetenz erlangen:

  1. einen Erfahrungsaustausch im Ausland zu einem  pflegerelevanten Thema durch eine systematische Analyse der Literatur vorzubereiten
  2. einen Auslandsaufenthalt strukturiert vorzubereiten und durchzuführen
  3. die kulturellen Unterschiede in der Praxis im Ausland erkennen und die Erfahrungen zu möglichen neuen Lösungen zu pflegerelevanten Fragestellungen reflektieren
  4. neue Impulse und Erkenntnisse für notwendige Veränderungen in der Praxis gewinnen
  5. die persönliche, fachliche und interkulturelle Kompetenz stärken
  6. die Einbindung in internationale Netzwerk der Pflege und anderer versorgungsrelevanter interdisziplinärer Berufsgruppen aktiv aufbauen
  7. Pflegewissenschaftliche Erkenntnisse die in Deutschland gewonnen wurden international vertreten

Lernergebnisse/Kompetenzen:

Die Studierenden wenden ihre Kenntnisse zur Literaturrecherche themenzentriert an. Sie sollen ihr Wissen zur Projektplanung nutzen zur Vorbereitung ihres Auslandsaufenthaltes. Die Studierenden sind in der Lage, auf der Metaebene system- und kulturbezogen Strukturen und Prozesse der Gesundheitssysteme in den für ihren Auslandsaufenthalt gewählten Ländern zu beurteilen. Sie können themenzentriert den systembezogenen Kontext in Deutschland darstellen. Der Auslandsaufenthalt wird konkret durchgeführt, die mit dem Praxisblock verbundene Nachbereitung, Auswertung und Berichterstattung werden sorgfältig vorbereitet.  
Leistungsnachweis: Plan zum Auslandsaufenthalt, Bericht zum Auslandsaufenthalt, Präsentation der Ergebnisse des Auslandsaufenthaltes.

Inhalte und Methoden

Seminar:

  • Pflege im Ausland, eine system- und kulturbezogene Perspektive (Präsentation, interaktive Diskussion, Lektüreauftrag für die Selbstlernphase)
  • Vorstellung der geplanten Praxisprojekte ( Präsentation der Einzelprojekte,   Einzelberatung, Gruppendiskussion, Maßnahmenauftrag für die individuelle Selbstvorbereitung)
  • Erfahrungsaustausch und Reflexion der Auslandsaufenthalte ( Präsentation, Einzelgespräche, Gruppengespräche, studienbezogene Transfermöglichkeiten

Praxisteil im Feld:

  • Auslandsaufenthalt

Literatur

Aktuelle pflege- und sozialwissenschaftliche Literatur zu interkulturelle Pflege, internationale Strukturen der Gesundheitssysteme, Krankheit und Kultur und „Fremdheit“

Dokumentenanalyse von Berichten der Hospitanten der internationalen Hospitationsprogramme der Robert Bosch Stiftung: Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit und Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz

Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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