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Kinderpalliativzentrum freut sich über Auszeichnung

v.l.n.r. Oberärztin Dr. Carola Hasan, Sr. Bianca, Stationsärztin Dr. Johanna Wahl, Sr. Christiane, Sr. Nicole von der Station Lichtblicke

v.l.n.r. Oberärztin Dr. Carola Hasan, Sr. Bianca, Stationsärztin Dr. Johanna Wahl, Sr. Christiane, Sr. Nicole von der Station Lichtblicke

Kinderpalliativzentrum freut sich über Auszeichnung

Deutscher Preis für Patientensicherheit 2017 (2. Preis) für ein Hygienekonzept geht an die Kinderpalliativstationin Datteln.

Die schwerstkranken Patienten auf der Station Lichtblicke im Kinderpalliativzentrum sollen am Stationsleben teilhaben können –  auch wenn sie Träger eines multiresistenten Erregers, eines sogenannten Krankenhauskeims,  sind. Wie das gehen kann, legt das im Kinderpalliativzentrum Datteln entwickelte Hygienekonzept PALLINI fest. In einer wissenschaftlichen Arbeit hat die Pflegewissenschaftlerin Dr. Pia Schmidt das innovative Konzept beschrieben und vorläufig evaluiert. Für ihre Studie wurde die junge Wissenschaftlerin Anfang Mai vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit 2017 (2. Preis) ausgezeichnet.  

Seit zwölf Jahren setzt sich das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., ein gemeinnütziger Verein aus Berlin, für eine sichere Gesundheitsversorgung ein. Das Netzwerk aus Vertretern der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände und der Patientenorganisationen hat sich zum Ziel gesetzt, die Patientensicherheit in Deutschland zu verbessern. Bei der 12. Jahrestagung des Bündnisses Anfang Mai wurden die Sieger des Deutschen Preises für Patientensicherheit 2017 ernannt. Diesen Preis hat der Verein vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um vorbildliche Beispiele von gelebter Patientensicherheit sichtbar zu machen. Beworben hatte sich dieses Mal auch die Pflegewissenschaftlerin Dr. Pia Schmidt vom Kinderpalliativzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln  - Universität Witten/Herdecke mit dem Hygienekonzept PALLINI. Das auf der Station Lichtblicke neu entwickelte Konzept gibt Kindern die Möglichkeit, trotz einer Besiedlung mit einem multiresistenten Erreger (MRE) am Stationsleben teilzunehmen. So können sie auch die psychosozialen Angebote wie beispielsweise die Kunst- oder Musiktherapie wahrnehmen, ohne die eigene Sicherheit oder die der Mitpatienten zu gefährden. Die junge Wissenschaftlerin überzeugte die unabhängige, mit Experten besetzte Jury mit ihrer Arbeit. Die Jury honorierte das palliativpflegerische Hygienekonzept mit dem zweiten Platz und 6.000 Euro Preisgeld. Mit dem Dattelner Palliativteam freut sich Pia Schmidt über die Auszeichnung und Wertschätzung ihrer Arbeit und die des gesamten Teams. Die Pflegewissenschaftlerin konnte den Preis  leider nicht selber in Empfang nehmen, da sie sich gerade in Elternzeit befindet.

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