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Zahnmedizinisches Myanmar Projekt

Die Flutkatastrophe 2008 hat Myanmar, das ehemalige Burma, den Fluss Irrawaddy und die gegen westliche Hilfe lange zögerliche Militärregierung weltweit bekannt gemacht. „Zahnpflege ist dort quasi unbekannt, dementsprechend sehen die Zähne der Menschen aus. Und Zahnärzte haben die meisten dort noch nie gesehen“, beschreibt UW/H-Student Mathias Benedix, der das Land im Jahr 2009 besuchte, die Lage.

Ziel des zahnmedizinischen Myanmar Projektes ist es, ausgestattet mit einer mobilen dentalen Behandlungseinheit, die Arbeit der Zahnärzte des Landes materiell, finanziell und praktisch zu unterstützen. Insbesondere sollen für Kinder konservierende Behandlungen, zahnmedizinische Präventionsprogramme und Aufklärung angeboten werden. Mindestens einmal pro Jahr reist eine Gruppe von Studierenden der Zahnmedizin im klinischen Studienabschnitt nach Myanmar, um vor Ort zu helfen.

Das Projekt wurde 2008 von den damaligen UW/H-Studierenden Constanze Sauer und Georg Kirchner initiiert und gestartet. Der verheerende Zyklon „Nargis“ hatte im April 2008 zehntausende Tote und hunderttausende Obdachlose gefordert. Die beiden kamen also in ein Land, welches dringend medizinische und natürlich auch zahnmedizinische Hilfe benötigte.

Im darauf folgenden Jahr waren wieder zwei Studenten (Mathias Benedix und Felix Käpernick) vor Ort im Einsatz. Das Projekt hatte sich inzwischen weiter entwickelt. Mit Spendeneinnahmen auf einer Charityveranstaltung konnte eine mobile dentale Behandlungseinheit erworben werden. Zahlreiche Firmen spendeten sämtliche nötigen Materialien. Im Gepäck waren über 700 Zahnbürsten und natürlich das Zahnputzkrokodil „Joe“.

Im September 2011 reisten dann nach über einem halben Jahr der Vorbereitung, zahllosen Telefonaten, Gesprächen und E-Mails Franziska Schaupp, Karen Kemna, Lea Krueger-Janson und Oskar Bunz nach Myanmar, um weitestgehend autark zahnmedizinische Behandlungen und vor allem Prävention in einem Entwicklungsland durchzuführen. Neben einer weiteren „Mobilen Dentalen Behandlungseinheit“ (MDB) waren zahnmedizinische Füllungswerkstoffe, Hygieneartikel, Schleifer sowie Extraktionsinstrumentarium dank der Sponsoren zahlreich vorhanden.

Auch in 2012 engagierten sich wieder drei UW/H-Studierende für die Mundgesundheit der einheimischen Kinder: Franziska Lieken, Dominik Mettenleiter und Andreas Wagner. Dabei hatten sie 1200 Zahnbürsten, 1000 Tuben Zahnpasta, Fluoridlacke, Bohrer, Füllungsmaterialien, die mobile dentale Behandlungseinheit und natürlich das Zahnputzkrokodil „Joe“.

Im Jahr 2013 in Myanmar vor Ort waren Stephano Alipas, Jonas Frei, Jeanette Gumpp und Adelina Stelzer. Durch die Mithilfe vieler Sponsoren konnten sie mit 1.700 Zahnbürsten, 700 Tuben Zahnpasta, verschiedene Füllungsmaterialien, Fluoridlacken, Bohrer-Sets und wichtigen zahnmedizinischen Utensilien zum Hilfsprojekt aufbrechen.

2014 machten sich Christina Schwarzenberg, Aileen Uhl, Christoph Dickten und Maximilian Buttazoni auf nach Myanmar. Die Studenten brachten rund 180 Kilo gesponserte Ausrüstung mit in den südostasiatischen Staat, um neben der Prophylaxe auch gezielt erkrankte Zähne und sogar Kieferbrüche verarzten zu können. Zu den Stationen zählten in diesem Jahr die Hauptstadt NayPyiDaw, Ywangan, Pindaya und Bagan. In den rund drei Wochen haben die angehenden Zahnmediziner unter anderem über 800 Zähne behandelt und vielen Schulklassen spielerisch den richtigen Umgang mit Zahnbürste und Zahnpasta beigebracht.

Im Jahr 2015 reisten Shahir Abawi, Svenja Kirsch, Marie-Christine Steegmann und Maximilian Voß nach Myanmar. Sie leisteten sowohl in den städtisch als auch in den ländlich geprägten Gegenden des Landes zahnmedizinische Hilfe.

Unterstützt wird unser Projekt von Prof. Paing Soe, dem Chef der dortigen Zahnärztekammer, sowie der „Myanmar Foundation“ mit Sitz in München. Zudem ist das Projekt seit Anfang 2011 offiziell von der Bundeszahnärztekammer anerkannt. Schirmherr innerhalb der Universität ist Prof. Dr. Stefan Zimmer.

Künftig sollen sechs Schulen der Myanmar Foundation alle drei Monate mit neuen Zahnbürsten und fluoridhaltiger Zahnpasta versorgt werden. Damit können die Kinder (insgesamt über 1200) jeden Mittag nach dem Schulessen gemeinsam Zähneputzen, wodurch sich die Zahngesundheit erheblich bessern wird.

Lesen Sie hier die Famulaturberichte der UW/H-Studierenden, die in den vergangenen Jahren nach Myanmar gereist sind:

Famulaturbericht 2015
Famulaturbericht 2014
Famulaturbericht 2013
Famulaturbericht 2012
Famulaturbericht 2011
Famulaturbericht 2010
Famulaturbericht 2009

Ansprechpartner:
Shahir Abawi

Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt.


Zusätzliche Information

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Tel.: +49 (0)2302 / 926-0

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