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Risiken & Nebenwirkungen des EZB-Verhaltens – Geldpolitik aus der Nähe betrachtet

EZB Exkursion des Kurses Monetary Economics an der UW/H
Dr. Harald Loy mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses Monetary Economics.

Risiken & Nebenwirkungen des EZB-Verhaltens – Geldpolitik aus der Nähe betrachtet

Bei der Exkursion zur Deutschen Bundesbank hatten die Studierenden des Kurses Monetary Economics die Gelegenheit, Fragen zur Geldpolitik der EZB mit einem geldpolitischen Insider zu diskutieren.

Dr. Harald Loy aus der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW stellte in seiner Präsentation zunächst die aktuelle weltwirtschaftliche Lage dar, um danach in Interaktion mit den Studierenden die geldpolitischen Reaktionen der EZB seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise zu analysieren. Das Seminar mit den Studierenden aus den Bachelorstudiengängen Philosophie, Politik und Ökonomik sowie Business Economics behandelte insbesondere die Frage der Auswirkungen der ultraexpansiven Geldpolitik. Dabei ging es unter anderem um die Folgen für Konjunktur und Wirtschaft, Banken und Vermögenspreise. So betrachtet die Bundebank sehr intensiv die Preisentwicklungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt, um – im Rahmen der nationalen Möglichkeiten – frühzeitig einer drohenden Blasenbildung entgegen wirken zu können.

Prof. Dr. Dirk Sauerland, der die Wahlveranstaltung „Monetary Economics“ anbietet, freut sich über den inzwischen dritten Besuch mit Studierenden in Düsseldorf. „Das Modell unserer Studiengänge sieht immer eine Verzahnung von Theorie und Praxis vor. Im VWL-Bereich ist das manchmal etwas schwieriger als etwa in Controlling- oder Marketingveranstaltungen. Daher freuen wir uns sehr, dass die Bundesbank uns die Gelegenheit gibt, die theoretischen Grundlagen, die wir in der ersten Semesterhälfte erarbeitet haben, nun auf ihre Praxisrelevanz hin ‚testen‘ zu können.“

Auch die Studierenden waren von der Exkursion begeistert: „Herr Dr. Loy konnte unser Vorwissen noch weiter vertiefen und vor allem um eine interne Perspektive bereichern. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung ist zum einen unglaublich spannend, zum anderen aber auch extrem komplex. Gerade deshalb sind solche Veranstaltungen wichtig: Sie dienen nicht nur dem tieferen Verständnis, sondern auch einer verstärkt kritischen Reflexion über das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Gesellschaft.“, so Anabelle Körbel (PPÖ-Studentin). Johannes Cordier (PPÖ Student) ergänzt: „Es war sehr spannend die Bundesbank von innen zu sehen und die Möglichkeit zu haben mit einem Mitarbeiter zu sprechen, dessen Hauptaufgabe es ist geldpolitische Maßnahmen zu analysieren. Wir konnten dadurch einen besseren Bezug zu diesem Thema aufbauen.“

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