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Forschung

In unserer Forschung wird die moderne Weltwirtschaft als ein komplexes, offenes Wissenssystem ("knowledge economy") aufgefasst, in dem ständig Neuerungen erzeugt werden und in dem eine dichte Wechselwirkung zwischen wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und natürlichen Phänomenen besteht. Daraus ergeben sich wichtige Konsequenzen für die Forschungsstrategie.

Erstens: um den Wandel in der modernen Weltwirtschaft zu erklären, müssen wir uns auf das Phänomen der Erzeugung und Verbreitung von Neuerungen konzentrieren. Dabei geht es nicht nur um Technologien, sondern vor allem auch um neue Formen von Institutionen und Organisationen auf allen Ebenen. Die traditionelle Trennung zwischen Volks- und Betriebswirtschaftslehre fällt ebenso weg wie die traditionelle Sicht der Wirtschaftswissenschaft obsolet wird, ökonomische Prozesse als Optimierungsprozesse zu deuten. Eine evolutorische Wirtschaft ist immer und überall eine Wirtschaft fern vom Gleichgewicht.

Zweitens: aufgrund der Interdependenzen zwischen der Wirtschaft und den anderen System- und Sinnzusammenhängen können ökonomische Theorien und Analysen nicht orts- und zeitneutral sein. Die methodische Antwort auf diesen Sachverhalt ist die "Glokalisierung der Forschung". Glokalisierung der Forschung geht davon aus, daß die Weltwirtschaft ein komplexes System von vernetztem globalen und lokalem Wissen ist, und daß ein Verständnis konkreter ökonomischer Prozesse nur möglich ist, wenn auch lokales Wissen explizit gemacht wird. Wir suchen daher Forschungskooperationen mit Partnern in bestimmten Zielregionen und verzichten auf eine methodologische Hegemonie.

Drittens: wir sind bemüht, gesellschaftlich relevante Problemfelder zu identifizieren und innovativ zu betrachten. Dabei gehen wir davon aus, dass sich die ökonomische Analyse nicht jenseits der Gesellschaft begeben und zum Beispiel wirtschaftspolitische Massnahmen von einem überlegenen wertneutralen Standpunkt beurteilen kann. Traditionelle Konzepte von Wohlfahrt und Effizienz werden mit Wertmaßstäben konfrontiert, die im gesellschaftlichen Prozess selbst erzeugt werden. Die Wirtschaftswissenschaft ist ein Teil dieses Prozesses und muss selbst bereit sein, sich im Dialog zu verändern.

Auf der Basis dieser Leitlinien befassen wir uns mit folgenden Forschungsgegenständen:

Zusätzliche Information

Kontakt

Dr. Monika Olivo
Fakultätsmanagement
Tel.: +49(0)2302 / 926 580

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