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Negative: Glück und seine Gegenbilder bei Adorno / Wittener Kulturwissenschaftliche Studien Bd. 8

Kultur
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Autor:

Rath, Norbert

Im Zentrum der Philosophie Theodor W. Adornos steht eine Kritische Theorie des Glücks. Aber eine positive Bestimmung dessen, was Glück sei, ist von Adorno nicht zu erwarten. Glück kann in seiner Sicht kein unmittelbarer Gegenstand der Theorie sein. Konkretisierbar wird es allenfalls durch seine Gegenbilder. Daher gruppieren sich um das offen gelassene Zentrum eine Reihe von ‘negativen‘ Disziplinen: kritische Geschichts- und Gesellschaftstheorie, Ästhetik und Kulturtheorie, Anthropologie und Metaphysik. Dass die „vollendete Negativität, einmal ganz ins Auge gefasst, zur Spiegelschrift ihres Gegenteils zusammenschießt“ (Minima Moralia), ist die verborgene Hoffnung in Adornos ‘negativer‘ Reflexion. Der Philosoph des ‘Bilderverbots‘ verwendet (wie Benjamin und wie Nietzsche, von dem Adorno trotz dessen Wirkungsgeschichte fasziniert bleibt) an zentralen Stellen seines Werkes uneindeutige Metaphern. Die ästhetischen Aspekte seiner Philosophie haben die Irritation und Kritik von Jürgen Habermas hervorgerufen. Alexander Kluge dagegen überschreitet – inspiriert von Adorno – in seinen Montagen bewusst die Gattungsgrenze zwischen Philosophie und Literatur.

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