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Nachricht vom 15.10.2018
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Prof. Woesler schließt auf Buchmesse Kooperation mit Chinas Fremdsprachenverlag

Vierergruppe in der Mitte (von links): UW/H-Forscher Martin Woesler, Vize-Amtsleiter Liu Dawei (chinesisches Fremdsprachenamt), Kultur-Gesandter Zhao Weimin (chinesisches Konsulat Frankfurt), Vize-Chefredakteurin Xie Chen (Fremdsprachenverlag Peking)

Vierergruppe in der Mitte (von links): UW/H-Forscher Martin Woesler, Vize-Amtsleiter Liu Dawei (chinesisches Fremdsprachenamt), Kultur-Gesandter Zhao Weimin (chinesisches Konsulat Frankfurt), Vize-Chefredakteurin Xie Chen (Fremdsprachenverlag Peking)

Vize-Amtsleiter Liu Dawei (chinesisches Fremdsprachenamt) überreicht UW/H-Forscher Martin Woesler ein Buchgeschenk.

Vize-Amtsleiter Liu Dawei (chinesisches Fremdsprachenamt) überreicht UW/H-Forscher Martin Woesler ein Buchgeschenk.

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Prof. Woesler schließt auf Buchmesse Kooperation mit Chinas Fremdsprachenverlag

17 Bände der Reihe „China verstehen“ bieten einen Einblick in die offizielle chinesische Sichtweise auf das Reich der Mitte.

Der UW/H-Forscher Martin Woesler unterzeichnete am 10. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse einen Kooperationsvertrag mit dem Fremdsprachenverlag Peking. Prof. Woesler leitet ein etwa 50-köpfiges Team von Nachwuchs-Übersetzerinnen und -Übersetzern, mit dem er Bücher der Reihe China verstehen ins Deutsche übersetzen und veröffentlichen will.

Der Vizeleiter des Fremdsprachenamtes der chinesischen Regierung, Liu Dawei, gratulierte Woesler mit einem Buchgeschenk. Im Interview mit dem chinesischen Fernsehen erklärte er: „Solche Projekte wie diese Buchreihe und wie die Zeitschrift Lesen, die Auszüge chinesischer Literatur in acht Sprachen übersetzt, bringen chinesische Sichtweise und Kultur ohne Sprachbarrieren endlich den Menschen in der ganzen Welt nahe.“ Die stellvertretende Chefredakteurin des Fremdsprachenverlags Frau Xie Chen erklärte stolz, dass in der Reihe bereits 17 Bände erschienen seien. Dank der Kooperation sollen jedes Jahr mehrere Bände auf Deutsch verfügbar werden.

UW/H-Forscher Woesler weiß: „China ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln: es liegt uns fern, erscheint mysteriös bis exotisch. Die Medien zeichnen oft ein kritisches China-Bild. Diese Buchreihe zeigt unverfälscht und authentisch die offizielle chinesische Sichtweise auf das Reich der Mitte. So kann man sich ähnlich wie bei einer Chinareise aus erster Hand informieren. Das ist sehr wertvoll, nicht nur für die deutsche Öffentlichkeit, sondern auch für die Forscher, um die chinesische Sicht und Erklärungsweise zu verstehen. Die Wissenschaftler sind an der chinesischen Erklärung für scheinbare Paradoxien wie zum Beispiel ‚Einparteienherrschaft und Anspruch auf Demokratie’ interessiert.“

Die etwa 200-Seiten umfassenden Bände erklären Spannungsfelder wie Wirtschaftsentwicklung und Umweltschutz, Digitalisierung und soziale Transformation sowie Zukunftsentwürfe aus chinesischer Sicht. Die digitalkulturelle Fremdsteuerung der chinesischen Gesellschaft, unter anderem durch das Social Credit System, wird von chinesischen Bürgern überwiegend begrüßt. Um dies zu verstehen, analysiert UW/H-Forscher Woesler mit anderen DFG-Forschern solche authentischen, zugrunde liegenden Texte und Diskurse. Eines der Ergebnisse ist, dass es ein unterschiedliches Verständnis von Privatsphäre und Datenschutz in Deutschland gibt und das chinesische Gesellschaftsmodell nicht direkt auf unser Gesellschaftsmodell übertragbar ist.

Zwölf im letzten Jahr von Prof. Woesler redigierte Bücher, etwa zum ‚Chinesischen Traum’ und zur ‚Neuen Seidenstraße’ waren auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellt. Auch die Studierenden an der UW/H profitieren von der Forschung: In mehreren Lehrveranstaltungen erhalten sie anhand der Texte aus erster Hand einen direkten Einblick in das Riesenreich. Dieses Wissen kann im späteren Berufsalltag Gold wert sein.

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