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Altruisten leben länger!

Professor Dr. Uwe an der Heiden

Professor Dr. Uwe an der Heiden von der Universität Witten/Herdecke hat sich als Gehirnforscher mit der Wechselwirkung von sozialem Verhalten und Gehirnbildung beschäftigt. Er ist überzeugt: „Altruistische Veranlagung, Kooperation und Kommunikation auf der einen Seite und körperliche Entwicklung, insbesondere des menschlichen Gehirns, auf der anderen Seite laufen parallel und bedingen sich wechselseitig.“

Schon lange ist bekannt, dass soziale Isolation schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen kann, insbesondere ein erhöhtes Risiko von infektiösen und Kreislauferkrankungen bis hin zu früher Sterblichkeit. Professor an der Heiden: „Einsamkeit schlägt sich tatsächlich im Gehirn nieder. Mit Hirnscans konnte nachgewiesen werden, dass das Gehirn von Personen, die sich häufig einsam fühlen, weniger stark auf positive Signale anspricht als das geselliger Menschen“. Wer also keine sozialen Kontakte pflegt, der beeinflusst sein Gehirn auf die Dauer dahingehend, dass es ihm die Möglichkeit zu Hilfsbereitschaft, Mitempfinden und Geselligkeit immer schwerer macht. Umgekehrt heißt das: Wer sich um Anteilnahme an seiner Umwelt und an dem Schicksal anderer Menschen bemüht, schafft sich selbst die besten physischen Voraussetzungen für ein erfülltes und körperlich intaktes Leben.

Professor an der Heiden: „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Zusammenleben mit anderen Menschen, soziale Kontakte und Geselligkeit eine bis in die körperliche Existenz gehende Notwendigkeit ist, sie gewissermaßen zur Natur des Menschen gehören und ihr Verlust zu schweren Erkrankungen führt.

Man kann hieraus ohne Weiteres den Schluss ziehen: Altruismus ist gesund! Allerdings findet dieser positive Effekt seine Grenze in der höchsten und extremsten Form des Altruismus, in der die eigene Gesundheit, ja sogar das eigene Leben für andere Menschen geopfert werden. Dies ist jedoch eine Ausnahmesituation. Im Allgemeinen sollte man schon deshalb die eigene Gesundheit bewahren, um möglichst lange für andere Menschen da zu sein.

Den gesamten Vortrag von Professor an der Heiden zu dieser Thematik finden Sie in der rechten Spalte zum Herunterladen.

Zusätzliche Information

Kontakt

Dipl.-Oek. Kristin Keitlinghaus
Abteilungsleiterin
Tel.: +49 (0)2302 / 926-919

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