Silhouette Universität Witten/Herdecke
Aktuelles
Nachricht vom 11.02.2019
UniversitätGesundheit

Arzt-Patienten-Kommunikation mit Humor

Humor-Workshop an der UW/H

Humor-Workshop an der UW/H

Humor-Workshop an der UW/H

Humor-Workshop an der UW/H

0 / 0

Arzt-Patienten-Kommunikation mit Humor

Ein Workshop der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN begeistert Wittener Medizinstudierende.

Beim Humorworkshop der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN mit Dr. Eckart von Hirschhausen und Trainerinnen des Deutschen Instituts für Humor aus Leipzig lernten Studierende der Universität Witten/Herdecke zwei Tage lang, wie sie authentisch in Kontakt mit Patientinnen und Patienten treten können, welche Humorformen verbinden, welche trennen und wie gerade schwierige Situationen und Gespräche mit einer spielerischen Grundhaltung einen günstigeren Verlauf nehmen.

Bereits das Auswahlverfahren für die begehrten Seminarplätze war außergewöhnlich: Die Studierenden mussten per Video eine eigene humorvolle Begegnung, Anekdote oder Situation schildern. Trotz dieser Einstiegshürde wollten mehr als 30 Wittener Studierende der Fakultät für Gesundheit am 31. Januar und 1. Februar beim Humorworkshop „Humor auf Rezept? Die Dosis bringt den Erfolg“ mitmachen. Einer der Teilnehmer war Eckart von Hirschhausen, der 2008 die Stiftung HUMOR HILFT HEILEN für mehr Humanität in der Humanmedizin gegründet hat.

„Ich konnte mich live überzeugen, wie dankbar die Studierenden sind, wenn Elemente der Persönlichkeitsbildung, des authentischen Kontakts und Reflektierens über die eigene Wirkung und Kommunikation auf humorvolle Art und Weise stattfinden“, sagte von Hirschhausen. „Obwohl der Termin in der Prüfungszeit lag, waren die Studierenden voll engagiert dabei.“

Aufgeteilt in zwei Lerngruppen unter Leitung der Humortrainerinnen Eva Ullmann und Katrin Hansmeier von „Arzt mit Humor“ erhielten die Studierenden Einblicke in theoretische Grundlagen aus der Humorforschung.

Welche positive Wirkung ein solches Training im Klinikalltag hat, erklärte Teilnehmer Sven Menke. Er sei nachhaltig dafür sensibilisiert worden, dass auch kleine Gesten oder Kontaktaufnahmen im Patientengespräch schon eine große Wirkung haben können. Auch Studentin Charlotte Beckers war von dem Workshop angetan und schwärmte: ,,Ich war und bin immer noch sehr begeistert. Ich bin mit wenigen Erwartungen hineingegangen, aber mit großen Eindrücken wieder herausgekommen. Ich habe meine Mitstudierenden auf eine neue Art kennengelernt – und mich auch. Humor hat für mich enorm an Bedeutung gewonnen.“

Gerade Berufsanfängerinnen und -anfänger sind oft in peinliche Situationen involviert, von Seiten der Patientinnen und Patienten oder der Ausbilderinnen und Ausbilder. Wichtig sei in solchen Momenten vor allem, bestehende Reaktionsmuster aufzubrechen und Situationen positiv umzudeuten, erklärte Humorcoach Katrin Hansmeier den Studierenden. Denn: „Ärzte sind zum Beispiel von Berufswegen sehr strukturiert und gewohnt, logisch und folgerichtig zu denken. In peinlichen oder stressigen Situationen ist es dagegen hilfreich, dieses Denken aufzubrechen und mit Humor zu reagieren.“

Linda Beckmann, Medizinstudentin und Organisatorin des Workshops: „Ich habe schon letztes Jahr an dem Humorworkshop teilgenommen und war sofort angetan. Die Techniken haben mich in meiner Wahrnehmung unheimlich vorangebracht und helfen mir im Umgang mit Patienten und im Alltag weiter.“ Deshalb habe sie auch nicht lange gezögert, in diesem Jahr den Workshop zu organisieren: „Ich finde es wichtig, dass auch andere die Chance haben, die Humortechniken zu erlernen. Für nächstes Jahr wäre es unser Wunsch, dass aus dieser großartigen Initiative eine feste Veranstaltung wird, damit möglichst alle Medizinstudierenden diese Impulse bekommen.“

Eckart von Hirschhausen wird im Rahmen der Ringvorlesung mit Prof. Dr. Tobias Esch am 17. Juni 2019 noch einmal die Universität Witten/Herdecke besuchen. „Am Nachmittag vor der Vorlesung werde ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Humorworkshops zu einer Reflexionsrunde treffen. Ich bin gespannt, welche Einsichten und Übungen in den Patientenkontakt integriert werden konnten. Aus der positiven Psychologie und insbesondere der Resilienzforschung ist klar: Sinn, Gemeinschaft und Humor sind die besten Garanten, um für seinen Beruf brennen zu können ohne auszubrennen. Witten kann mit der Integration der Workshops in die Ausbildung ein echter Pionier werden, um die seelische Gesundheit der Gesundheitsberufe von Anfang an zu fördern und zu schützen.“

Das Honorar der Trainerinnen von „Arzt mit Humor“ übernimmt die Stiftung  HUMOR HILFT HEILEN im Rahmen ihrer Kooperation mit den dm-Drogeriemärkten.

Hier finden Sie weitere Informationen

Übersicht

Bereich:
UniversitätGesundheit