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Meldung vom 10.10.2013
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DZD erhält den Agnes-Karll-Pflegepreis für das Projekt „Wissenstransfer 2.0“

DZD erhält den Agnes-Karll-Pflegepreis für das Projekt „Wissenstransfer 2.0“

Blog zur Vermittlung von Erkenntnissen der Demenzforschung ausgezeichnet / Zweiter Preis geht an Studentin für Untersuchung zu Lungenentzündungen

Der Agnes-Karll-Pflegepreis für herausragende Projekte im Bereich der professionellen Pflege geht 2013 an das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke. Es wurde für das Projekt „Wissenstransfer 2.0“ ausgezeichnet. Außerdem gewann Theresia Beckenkamp – Studentin des Studiengangs „Innovative Pflegepraxis“ an der Universität Witten/Herdecke den zweiten Preis. Sie untersuchte den Einfluss der Pflege auf Lungenentzündungen, die durch Beatmungsgeräte entstehen kann.

Mit dem Agnes-Karll-Pflegepreis soll insbesondere die Gegenseitigkeit von Pflegewissenschaft und Pflegehandeln beleuchtet werden. Gesucht wurden bei dem diesjährigen Wettbewerb Beispiele, die Theorie und Praxis als die zwei Seiten der Medaille „professionelles Berufsverständnis“ zeigen. Hinzu kommt die Tatsache, dass im Berufsfeld Pflege auch weiterhin ein großer Bedarf darin besteht, mit Hilfe von Online-Portalen und Wissensmedien neueste wissenschaftliche Erkenntnisse für die Pflege nutzbar zu machen.

Das ist der Ansatz des Projekts “Wissenstransfer 2.0?: In dem Projekt geht es darum, Erkenntnisse aus der Demenz- und Versorgungsforschung anhand unterschiedlicher medialer Formate zu vermitteln. Zu diesen Formaten gehören vor allem der Forschungsnewsletter des DZD und das Demenztagebuch von Katja Hörter. Der Forschungsnewsletter erscheint seit 2005 etwa drei- bis viermal pro Jahr und bietet neueste Studien aus der internationalen Demenz- und Versorgungsforschung auf kompakte Weise. Das Demenztagebuch von Katja Hörter wird hingegen seit dem 28.06.2013 täglich auf dem Blog des DZD veröffentlicht. In dem Tagebuch beschreibt und reflektiert die studierte Sozialarbeiterin und Kunsttherapeutin die Pflege ihrer demenzkranken Großmutter in ihrem letzten Lebensjahr. Zusätzlich zu den einzelnen Einträgen auf dem Blog des DZD werden soziale Medien wie Facebook und YouTube dazu genutzt, einzelne Diskussionsbeiträge zum Tagebuch oder Video-Interviews dazu zu veröffentlichen.

Das Projekt „Wissenstransfer 2.0“ läuft noch bis Ende 2014 im Rahmen der Landesinitiative Demenz-Service NRW und wird gefördert durch das Pflegeministerium NRW (MGEPA) und die Pflegekassen NRW. Dreh- und Angelpunkt ist bei diesem Projekt das Internet als Medium der Vermittlung. „Unser Ansatz ist letztendlich, dass nichts zu kompliziert ist, als dass man es nicht in einer Sprache vermitteln könnte, die Menschen verstehen“, so Detlef Rüsing – Leiter des DZD. „Und eine Möglichkeit, das zu vermitteln, ist das Internet.” Neben Rüsing zeichnen sich beim DZD die beiden Pflegewissenschaftler Nicole Ruppert und Christian Müller-Hergl verantwortlich. Seit Juli 2012 konnte zudem der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Marcus Klug für dieses Projekt gewonnen werden, dessen Schwerpunkte auf digitalen Wissenstransfer und Wissenskommunikation im Social Web liegen.

Weitere Informationen bei Detlef Rüsing, (0) 2302 / 926-306, E-Mail: detlef.ruesing@uni-wh.de 

Links zum Projekt „Wissenstransfer 2.0“:


Zum Agnes-Karll-Pflegepreis 2013
http://dzd.blog.uni-wh.de/agnes-karll-pflegepreis-2013-fur-projekt-wissenstransfer-2-0/#more-4319

Der Forschungsnewsletter des DZD
http://dzd.blog.uni-wh.de/newsletter/

Das Demenztagebuch von Katja Hörter
http://dzd.blog.uni-wh.de/category/demenztagebuch/

Die Präsentation zu diesem Projekt ist ebenfalls frei verfügbar:
http://de.slideshare.net/Dialogzentrum_Demenz/prsentation-zum-projekt-wissenstransfer-20-02102013-26783489
http://dzd.blog.uni-wh.de/files/2013/10/Pr%C3%A4sentation-zum-Projekt-Wissenstransfer-2.0_02.10.2013.pdf

Über DZD:

Zu den Schwerpunkten des Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) gehört es, den Dialog zwischen Forschung und Praxis in der Versorgung Demenzerkrankter zu fördern. Das DZD wird seit 2005 seitens des Sozialministeriums (MGEPA) und der Pflegekassen NRW gefördert und ist Teil der Landesinitiative Demenz-Service NRW. Es ist inneruniversitär am Department Pflegewissenschaft (Fakultät für Gesundheit) der privaten Universität Witten/Herdecke angesiedelt.

Über UW/H:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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