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Forschung in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Im Mittelpunkt der Forschung in Witten steht auf der eher betriebswirtschaftlich ausgerichteten Akteursebene die Frage nach dem Verhalten von Führungskräften und auf der eher volkswirtschaftlich ausgerichteten Systemebene die Frage der Gestaltung und Entwicklung von Märkten und Marktsystemen. Diese Fragestellungen werden unter den Überschriften „Unternehmertum und Leadership“ sowie „Märkte und Institutionen“ behandelt. Beide Forschungsschwerpunkte spiegeln sich auch in den Studiengängen wider, die von der Fakultät angeboten werden.

Unter der Überschrift „Märkte und Institutionen“ sind neben dem Thema der Methodologie der Wirtschaftswissenschaften im Wesentlichen zwei Schnittstellen-Themen angesiedelt, die interdisziplinär und interfakultär in Kooperation mit den Kollegen der Fakultät für Kulturreflexion (Institutionenökonomik und Wirtschaftsphilosophie) bzw. der medizinischen Fakultät (Gesundheitswirtschaft und Gesundheitssysteme) bearbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen hier die positive und normative Institutionenanalyse (sowohl im ökonomischen als auch im politischen Bereich) sowie die konkrete Analyse von Märkten mit großer gesellschaftlicher Bedeutung. Auch hier steht die Frage der normativen Gestaltung der Spielregeln für diese Märkte bzw. Subsysteme der Marktwirtschaft auf der Forschungsagenda. In der konkreten Anwendung wird bis dato allein der Bereich Gesundheitswirtschaft und Gesundheitssysteme bearbeitet. Der Schwerpunkt ist aber bewusst so offen definiert, dass hier künftig auch andere Märkte wie etwa die Energiewirtschaft oder die Wasserwirtschaft untersucht werden können.

Diese Forschungslogik lässt nicht nur interdisziplinäre Betrachtung zu – sie fordert sie geradezu ein, denn viele der wesentlichen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Wissenschaftsprofessionen adäquat bearbeiten. Die Analyse der Märkte erfolgt unter besonderer Beachtung ihrer nachhaltigen Entwicklung und hat immer auch einen Focus auf das institutionelle Framing, das (i) die Funktionsfähigkeit dieser Märkte sicherstellen soll und (ii) die Anreize der beteiligten Akteure so gestalten soll, dass daraus ein für alle Betroffenen wünschenswertes Ergebnis resultiert. Damit wird auch der Bezug zum zweiten Forschungsschwerpunkt der Fakultät deutlich:

Unter der Überschrift „Unternehmertum und Leadership“ sind zwei wirtschaftswissenschaftliche Kernfelder definiert, die in im Wesentlichen intrafakultär bearbeitet werden. Hier wird das Verhalten von Führungskräften und das unternehmerische Element ihres Tuns nicht nur in eigentümergeführten Unternehmen (Familienunternehmertum) analysiert, sondern auch in denen, die durch ein externes Management (Corporate Governance und Management) geführt werden. Unternehmertum und Leadership finden zum einen innerhalb der gegebenen (ökonomischen und politischen) Spielregeln statt; zum anderen wirkt aber auch das Verhalten der Unternehmer und Manager – wie die aktuelle Diskussion um Managergehälter zeigt –  auf die Neujustierung von Spielregeln zurück.

An der Fakultät sind aktuell 12 Lehrstühle, drei Professuren, vier außerplanmäßige Professuren, fünf Honorarprofessuren sowie fünf ständige Gastprofessuren verankert. Die Übersicht zeigt die Themenschwerpunkte der Fakultät sowie die beteiligten Personen (Stand Juli 2010). 

Publikationen der Fakultät finden Sie in unserer Forschungsdatenbank.

Themenschwerpunkte

Familienunternehmertum

Corporate Governance und Management

Institutionenökonomik und Wirtschaftsphilosophie

Gesundheitswirtschaft und Gesundheitssysteme

Konsumkulturforschung

Zusätzliche Information

Kontakt

Dr. Monika Olivo
Fakultätsmanagement
Tel.: +49(0)2302 / 926 580

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