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Mentorenfirmen-Programm
Ein gewisses Maß an Praxiserfahrung gehört zu jedem Studium. Die Universität Witten/Herdecke will jedoch sowohl für ihre Studierenden als auch für befreundete Unternehmen mehr als die allgemein üblichen, standardisierten Praktikumsbeziehungen.
Konsequente Entwicklung unternehmerischer Persönlichkeiten durch Mentorenfirmenbeziehungen
Ein wichtiges Ziel der Universität Witten/Herdecke ist die Förderung unternehmerischer Persönlichkeiten. Dazu bedarf es der intensiven Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Theorien und persönlichen Erfahrungen in der unternehmerischen Praxis. Das Mentorenfirmenkonzept eröffnet der Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis dabei einen grundlegend neuen Weg.
Lernen an Unterschieden
Die eigenständige Gestaltung und Pflege einer kontinuierlichen Mentorenfirmenbeziehung parallel zum Studium bietet den Studierenden die Gelegenheit über die Unterschiede zwischen Wissenschaft und Praxis zu lernen. Dafür werden von den Studierenden zusätzlich Reflexionsveranstaltungen besucht, in denen die in der Praxis gesammelten Erfahrungen wissenschaftlich aufgearbeitet und reflektiert werden.
Übersicht der Mentorenfirmen (WebAccess Kennwort erforderlich)
Das Konzept der Mentorenfirmen
Gleich zu Beginn knüpfen Studierende an der Universität Witten/Herdecke eine auf Dauer angelegte Mentorenfirmenbeziehung mit einem Unternehmen. Die Universität hilft den Studierenden bei der Kontaktaufnahme. Dazu findet einmal im Jahr der dreitägige Heiratsmarkt als zentrale Börse für die Anbahnung solcher Beziehungen statt. Hier soll ein dauerhaftes Verhältnis zwischen Mentorenfirma und Studierenden während des Studiums etabliert werden.
Verantwortung für die Studierenden und die Unternehmen
In die Gestaltung der konkreten Vertragsverhältnisse mischt sich die Universität nicht ein. Es liegt in der Verantwortung des Unternehmens und des Studierenden, die Beziehung mit Leben zu füllen. Sowohl Dauer als auch Bezahlung und Inhalt können somit frei ausgehandelt werden.Aufbauend auf die praktische Mentorenfirmenbeziehung nehmen die Studierenden an Lehrveranstaltungen im Rahmen des Mentorenfirmenmoduls teil. In diesen Reflexionsveranstaltungen werden die Studierenden angeleitet, die in der Praxis gemachten Erfahrungen professionell zu hinterfragen und zu reflektieren. Damit bieten diese Veranstaltungen gleichzeitig die Chance, dass Studierende neue Ideen und Konzepte in die Unternehmen tragen. Beide Seiten profitieren. Praxis und Wissenschaft gehen Hand in Hand.
Heirate ein Unternehmen
Erste Kontakte in netter Atmosphäre
Für den Aufbau einer tragfähigen Mentorenfirmenbeziehung ist es für Studierende und Unternehmen wichtig, den richtigen Partner zu finden. Die Universität Witten/Herdecke veranstaltet deshalb an drei Tagen im Jahr den so genannten Heiratsmarkt, bei dem interessierte Unternehmen und Studierende erste Kontakte knüpfen und Möglichkeiten einer Mentorenfirmenbeziehung ausloten können. Im Vordergrund steht bei dieser Veranstaltung die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch, so dass sie bewusst nicht dem Charakter einer Jobmesse entspricht, sondern viel eher dem eines Kaminabends.
Wittener Tradition
Der Heiratsmarkt der Universität Witten/Herdecke hat Tradition. Bereits seit vielen Jahren nutzen jährlich etwa 50 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen die Gelegenheit, Studierende der UWH persönlich kennen zu lernen. Mittlerweile kehren an diesen Tagen zahlreiche Alumni als Mentorenfirma oder als Vertreter einer solchen, nun selbst auf der Suche nach hervorragendem Nachwuchs, an ihre Uni zurück.
Familienunternehmer vor Ort
Familienunternehmen können engagierte Studierende an einem eigens reservierten Heiratsmarktabend kennen lernen, um sich über spezielle Herausforderungen und Möglichkeiten in Familienunternehmen zu informieren. Denn die Besonderheiten und Bedürfnisse von Familienunternehmen sind an der UWH in Forschung und Lehre etabliert - das Wittener Institut für Familienunternehmen feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.
Vielseitigkeit und Schnittstellen
Der Heiratsmarkt soll nicht mehr nur angehende Wirtschaftswissenschaftler/-innen ansprechen, sondern auch Studierenden anderer Fakultäten die Möglichkeit zur Firmenkontaktaufnahme bieten. Die fächerübergreifende Bildung und Forschung ist - nicht nur durch das Studium fundamentale - ein wichtiges Asset der UWH. Der Heiratsmarkt trägt durch Thementage dazu bei, diese Vernetzung in die Praxis zu übertragen. Viele Unternehmen erkennen bereits große Chancen in Schnittstellenbereichen und das Potential vielseitig ausgebildeter Studierender verschiedener Fachbereiche.
Gesundheit als interdisziplinäres Thema
Die Schnittstelle zwischen Ökonomie und Gesundheit ist von zunehmender gesellschaftlicher Bedeutung: hier entstehen neue Arbeitsfelder, die gleichermaßen Qualifikationen im Gesundheitswesen, wie im ökonomischen Bereich erfordern. Mit Ausbildungs- und Forschungsschwerpunkten sowohl auf den Gebieten der Medizin und Pflegewissenschaft, als auch in den Kultur- und Wirtschaftswissenschaften ist die UWH besonders breit aufgestellt. Der Thementag "Gesundheit" wird dazu beitragen, fächerübergreifende Möglichkeiten aufzuzeigen und gezielte Praxiskontakte zu ermöglichen.


