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Lernen & Arbeiten auf der ASIM

Auf der Ausbildungsstation betreuen drei bis vier Medizinstudierende im Praktischen Jahr (letztes Jahr im Studium) bis zu zehn Patienten einer allgemeinen internistischen Station im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. Die Studierenden sind dabei so weit wie möglich selbständig tätig: Von der Aufnahme der Patienten über die Visite bis zum Entlassungsbrief. Jeder aufgenommene Patient wird am selben Tag mit einem Lehrarzt besprochen, gemeinsam wird das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen geplant. Zudem finden wöchentlich Lehrvisiten statt. Die Studenten nehmen an den Stationsbesprechungen der Pflegenden teil und gestalten die Therapiebesprechungen mit den Therapeuten mit.

Themenbezogener Unterricht zu den aktuellen klinischen Fragestellungen und den behandelten Patienten findet täglich statt. Praktische Fertigkeiten wie venöse und arterielle Blutentnahmen, Sonographie, Aszites- und Pleurapunktionen werden je nach Fähigkeit und Schwierigkeitsgrad eigenständig oder angeleitet unter Supervision durchgeführt. Klinische "Mini"-Prüfungen (der sogenannte Mini-C-EX: "Mini Clinical Evaluation Exercise") machen den jeweiligen Lernbedarf ansichtig und unterstützen das kontinuierliche Lernen.

Anthroposophische Medizin in dieser Phase der Ausbildung bedeutet, neben der Weiterentwicklung bereits angelegter therapeutischer Fähigkeiten die biographische Dimension einer Erkrankung zu erfassen und in der Behandlung zu berücksichtigen.  Äußere Anwendungen, rhythmische Massage, künstlerische Therapien, Heileurythmie sowie anthroposophische und naturheilkundliche Heilmittel erweitern die Schulmedizin. Aufbauend auf den bereits im Begleitstudium erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten lernen die Studierenden unter Supervision, wie integrative Medizin in der Praxis verwirklicht werden kann. Die Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Verfahren werden konkret erfahrbar. Zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und zur Reflexion der Interaktionen mit den Patienten wurde auf Wunsch der Studierenden eine zweiwöchentliche Fallsupervision eingeführt, ähnlich einer Balintgruppe.

Die PJ-Studierenden werden bei ihrer Arbeit supervidiert und angeleitet.

Im Patienten-bezogenen Unterricht wird das bisherige Vorgehen reflektiert und die aufgekommenen Fragen sowie die nächsten Schritte in der Diagnostik und Therapie diskutiert.

Zusätzliche Information

Kontakt

Barbara Pfrengle-Längler
Sekretariat
Tel.: +49 (0)2302 / 926-733

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