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Patienten mit einer Behinderung beim Zahnarzt

Prof. Dr. Andreas Schulte

Prof. Dr. Andreas Schulte

Patienten mit einer Behinderung beim Zahnarzt

Prof. Schulte berichtet am 23. April 2018 in der Bürgeruniversität von den Anforderungen bei der Behandlung von Menschen mit Behinderungen.

„Jetzt den Mund bitte mal ganz weit aufmachen!“ Wer zum Zahnarzt geht, weiß vorher, dass er als Patient bei der Behandlung mithelfen muss. Doch wie sieht das bei Patienten aus, die das nicht können? Die z.B. aufgrund einer geistigen Behinderung plötzlich den Mund nicht mehr aufmachen oder auch mal ohne Vorwarnung zubeißen? Das ist das Spezialgebiet von Prof. Dr. Andreas Schulte, der an der Universität Witten/Herdecke seit 2015 den bundesweit einzigen Lehrstuhl für behindertenorientierte Zahnmedizin innehat. Er berichtet am Montag, den 23. April 2018 ab 20 Uhr in Haus Witten (Ruhrstraße 86, 58452 Witten) im Rahmen der Bürgeruniversität über diese Fragen. Der Eintritt beträgt 7,-, ermäßigt 5,- Euro. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse. Die Montagsreihe Bürgeruniversität im Haus Witten ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universität Witten/Herdecke (Fakultät für Kulturreflexion) und der Volkshochschule Witten | Wetter | Herdecke.

Prof. Schulte und sein Team behandeln pro Jahr ca. 1000 Patienten mit Querschnittslähmung, Blindheit, starkem Hörverlust, geistiger Behinderung, Mehrfachbehinderung oder seltenen Syndromen. „Oft ist diesen Patienten das Zähneputzen nicht selbstständig möglich und so sehen wir leider häufig Karies und Zahnfleischentzündungen, die durch mangelnde Pflege entstehen“, berichtet er aus seinem Alltag. Darum kämpft er für eine gute Vorsorge, um nicht später mit dem Bohrer die Folgen behandeln zu müssen. Und auch in der Ausbildung der Zahnärzte an der Universität Witten/Herdecke setzt er sich dafür ein, dass jeder angehende Zahnarzt die Besonderheiten dieser Therapien kennt. Die angehenden Zahnärzte sind bei der Untersuchung und Behandlung von vielen Patienten mit Behinderung dabei und führen bei einigen von ihnen unter Aufsicht Zahnreinigungen durch.

Am Ende seines Vortrags wird Prof. Schulte auch über die Zwischenergebnisse von zwei Studien berichten, die im letzten Jahr begonnen wurden. Dabei handelt es sich einmal um eine Studie zur Mundgesundheit von Patienten mit geistiger Behinderung, die in Werkstätten beschäftigt sind. Im Rahmen der zweiten Studie werden Angehörige von Patienten mit Down-Syndrom befragt, wie sie deren bisherige zahnärztliche Versorgung einschätzen und welche Wünsche sie an die Zahnärzteschaft haben.



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