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Nachricht vom 21.03.2019
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„Erinnerung“ an den dreißigjährigen Krieg

Jule Vollmer

Jule Vollmer

„Erinnerung“ an den dreißigjährigen Krieg

Eine Lesung mit Rahmenprogramm am 1. April in der Universität Witten/Herdecke zeigt die Schrecken eines der längsten Kriege in Europa.

Der dreißigjährige Krieg (1618-1648) war einer der brutalsten und längsten Kriege, die in Europa geführt wurden und wird darum auch als „Krieg der Kriege“ bezeichnet. An ihn erinnert eine Veranstaltung am Montag, den 1. April 2019 ab 19:30 Uhr im Audimax der Universität Witten/Herdecke. Im Zentrum des Abends steht die Lesung der Wittener Schauspielerin Jule Vollmer, die die dramatischen Szenen aus dem Roman „Till" von Daniel Kehlmann vorträgt. Martin Meyer, Wittener Buchhändler, wird das Buch näher vorstellen und auf weitere Literatur zum Thema hinweisen. Klaus-Bernhard Tetzlaff, Kulturbeauftragter der UW/H, wird eine kurze Einführung zu Vorgeschichte und Geschichte geben. „Es geht uns darum, zu zeigen, welche Bedeutung der dreißigjährige Krieg bis heute hat. Zum einen in den Köpfen der Menschen mit Sprichwörtern und Alltagsweisheiten. Aber auch in der Politik: Der Politologe Herfried Münkler hat darauf hingewiesen, dass im Nahen Osten ein Krieg wie der dreißigjährige jederzeit wieder möglich ist“, macht Tetzlaff den aktuellen Bezug deutlich. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Der dreißigjährige Krieg hatte alles, was einen Krieg ausmacht: Er forderte geschätzt sechs Millionen Tote unter Soldaten und Zivilbevölkerung, die durch Seuchen und Hungersnöte betroffen waren. Er hatte seine Wurzel in der Reformation und der sich daraus ergebenden Glaubensspaltung, war also auch ein Glaubenskrieg. Und: Natürlich ging es wie immer um Macht und Gebietsansprüche, in diesem Fall zwischen dem Habsburger Kaiser, Schweden und den Landesfürsten. Leidtragende waren die Bauern auf dem Land, denen die erstmals großen Söldnertruppen die Lebensgrundlage nahmen und viele Bauern wiederum Söldner werden mussten, um zu überleben.

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