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Valentina Pankratz gewinnt ersten Preis für die beste Wiederherstellung eines fehlenden Frontzahnes

Valentina Pankratz gewinnt ersten Preis für die beste Wiederherstellung eines fehlenden Frontzahnes

UW/H-Studentin gewinnt nationale Ausscheidung, am 6. Juni kann sie die weltbeste Nachwuchszahnärztin werden

Valentina Pankratz hat den ersten Preis für die beste Zahnrekonstruktion innerhalb der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz gewonnen. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis im Ceram-X-Wettbewerb geht zum vierten Mal an die Universität Witten/Herdecke (UW/H). Frau Pankratz wurde zum ersten Mal in einem Internetvoting ausgewählt. Am 6. Juni nimmt die Studentin, die im 10. Semester Zahnmedizin studiert, an der globalen Endausscheidung in Konstanz teil.

„Wir haben bei einem 14-jährigen Mädchen einen fehlenden Schneidezahn ersetzt“, erklärt ihr Tutor, Oberarzt Dr. Ljubiša Markovic, die Ausgangssituation. „Das Besondere dabei ist, dass wir das nicht mit einer konventionellen Brücke getan haben, sondern den Zahn mit glasfaserverstärktem Kunststoff in der Lücke aufgebaut haben. Dadurch mussten die Nachbarzähne, die bei einem Jugendlichen noch einen voluminösen Zahnnerv besitzen, nicht beschliffen werden.“ „Ein Implantat kam in dem Alter auch nicht in Frage, also blieb nur diese Art des Aufbaus“, ergänzt Valentina Pankratz das Behandlungskonzept.

Und so wurde zunächst eine „Aufhängung“ aus Glasfaser für den neuen Zahn errichtet, dann eine Art „Grundgerüst“ per Abformung aus Silikon gefertigt, auf dem dann der neue Zahn in einzelnen Lagen aufgebaut werden konnte. Das Ganze wurde zusätzlich kompliziert, weil die Patientin auf vielen Zähnen einige weiße Flecken, eine Hypomineralisation aufwies und darum die Farbgebung des neuen Zahnes nicht so einfach war. „Außerdem  haben wir  beide Eckzähne und den Zahn rechts vom mittleren Schneidezahn angeglichen und verbreitert, damit das Zahnbild schön symmetrisch wird“, erläutert Pankratz den Aufwand, der mit fünf Stunden im Behandlungsstuhl für alle anstrengend war.

Jedenfalls scheint es perfekt geklappt zu haben, denn Valentina Pankratz hat nun den Wettbewerb im deutschsprachigen Raum gewonnen. Am 6. Juni hat der Hersteller Dentsply alle nationalen Sieger weltweit zur internationalen Schlussrunde nach Konstanz eingeladen. „Wir drücken unserer Teilnehmerin alle Daumen“, wünscht der Leiter des Departments Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der UW/H, Prof. Dr. Stefan Zimmer. „Ich glaube, dass keine Uni den Preis schon so oft wie wir gewonnen hat. Vielleicht liegt das ja an der besonders praxisorientierten Ausbildung in unserem Studiengang“, vermutet er. Für Valentina Pankratz ist das eher Motivation: „Ich gehe jeden Tag in der Zahnklinik an den Urkunden der bisherigen Sieger vorbei. Wir nennen das  scherzhaft unsere ‚hall of fame‘. Und da  jetzt auch dazuzugehören, ist schon nett.“


Weitere Informationen bei: Prof. Dr. Stefan Zimmer, Stefan.Zimmer@uni-wh.de, 02302-926 663

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