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Meldung vom 01.03.2018
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Adidas lernt, Zukunft beflügelt

Jens Beckert, Roland Auschel, Martin Butzlaff, Aart De Geus, Corinna Egerer, Günther Ortmann, Guido Möllering (v.l., Foto: Thomas Witte)

Jens Beckert, Roland Auschel, Martin Butzlaff, Aart De Geus, Corinna Egerer, Günther Ortmann, Guido Möllering (v.l.). Fotos: Thomas Witte

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Adidas lernt, Zukunft beflügelt

Hochkarätige Redner und angeregte Diskussionen beim „RMI Tag der Unternehmensführung“ des Reinhard-Mohn-Instituts (RMI) an der Universität/Witten Herdecke zeigten, wie Wissenschaft und Wirtschaft die Herausforderung annehmen, Werte Wirklichkeit werden zu lassen.

„Ich bin zwar nur Bachelor-Student“, traute sich ein Studierender, dem Leibniz-Preisträger und Max-Planck-Direktor Prof. Dr. Jens Beckert eine überaus treffende Frage zu stellen. Der hatte zuvor die Kernthese seines Buchs „Imaginierte Zukunft“ erläutert, dass Vorstellungen von der Zukunft eine zentrale Treibkraft für die Wirtschaft sind. Dass dabei Fiktion im Spiel ist, kann problematisch werden, sorgt aber erst einmal für Kreativität und Innovationen. „Gilt das nicht auch für die ökonomischen Theorien in unseren Lehrbüchern?“, fragte der Student. Nicht nur der Bachelor-Student, sondern auch viele der gut 150 weiteren Gäste – Unternehmer, Berater, Forscher – entwickelten zu Beckerts Thesen interessante Kommentare und vertiefende Fragen.

Mit großer Spannung wurde der Vortrag von Roland Auschel erwartet. Er ist seit fast 30 Jahren bei Adidas und seit 2013 Vorstandsmitglied. Kaum jemand kennt das DAX-Vorzeigeunternehmen so gut wie er. Unter dem Titel „Der (neue) Strategieprozess bei Adidas“ brachte er auf lockere und sehr persönliche Art einige Botschaften mit, die man im Publikum aufmerksam zur Kenntnis nahm: die große Bedeutung der Unternehmenskultur; die Notwendigkeit, sich zu fokussieren und trotzdem offen zu bleiben; die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Bei Adidas scheint sich alles um das Wort „Create“ (erschaffen) zu drehen – mit einer dynamischen Unternehmensstrategie und einer starken Marke, die auf kreative Mitarbeiter und Kunden setzt: „Calling all creators“.

Bei der Schlussrunde brachte Guido Möllering als Organisator der Veranstaltung die Erkenntnisse so auf den Punkt: „Wertstiftende Unternehmensführung erfordert Vorstellungs-, Umsetzungs- und Reaktionskraft zugleich. Das kann und muss niemand alleine leisten, sondern man braucht dazu Partner und den Austausch mit seiner Umwelt.“

Beim Empfang nach dem Programm wurde deutlich, dass die Gäste die Inhalte der Tagung begeistert und interessiert aufnahmen. Lucas Mees von der Peter Knapp GmbH in Berlin sagt: “Die Mischung an Impulsen zum Nachdenken und konkreten Punkten für die Umsetzung für mich als Geschäftsführer haben mich begeistert.” Und auch der ehemalige StarAlliance-Manager Horst Findeisen zeigt sich inspiriert: “Eine sehr gelungene Veranstaltung mit Top-Referenten, deren Impulse mich dazu brachten, auch lange etablierte Gewissheiten zu hinterfragen und mich interessanten neuen Perspektiven zuzuwenden.“ Die Gäste dürfen sich auf zukünftige Veranstaltungen des RMI freuen, die den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter fördern.

Weitere Informationen zum RMI: www.reinhard-mohn-institut.de

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Seit seiner Gründung im Jahr 2010 unter dem Namen des Stifters fördert die Bertelsmann Stiftung das Reinhard Mohn Institut für Unternehmensführung (RMI). Es gibt durch Forschung, Lehre und Praxisdialog maßgebliche nationale und internationale Impulse für eine Reform der Theorie und Praxis der Unternehmensführung. Das RMI arbeitet im Geiste der partizipativen und verantwortungsvollen Führungsphilosophie Reinhard Mohns und mit einer organisationstheoretischen Verankerung.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten des RMI zählen u.a.: Kooperative Beziehungen, Netzwerk- und Allianzstrategien, Management von Offenheit und Transparenz, Vertrauen in und zwischen Organisationen, neue Führungs- und Arbeitsformen im digitalen Zeitalter sowie unternehmerische Verantwortung.