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Nachricht vom 05.03.2019
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Der Grimme-Preis 2019 geht auch an eine PPÖ-Studentin der UW/H

Nora Nagel bei der Arbeit (im grauen Pullover)

Nora Nagel bei der Arbeit (im grauen Pullover)

Das "docupy"-Team (Nora Nagel in der Mitte der hinteren Reihe im grauen Pullover)

Das "docupy"-Team (Nora Nagel in der Mitte der hinteren Reihe im grauen Pullover)

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Der Grimme-Preis 2019 geht auch an eine PPÖ-Studentin der UW/H

Nora Nagel studiert „PPÖ“ in Witten und arbeitet in der Redaktion, die „Docupy" für den WDR und die ARD produziert.

Was kann man eigentlich mit einem Studium anfangen, das PPÖ heißt, also „Philosophie, Politik und Ökonomik“? Man kann zum Beispiel einen Grimme-Preis gewinnen: Nora Nagel, PPÖ-Studentin an der Universität Witten/Herdecke, gehört als Online-CvD zum Team der Redaktion „Docupy“, die für „#Ungleichland“ den diesjährigen Grimme-„Spezial“-Preis erhält. In dem Dreiteiler zeigen die Autoren in klassischen Dokumentarfilmen und vielen Online-Clips z.B., wie die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland die Gesellschaft spaltet: „Die Reichen setzen sich ab, die Armen sind abgehängt. Die Mittelschicht kämpft, um den Status zu halten, statt wie früher durch Arbeit und Leistung den Aufstieg zu schaffen.“ So kündigt der WDR  die Filmreihe an.

Den PPÖ-Studiengang von Nora Nagel gibt es seit 2010 in Witten, er war seinerzeit der erste in Deutschland. Ziel des Studiengangs ist es, engagierte Denkerinnen wie Nora Nagel hervorzubringen, die politische und wirtschaftliche Zusammenhänge auch zusammen denken und kritisch reflektieren können. Nora hat schon während ihres Studiums zuerst ein Praktikum in der Redaktion vom „Neo Magazin Royale“ (ZDF) absolviert und ist schließlich von der Produktionsfirma dieser Sendung, der bildundtonfabrik, fest angestellt worden. „Das geht nur, weil das Studium in Witten so viele Freiräume lässt, dass ich quasi ‚in Blöcken‘ studieren kann. Wenn in der Firma Staffelpause ist, kann ich Seminare besuchen und für Klausuren lernen“, erklärt sie ihr Doppelleben. Sie hofft, dass die aufreibende Zeit im Sommer mit der Bachelorarbeit zu Ende geht. Denn seit 2017 leitet sie die Online-Redaktion von „Docupy“: „Hier konnte ich im Journalismus den interdisziplinären Blick, den ich in meinem Studium gelernt habe, ideal auf die Themen anwenden.“

Prof. Dirk Sauerland, der den Studiengang in Witten leitet, freut sich mit: „Es ist schon schön zu sehen, dass unser Konzept aufgeht und die Interdisziplinarität des PPÖ auch erfolgreich im kritischen Journalismus angewendet werden kann.“ Und mit einem Schmunzeln: „Nora Nagel reiht sich damit in die Liste der erfolgreichen Filmschaffenden mit PPÖ-Abschluss ein. Florian Henckel von Donnersmarck hat ja in Oxford PPE, also das englische Äquivalent, studiert und den Oscar gewonnen. Der Grimme-Preis für Nora Nagel ist für uns ein mehr als gelungener Anfang in diesem Bereich.“

Die Jury des renommierten Grimme-Preises schrieb in der Begründung unter anderem: „Das zugehörige Online-Projekt lieferte nicht nur im Vorfeld wichtige Impulse für die Arbeit. Lange vor der Fernsehausstrahlung wurden Rechercheergebnisse veröffentlicht, kurze Statements aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen eingestellt, Umfragen durchgeführt, deren Ergebnisse in die Dokumentation einfließen konnten. Analyse und Aufklärung im besten Sinn. Die Jury dankt und gratuliert.“

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