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Nachricht vom 21.09.2020
UniversitätGesundheit

Studierende gestalten das Gesundheitswesen mit - ein Zukunftsmodell?

Studierende gestalten das Gesundheitswesen mit - ein Zukunftsmodell?

Studierende gestalten das Gesundheitswesen mit - ein Zukunftsmodell?

Studierende gestalten das Gesundheitswesen mit - ein Zukunftsmodell?

Eine internationale virtuelle Konferenz „Learning by Contributing to Patient Care - Envisioning a New Role for Students“ findet am 4. und 5. November statt.

Zu Beginn der Corona-Pandemie bestand weltweit plötzlich ein großer Bedarf an Unterstützung, um die Krise zu bewältigen. Das Gesundheitssystem war überlastet und weitere Ressourcen mussten mobilisiert werden. Auch Medizin-Studierende kamen immer häufiger zum Einsatz, zum Beispiel in Intensivstationen oder auch mit neu entwickelten „Corona-Taxis“, mit denen Menschen in Quarantäne betreut wurden. Dabei leisteten die Studierenden durch ihr Engagement nicht nur einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, sondern lernten auch wesentliche Dinge für den ärztlichen Beruf wie Krisenmanagement, das Arbeiten in Teams oder Kommunikation. So stellt sich die Frage, ob Studierende künftig eine andere, für das Gesundheitssystem relevantere Rolle übernehmen können, bei der sie helfen, reale Probleme im Gesundheitswesen zu lösen und zu mehr Patientenorientierung beizutragen. Und würde ein solches „Lernen durch beitragen“, das an der Uni Witten/Herdecke (UW/H) bereits in Pilotprojekten angelegt ist, das Medizinstudium praxisnäher machen und die Studierenden auf den Beruf besser vorbereiten? Fragen wie diese werden auf der internationalen, virtuellen Konferenz „Learning by Contributing to Patient Care - Envisioning a New Role for Students“ behandelt, die am 4. und 5. November 2020 stattfindet. Organisiert wird sie vom Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Medizin (IBAM) an der UW/H in Zusammenarbeit mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgesellschaft und der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung. Hier ist die Anmeldung zur Konferenz möglich.

„Wir laden alle Interessierten ein, die Zukunft des Medizinstudiums weiterzudenken“, so Dr. Christian Scheffer, Oberarzt und Leiter der IBAM-Ausbildungsstation für PJ-Studierende im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und Leiter der Konferenz. „Die Corona-Pandemie war ein gutes Lehrstück bezüglich der Mitwirkung von Studierenden. Während in den Kliniken keine normalen Famulaturen oder klinischen Blockpraktika möglich waren, wurden Mithelfende dringend gebraucht. Deutschlandweit und international haben sich zahlreiche Studierende in Kliniken und Gesundheitsämtern engagiert, um bei der Bewältigung der Pandemie mitzuhelfen. Auf diese Weise wurden sie systemrelevant: Studierende waren nicht mehr nur Lernende, sondern Mitgestalterinnen und Mitgestalter.“

Dr. Beate Stock-Schröer vom IBAM und Organisatorin der Konferenz fügt hinzu: „Studierende schaffen es in vielen Fällen, eine Brücke zwischen Patientinnen und Patienten und einer professionellen Versorgung zu schlagen. Sie ersetzen dann nicht andere Kräfte im bestehenden System, sondern bringen einen kreativen Mehrwert.“

Weltweit wird zu diesem Thema geforscht, um innovative und zeitgemäße Module zum „Wertschöpfenden Studium“ (value-added education) zu entwickeln. Dazu gehört auch, interprofessionelle Wege zu finden und die Ausbildung im gesamten Gesundheitswesen neu zu denken. „Diese Vordenkerinnen und Vordenker holen wir virtuell an die Uni Witten/Herdecke“, sagt Dr. Christian Scheffer „Bei der internationalen Konferenz werden am 4. und 5. November international führende Forscherinnen und Forscher wie Adi Haramati, Elizabeth Gaufberg, Tim Dornan und Jed Gonzalo ihre Arbeit vorstellen und in interaktiven Workshops an Zukunftsmodellen arbeiten.“

Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind auf der Website zu finden. Fragen können per Mail an students-in-healthcare@uni-wh.de gestellt werden.
Die early bird Teilnahmegebühr bei einer Anmeldung bis zum 15. Oktober beträgt 50 Euro (Studierende frei), danach 70 Euro. Abstracts für Parallel Sessions können bis zum 4. Oktober über die Webseite eingereicht werden.

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