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Philosophie & Kulturreflexion - Masterstudiengang
Das Studium "Philosophie und Kulturreflexion" bietet den Studierenden eine wissenschaftliche Ausbildung auf hohem Niveau, mobilisiert ihre eigenen Erkenntnisinteressen und befähigt sie zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit. Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Philosophie und Kulturwissenschaften, programmatisch und begrifflich zentral ist die Kulturreflexion: Philosophische Reflexionsformen werden systematisch auf die Probleme und Fragestellungen der anderen Disziplinen und diese auf die Philosophie bezogen. So werden kulturelle Formen theoretisch reflektiert, aber auch in konkreten Gebilden, Prozessen und Erscheinungsformen und Prozessen untersucht. Schwerpunkte für die Reflexion kultureller Formen der Gesellschaft bieten sich in der Wirtschaft, der Medizin und den Künsten.
Kulturreflexion der Wirtschaft, der Medizin oder der Künste
Den roten Faden des Studiums bildet die Frage nach Sinn und Funktionslogik kultureller Phänomene in der Weltgesellschaft. Die Leitfrage wird auch auf Rolle und Funktion der Gesellschaftswissenschaften, der Kulturwissenschaften und der Philosophie selbst ausgedehnt. Von einem klassischen Philosophiestudium hebt sich der M.A.-Studiengang durch seine transdisziplinäre Orientierung ab. Studierende können eigene Schwerpunkte setzen, um ihre Studieninteressen zu verfolgen: Zum Hauptbereich Philosophie hinzu kann z.B. entweder der Bereich Ökonomie/Politik/Gesellschaftswissenschaften, der Bereich Medizin/Medizinsoziologie/Gesundheitssystemforschung oder der Bereich Literaturwissenschaft/Kunstwissenschaft/Phänomenologie der Musik gewählt werden. Für diese Vertiefung in einen speziellen Bereich der Kulturreflexion können die Studierenden auf den an der UW/H einzigartigen Diskursraum zurückgreifen, der den intensiven und produktiven Dialog mit der Wirtschaft, der Medizin und den Künsten bereits auf hohem Niveau institutionalisiert hat.
Eigene Strukturierung des Studiums
In der gesamten M.A.-Studienphase wird das eigenständige Arbeiten betont. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit philosophischen und kulturwissenschaftlichen Gegenständen in den Modulseminaren entwickeln die Studierenden eigene Studienprojekte, die sie weitgehend selbständig durchführen. Ein von allen Lehrenden geleitetes Forschungskolloquium begleitet das gesamte Studium. Hier können die Studierenden Forschungsvorhaben diskutieren, neuen Input erlangen und ihre Ergebnisse präsentieren. Sie werden so systematisch an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt, gefördert und in ihren Fortschritten begleitet. Bewusst wird dabei auf detaillierte inhaltliche Vorgaben verzichtet; dadurch müssen die Studierenden sich frühzeitig im disziplinären Feld orientieren, eigene Fragestellungen entwickeln, Arbeitsweisen ausprobieren und das eigenständige Denken kultivieren – unterstützt durch intensive individuelle Betreuung.
Die eigenen Projekte der Studierenden können sich gemäß der Leitfrage des Studiengangs über ein breites Spektrum erstrecken, das von philosophischer Reflexion und gesellschaftswissenschaftlichen, kunstwissenschaftlichen etc. Untersuchungen bis hin zu anwendungsorientierter Forschung in Medizin und Wirtschaft oder Praxisprojekten reicht. Studierenden stehen die institutionellen Verbindungen der Fakultät (zu wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen, Firmen, Projekten) zu Verfügung.
Wie in allen Studiengängen der Universität Witten/Herdecke ist das Studium fundamentale integraler Bestandteil des M.A.-Studiengangs, so dass den Studierenden an einem Tag in der Woche alle Veranstaltungen in reflexiver, kommunikativer und künstlerischer Kompetenz offenstehen, die die Fakultät für das Studium fundamentale anbietet.




