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„Politik der Zukunftsfähigkeit“ von Reinhard Loske ist Umweltbuch des Jahres 2016

„Politik der Zukunftsfähigkeit“ von Reinhard Loske ist Umweltbuch des Jahres 2016

Der Professor für Politik, Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke setzt sich für eine „Nachhaltigkeitswende“ ein

Das Buch „Politik der Zukunftsfähigkeit“ von Prof. Dr. Reinhard Loske ist das Umweltbuch des Jahres 2016. Die Auszeichnung geht jährlich an ein oder mehrere Bücher, die im Laufe des Jahres die nachhaltigste Wirkung auf das Umweltbewusstsein in Deutschland entfaltet haben.

Klimakrise, Finanzkrise, Kriege, Flucht und Migration, Ressourcenkonflikte. Die Welt scheint im Moment verrückt zu spielen. „Momentan erleben wir eine Fülle von sich überlagernden Krisenphänomenen. Da fragen sich Viele, ob die Gesellschaft, die Politik und die Wirtschaft überhaupt noch handlungsfähig sind“, beschreibt Loske die Ausgangsfrage seines Buches. Der Professor für Politik, Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und erfahrene Politiker verbindet darin die verschiedenen Krisentendenzen analytisch. Denn sie haben für ihn gleichartige Ursachen, vor allem den Mangel an langfristigem Denken in politischen und ökonomischen Entscheidungsprozessen. Loske zeigt Wege aus den multiplen Krisen auf und beschreibt die „Konturen einer Nachhaltigkeitswende“. Dabei entwirft er ein institutionelles Design, das die Ziele Freiheit, Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit in einem demokratischen Ordnungsrahmen zusammenführt. Seine große Hoffnungsträgerin für einen nachhaltigen Wandel ist eine vitale Zivilgesellschaft. Diese soll durch politische und rechtliche Rahmenbedingungen dazu in die Lage versetzt werden, ihre schöpferischen Potenziale voll zu entfalten.

„Klar und strukturiert zeigt Reinhard Loske Vorläufer und Geschichte der Nachhaltigkeitsdebatten auf, ohne jedoch deren Versäumnisse zu verschweigen. Dabei werden liebgewonnene Irrtümer und Mythen bundesdeutschen Selbstverständnisses nicht verschont“, begründet Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, die diesjährige Wahl des Preisträges. „Der Autor entwickelt Inhalt und Ziel jeder Nachhaltigkeitspolitik entlang der Begriffe Effizienz, Substitution, Suffizienz, Subsistenz und Kooperation weiter, bleibt also nicht bei reiner Kritik stehen, sondern bietet auch Lösungen an. Dazu gehört die Weiterentwicklung von Ökosteuern zu einem allen Bürgern zu Gute kommenden ‚Ökobonus‘, der Abbau kontraproduktiver Subventionen wie der Pendlerpauschale, genauso wie die Fortentwicklung der institutionellen Organe des politischen Systems, zum Beispiel in Form eines Ministeriums für Nachhaltigkeit oder der Forderung nach einem Verfassungsziel ‚nachhaltigen Politik‘. Die konstruktiven Vorschläge betreffen sowohl die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse wie auch die Optionen des Individuums; sie bieten viel Reibungsfläche für so dringend benötigte Auseinandersetzungen. Das Buch ‚Politik der Zukunftsfähigkeit‘ zeigt einen Weg in eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft und ist allein schon deshalb lesenswert.“

Die Deutsche Umweltstiftung zeichnet regelmäßig das „Umweltbuch des Monats“ aus. Aus den monatlichen Preisträgern wird alljährlich das „Umweltbuch des Jahres“ gewählt. Gegründet wurde die Stiftung 1982 unter anderem von Udo Simonis, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Günter Grass und Bernhard Grzimek. Getreu ihrem Motto „Hoffnung durch Handeln“ setzt sie sich für den Erhalt der natürlichen Lebensräume der Menschen, Tiere und Pflanzen ein. Die Deutsche Umweltstiftung ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und die größte deutsche Bürgerstiftung für den Umweltschutz.

Reinhard Loske: Politik der Zukunftsfähigkeit. Konturen einer Nachhaltigkeitswende.
Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2015, 257 Seiten, 12,99 Euro
ISBN: 978-3-596-03221-1

Weitere Informationen: Prof. Dr. Reinhard Loske, reinhard.loske@uni-wh.de oder 02302 / 926-817

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Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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