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Meldung vom 04.05.2021
UniversitätWirtschaft und Gesellschaft

Wie können Familienunternehmen eine zukunftsfähige Führungsstruktur entwickeln?

Wie können Familienunternehmen eine zukunftsfähige Führungsstruktur entwickeln?

Neuer Praxisleitfaden des an der Universität Witten/Herdecke angesiedelten Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) zeigt auf, wie im Familienunternehmen der Übergang in eine neue Führungswelt gelingt.

Familienunternehmen repräsentieren in der Art, wie sie geführt werden, eine ganz eigene Welt. Im Gegensatz zu Nicht-Familienunternehmen stehen an der Spitze von Familienunternehmen Unternehmerinnen und Unternehmer, die drei unterschiedliche Funktionen in ihrer Hand vereinen: die des Eigentums am Unternehmen, die der Unternehmensführung und die des Oberhaupts der Unternehmerfamilie. Aus dieser Funktionseinheit resultieren unter bestimmten Voraussetzungen die für Familienunternehmen typischen Wettbewerbsvorteile. Diese Voraussetzungen – darunter insbesondere die zur unternehmensinternen Weiterentwicklung passenden Marktgegebenheiten – sind jedoch gerade bei wachstumsstarken Familienunternehmen vielfach nicht mehr gegeben.

Der neue WIFU-Praxisleitfaden „Postpatriarchale Führung“ setzt hier an und weist einen Weg heraus aus den gewohnten inhaberzentrierten Führungspraktiken hinein in eine postpatriarchale Welt – eine Welt, in der nach Möglichkeit der ureigenste Charakter unternehmerisch geführter Familienunternehmen bewahrt werden kann. Zum Einstieg wird erläutert, wann Führungsverhältnisse überhaupt unter existenziellen Veränderungsdruck geraten und worin die prägendsten Merkmale des für Familienunternehmen typischen Führungsgeschehens bestehen. Darauf aufbauend werden die Schlüsselstellen in der Transformation der angestammten Führungs- und Organisationsverhältnisse beleuchtet und konkrete Schritte im Anstoßen des angestrebten Transformationsprozesses vorgestellt. Abschließend erfahren die Leserinnen und Leser, welche Merkmale postpatriarchale Führungs- und Organisationsverhältnisse kennzeichnen.

„Der Übergang zu postpatriarchalen Führungsverhältnissen ist in der Tat eine ganz heikle Phase im Lebenszyklus von Familienunternehmen“, so Prof. Dr. Rudolf Wimmer, Autor des Leitfadens und apl. Professor am WIFU-Stiftungslehrstuhl für Führung und Dynamik von Familienunternehmen. „Sein Gelingen braucht über mehrere Jahre hinweg viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit aller verantwortlichen Entscheidungsträger.“

Alle WIFU-Praxisleitfäden stehen auf der Homepage des WIFU (www.wifu.de/bibliothek) kostenlos zur Verfügung.

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Weitere Auskünfte erteilt Dr. Ruth Orenstrat unter ruth.orenstrat@uni-wh.de oder +49 2302 926-506.

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Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit über 2.700 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Witten/Herdecke ist in Deutschland der Pionier und Wegweiser akademischer Forschung und Lehre zu Besonderheiten von Familienunternehmen. Drei Forschungs- und Lehrbereiche – Betriebswirtschaftslehre, Psychologie/Soziologie und Rechtswissenschaften – bilden das wissenschaftliche Spiegelbild der Gestalt von Familienunternehmen. Dadurch hat sich das WIFU eine einzigartige Expertise im Bereich Familienunternehmen erarbeitet. Ein exklusiver Kreis von rund 75 Familienunternehmen macht dies möglich. So kann das WIFU auf Augenhöhe als Institut von Familienunternehmen für Familienunternehmen agieren. Mit derzeit 20 Professoren leistet das WIFU seit mehr als 20 Jahren einen signifikanten Beitrag zur generationenübergreifenden Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen.

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