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Stiftung Welt:Klasse

Ausflug auf dem Rad
Arbeit im Klassenzimmer
Arbeit unter freiem Himmel

„Ich habe das Gefühl, dass ich in vier Wochen in China mehr gelernt habe als in einem Jahr in der Schule.“ So beschreibt Franziska Schulz ihre Erfahrungen aus dem Aufenthalt in der südchinesischen Yunnan Provinz. Sie ist eine von mehr als 150 Schülerinnen und Schülern, die mittlerweile mit der Stiftung Welt:Klasse internationale Erfahrungen sammeln konnten.

Matti Spiecker hat die Stiftung Ende 2006 während seines Studiums an der Universität Witten/ Herdecke gegründet. Sein Ziel: Erfahrungen und Vorbereitung auf einen Beruf in einer unaufhaltsam globalisierten Welt vermitteln. „Der Ansatz ist, dass kleine Gruppen direkte persönliche Erfahrungen machen und die Daheimgebliebenen daran teilhaben lassen. Der Auslandsaufenthalt soll deren Mut zum aktiven und verantwortlichen Handeln stärken, wie ich es auch bei mir erlebt habe“, erklärt Spiecker seine Motivation. Matti Spiecker, 27, ging im Rahmen seines Wirtschaftsstudiums an der Universität Witten/Herdecke 2006 auf die „Expedition Welt – Dialog für nachhaltige Entwicklung“, an der sich Schulklassen aus ganz Deutschland per Videokonferenz und Internet beteiligen konnten. Mit zwei Kommilitonen besuchte er in acht Monaten rund 40 Sozialunternehmer rund um den Globus (www.expedition-welt.de). Auf diesen Erfahrungen basiert das Konzept der Stiftung Welt:Klasse, für die er sich mittlerweile hauptamtlich engagiert.

Die Stiftung Welt:Klasse wählt bundesweit besonders engagierte und innovative Schulen aus und übernimmt die organisatorische und konzeptionelle Umsetzung der Welt:Klasse-Projekte. Sie unterstützt die Partnerschulen bei der Gründung und Pflege langfristiger lokaler Fördernetzwerke, stellt selbst jedoch keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Bislang wurden Schulen u.a. in Oberhausen, Gröbenzell, Sundern, Göttingen, Wuppertal, Witten, Werne, Freiburg, Wennigsen/Sorsum, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Xanten ausgewählt. Deren SchülerInnen haben Lernaufenthalte bei den Welt:Klasse-Partnern in China, Indien, Thailand und Kenia absolviert. „Während ihres vierwöchigen Aufenthaltes dort arbeiten die deutschen Schüler mit chinesischen Jugendlichen an einem praktischen Projekt, z.B. die Wiederaufforstung. Dabei erleben sie kulturelle Unterschiede ebenso am eigenen Leib wie den Spaß an der Zusammenarbeit“, beschreibt Spiecker seine Erfahrungen.

Zwingender Bestandteil sind Vor- und Nachbereitungen im Unterricht. Denn die Schüler sollen ihre Erfahrungen reflektieren und die Daheimgebliebenen an ihrem Erlebnis teilhaben lassen. Aus jeder Welt:Klasse-Schule startet mindestens ein Team – à vier Schüler – pro Jahrgang, über Videoschaltungen und Internetblog halten sie Kontakt zu ihrer Schulklasse. So erhält die Schulgemeinde kontinuierlich Impulse, sich intensiv mit Themen wie Globalisierung, Entwicklungszusammenarbeit und Interkulturalität auseinanderzusetzen. Lokale Stipendiengebernetzwerke helfen den Schülern bei der Finanzierung, und sie können hierdurch auch über die Schulgemeinde hinaus als Multiplikatoren ihrer reichhaltigen Erfahrungen aktiv werden. Die Entwicklung des Welt:Klasse-Konzeptes wurde unter anderem maßgeblich durch Peter Pohlmann (POCO) und die Jackstädt-Stiftung unterstützt.

Ansprechpartner:
Matti Spieker

Weitere Informationen:
www.stiftung-weltklasse.de

Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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