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Prof. Dr. Stefan Troche:

Prof. Dr. Stefan Troche

Stellv. Departmentleiter
Fakultät für Gesundheit (Department für Psychologie und Psychotherapie)

Tel.:
+49 (0)2302 / 926-873

Prof. Dr. Stefan Troche hat folgende, weitere Funktionen:

Bereich:
Gesundheit
Ort:
Alfred-Herrhausen-Straße 44
58455 Witten
Raum:
FEZ 1.124a
Lebenslauf

seit 2015
Universitätsprofessor für Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Witten/Herdecke

2011 – 2015
Dozent an der Universität Bern (Schweiz)

2010
Habilitation an der Universität Bern

2007 – 2011
Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bern (Schweiz)

2007
Forschungsaufenthalt an der St. Thomas University in Fredericton (Kanada)

2005
Promotion

2003 – 2007
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Georg-August-Universität Göttingen

2001 – 2003
Personalentwickler bei den Gothaer Versicherungen

1996 – 2001
Studium Psychologie an der Georg-August-Universität Göttingen

Forschung

Experimentell-kognitive und neurowissenschaftliche Intelligenz- und Persönlichkeitsforschung

In Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts wird der Zusammenhang zwischen Intelligenz und spezifischen Aspekten der Informationsverarbeitung untersucht. Hier interessieren vorrangig Intelligenzunterschiede in der sensorischen Informations­verarbeitung, wie sie beispielsweise bei der Unterscheidung von Tonhöhen, Lautstärken oder Helligkeitsabstufungen auftreten – vor allem aber bei der Diskrimination von kurzen Zeitdauern im Bereich von Millisekunden und Sekunden. Zudem werden die Gründe für diese Intelligenzunterschiede eruiert. Derzeit steht hier im Mittelpunkt der Betrachtungen, wie der Zusammenhang zwischen sensorischer Informationsverarbeitung und Intelligenz durch Arbeitsgedächtnis- und Aufmerksamkeitsprozesse sowie durch Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit beeinflusst wird.

Diagnostische Methoden zur Identifizierung spezifischer Prozesse

Die Fixed-Links-Modellierung ist ein methodischer Ansatz zur Identifikation und Trennung von kognitiven Prozessen, die sich auf Leistungen in einer Aufgabe mit mehreren Experimentalbedingungen auswirken. Fixed-Links-Modelle gehören zur Familie der Strukturgleichungsmodelle. Mit ihnen können kognitive Prozesse spezifischer abgebildet werden als mit herkömmlichen konfirmatorischen Faktorenanalysen. Mit einer stärkeren Implementierung dieser Methode in die differentielle Intelligenz- und Persönlichkeitsforschung soll die Interpretierbarkeit von experimentellen Befunden in diesem Forschungsbereich erhöht werden.

Im Rahmen der Fixed-Links-Modelle lässt sich auch der sogenannte Positionseffekt in psychometrischen Testverfahren untersuchen. Der Positionseffekt beschreibt einen Lernprozess während der Bearbeitung von Intelligenztestaufgaben. Dieser Lernprozess lässt sich mittels Fixed-Links-Modellierungen trennen von der grundlegenden Fähigkeit, welche der Test erfasst. Die Bedeutung des Positionseffekts für die Konstruktvalidität von Intelligenztests und die Auswirkungen auf die Interpretation von Intelligenztestergebnissen wird in empirischen Untersuchungen genauer untersucht.