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Malteser-Krankenhaus ist jetzt Referenz-Einrichtung für die „Wittener Werkzeuge“

Prof. Angelika Zegelin mit dem Team des Berliner Malteser-Krankenhauses

Prof. Angelika Zegelin (2.v.l.) mit dem Team des Berliner Malteser-Krankenhauses

Malteser-Krankenhaus ist jetzt Referenz-Einrichtung für die „Wittener Werkzeuge“

Die Universität Witten/Herdecke bietet seit zehn Jahren Beratung in der Pflege an.

Die „Wittener Werkzeuge“ sind ein Beratungsangebot, dass das Department Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke (UW/H) vor zehn Jahren entwickelt hat, um die Arbeit der Pflegekräfte zu optimieren. Es umfasst unter anderem Patientenkommunikation, Teamarbeit und Selbstpflege. Das Berliner Malteser-Krankenhaus und das angeschlossene Altenheim Haus Malta sind nach einem zweijährigen Prozess aus Schulungen und weiteren Maßnahmen nun als zweite Referenzeinrichtung nach dem Brüderkrankenhaus in Trier für die „Wittener Werkzeuge“ zertifiziert worden. „Auf der einen Seite brauchen Pflegende Werkzeuge für Beratungsgespräche mit Patienten und Angehörigen, sie brauchen aber auch eine geschulte Selbstwahrnehmung und die Arbeit im Team muss funktionieren“, beschreibt Prof. Dr. Angelika Zegelin, Pflegewissenschaftlerin der Universität Witten/Herdecke, den Ansatz des Angebots.

Wittener Werkzeuge

Denn nicht erst aus der Diskussion um den Mangel an Pflegekräften ist klar: Pflegende sind eben nicht nur für Essen und Waschen zuständig, sie sind viel mehr erster Ansprechpartner für Sorgen und Nöte der Patienten, von denen Ärzte nie hören. Für diese Zuwendung bleibt aber wenig bis gar keine Zeit, weil es zu wenig Pflegende gibt. Auch wegen dieser Frustration wandern viele gut ausgebildete Pflegende aus dem Beruf ab. „Als wir die Wittener Werkzeuge entwickelt haben, ging es darum, wie Pflegende besser mit Patienten, Angehörigen und Heimbewohnern kommunizieren. Es ging um Elemente wie Achtsamkeit, Einlassung, Mitgefühl, Ermutigung und Berührung. In der Pflege geht es ja typischerweise nicht um lange Beratungsprozesse, sondern um viele kleine und ermutigende Interaktionen“, erklärt Prof. Zegelin das Standbein „Patient-Care“.

Doch inzwischen ist auch klar: Wer den ganzen Tag – trotz Stress und Zeitvorgaben – freundlich und kompetent mit Patienten umgehen soll, muss auch selber mit sich im Reinen sein. Darum entstand in Zusammenarbeit mit dem Psychologen Günter Bamberger das zweite Standbein der „Wittener Werkzeuge“, der Bereich „SelfCare“. Es besteht aus Elementen wie Stärkung, Intuition und Selbstachtung. In den mehrtägigen Seminaren werden auch Themen wie Stolz auf den eigenen Beruf, Veränderungen einleiten und sich etwas Gutes gönnen“ angesprochen. Als dritter Bereich ist der Bereich „Team-Care“ dazugekommen, Pflege ist – wie bei einer Fußballmannschaft – in der Regel eine Teamleistung. In diesem Bereich geht es um gegenseitige Wertschätzung, kollegiale Beratung, gemeinsame Ziele, Konfliktbearbeitung, Respekt und die Frage, wie man die Diversität in einem Team nutzen kann.

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