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Arbeitsgruppe Patientenedukation

Die studentische Arbeitsgruppe Patientenedukation entstand vor zehn Jahren als eine von mehreren Arbeitsgruppen im Rahmen des pflegewissenschaftlichen Studiums. Sie wurde von Frau Dr. Angelika Zegelin-Abt gegründet, die sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema „Patientenedukation – Patienten informieren, schulen und beraten“ beschäftigt. Sie leitet die Arbeitsgruppe bis heute. Ziel dieser studentischen Arbeitsgruppen war und ist es, die Theorie mit Fragestellungen aus der Praxis zu verbinden. Unter der akademischen Supervision von Frau Dr. Zegelin entwickelte die Arbeitsgruppe in den vergangenen Jahren eine Reihe verschiedener Konzepte, mit denen die pflegerische Praxis verbessert werden soll.

Seit rund drei Jahren beschäftigt sich nun eine Gruppe von insgesamt neun ehrenamtlich tätigen Studierenden vor allem mit der Praxis der Beratung. Idealerweise handelt es sich bei einer Beratung in der Pflege um ein offenes und lösungsorientiertes Gespräch, das „auf Augenhöhe“ zwischen Pflegendem (Berater) und Patienten (Ratsuchendem) stattfinden sollte. Häufig ist dies in der pflegerischen Praxis aber nicht der Fall. Die hier zumeist verwendeten Beratungsansätze stammen in der Regel aus der Psychologie und sind für die spezielle pflegerische Situation weniger geeignet, da Beratung in der Pflege oft ad hoc, nur zu kurzer Zeit oder handlungsbegleitend stattfinden kann. Zur Verbesserung der Beratung hat die Arbeitsgruppe eine Art Leitfaden mit zehn Werkzeugen entwickelt, mit dessen Hilfe sich die Pflegenden besser auf das Gespräch mit dem Patienten einstellen können.

Fünf dieser Kriterien fokussieren dabei auf den Patienten (Patient Care), die anderen fünf beziehen sich direkt auf den Pflegenden (Self Care): Bei den Patient-Care-Werkzeugen Achtsamkeit, Einlassung, Empathie, Resourcing und Berührung geht es darum, den Partienten wertschätzend wahrzunehmen, ihm aktiv zuzuhören, seine Gefühle zu beachten, ihn zu inspirieren und zu ermutigen sowie Nähe zu vermitteln. Zu den Self-Care-Werkzeugen gehören hingegen Introspektion, Intuition, Selbst-Spürung, Selbststärkung und Selbstermutigung. Beides zusammen ergibt die „Wittener Werkzeuge – ein DoubleCare Beratungsansatz für die Pflege“.

Die erarbeitete „Werkzeugkiste“ wurde vor kurzem auf dem 1. Hochschultag der DG Pflegewissenschaft im Rahmen einer Posterpräsentation und einer anschließenden Session vorgestellt und vom Publikum des Hochschultags auf den zweiten Platz gewählt.

Auch zukünftig werden sich die Studierenden dem Thema „Informieren, Schulen und Beraten“ widmen, da dies nicht nur den Pflegenden in den Kliniken, Altenheimen oder häuslichen Pflegediensten zu Gute kommt, sondern in erster Linie auch dem Patienten und seiner Familie.

Ansprechpartnerin und weitere Informationen:
Tanja Segmüller, tanja.segmuellerwe dont want spam@no spamuni-wh.de
www.dg-pflegewissenschaft.de/dgp

Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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