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OIKOS Witten/Herdecke

„oikos“ wurde 1987 von Studierenden an der Universität St. Gallen gegründet, um in ihr Wirtschafts- und Rechtsstudium den Aspekt Umwelt und Nachhaltigkeit mit einzubeziehen. Seitdem entstanden weltweit 30 weitere Gruppen in 19 Ländern. Seit 2005 gibt es oikos auch in Witten.

„Nachhaltigkeit“ und „nachhaltiges Wirtschaften“ sind zu echten Modewörtern geworden. Das ist einerseits gut, weil sie damit ein breiteres Publikum erreichen. Andererseits verlieren sie durch den häufigen und abstrakten Gebrauch an Schärfe und laufen Gefahr, zu hohlen Phrasen zu verkommen. Dieser Tendenz möchte das oikos chapter Witten/Herdecke begegnen, indem es den Begriff mit praktischen Beispielen lebendig macht. „Es geht uns darum, Studierende der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren“, erläutert UW/H-Student Eike Haas, Mitglied des fünfköpfigen Executive Boards von oikos International und bis Dezember 2010 auch Vorsitzender von oikos W/H. „Wir möchten beispielhaft zeigen, wie nachhaltiges Wirtschaften und Management funktionieren können und Interesse dafür wecken.“

Eines der „Zugpferde“ dabei ist die Winter School, die im Jahr 2010 nun schon zum vierten Mal in Folge in Witten stattfand. Dazu treffen sich jeweils im November Studierende aus der ganzen Welt, um eine Woche lang Projekte (weiter) zu entwickeln, in Workshops, Diskussionen und Vorträgen zu Gesellschaft und Wirtschaft zu lernen, selbst Impulse zu geben und interkulturellen Austausch zu leben. Immer im Fokus steht dabei das Thema Nachhaltigkeit, sei es in ökologischer, ökonomischer oder sozialer Hinsicht. Ein Schwerpunkt liegt auf der projektbezogenen Arbeit, die es ermöglicht, unter die Oberfläche der Begrifflichkeiten zu gelangen und eine neue Perspektive zu erschließen, in der Nachhaltigkeit als verbindendes Element und nicht als bloße Zugabe auftaucht. „Die Winter School ist eine sehr wichtige Veranstaltung für oikos“, sagt Eike Haas. „Das chapter Witten/Herdecke darf es als echte Auszeichnung ansehen, dass sie nun schon fast als Dauerveranstaltung in Witten stattfindet.“

Und dass oikos gut nach Witten passt, ist für Eike Haas keine Frage. „Nachhaltiges Wirtschaften und Management sind trotz aller Lippenbekenntnisse nach wie vor keine breitenwirksamen Themen. Gerade in der BWL wird häufig noch nahezu ausschließlich auf monetäre Werte gesetzt. An der UW/H, die ja sowieso oft eine Vorreiterrolle einnimmt, ist das ein bisschen anders. Außerdem trifft man hier viele Leute, die sich auch für Dinge außerhalb ihres Kernbereichs interessieren, zum Beispiel für den Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen. Oikos und Witten passen also sehr gut zusammen.“

Weitere Projekte, die das hiesige oikos chapter betreut, sind zum Beispiel die Sustainable Innovator Speaker Series, die in seminaristischer Atmosphäre ökologisch und sozial verantwortliche Unternehmer zu Wort kommen lässt und sie nach Motiven und Formen ihres Handels fragt, sowie Filmabende mit anschließenden Gesprächen über das Thema. Ein relativ neues Projekt ist der oikos Bachelor Thesis Award „My Bachelor Makes Sense“. In diesem Projekt zeichnet oikos Bachelorarbeiten in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus, die sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit befassen. Arbeiten, die die Frage „Wie bringt man wirtschaftlichen Erfolg, soziales Engagement und Umweltschutz in Einklang?“ beantworten, belohnt der Award mit Geldpreisen. Außerdem winkt die Einladung zur Utopia Jahreskonferenz sowie zu einer der internationalen Tagungen von oikos. „Klimaerwärmung, Finanzkrise, soziale Spannungen – wir sind keine Apokalyptiker und genau deswegen möchten wir junge Akademiker für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren. Das ist existenziell für unsere Welt“, erläutert Eike Haas, der es besonders wichtig findet, Studierende relativ früh für nachhaltige Fragestellungen zu gewinnen.

Damit diese Themen nicht lokal begrenzt bleiben, legt auch das hiesige chapter großen Wert auf die internationale Vernetzung in der oikos-Organisation. „Ohne diese Kooperation könnten wir viele Themen nicht so ’rüberbringen, wie es jetzt funktioniert. Wir bekommen wichtige Unterstützung und profitieren zudem vom bekannten Namen. Die internationale Perspektive hilft uns außerdem dabei, neue Interessenten für unsere Arbeit zu gewinnen.“ Und das kann nie schaden, hat doch das chapter W/H gerade eine Umbruchphase hinter sich gebracht, nachdem die Gründergeneration die Uni größtenteils verlassen hat. Eike Haas: „Das Team ist jetzt in die Rollen ’reingewachsen. Nachdem zuerst einmal die Konsolidierung der Mitgliederzahlen im Vordergrund stand, möchten wir jetzt neue Visionen entwickeln und wieder größere, auch mehr nach außen gerichtete Projekte auf den Weg bringen.“

Jährlich finden zwei internationale Meetings statt, bei dem Studierende aller oikos-Gruppen („local chapters“) zusammentreffen, um in gemeinsamen Workshops Erfahrungen auszutauschen. Darüber hinaus gibt es diverse kleinere Treffen, die die fachliche und persönliche Entwicklung der oikos Mitglieder fördern sowie deren Vernetzung unterstützen.

Die Grundsätze von oikos sind:

•    Impulse für innovative Lösungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu geben
•    Die ganzheitliche und interdisziplinäre Integration von Ökologie, Ökonomie und Sozialem steht im Mittelpunkt.
•    Studierende für die Chancen und Potenziale der nachhaltigen Entwicklung zu begeistern

Weitere Informationen:
wittenherdecke.oikos-international.org
www.oikos-international.org

Oikos Winterschool 2014

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