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NRW-Lehrpreis 2015

NRW-Lehrpreis 2015 geht an die Ausbildungsstation der Uni Witten/Herdecke im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

Dr. Christian Scheffer (2.v.r), Leiter der Ausbildungsstation gemeinsam mit Dr. Gabriele Lutz (Leiterin Klinisches Reflexionstraining, 2.v.l) sowie mit Maria Paula Valk-Draad (Koordination, 3.v.r.), Dr. Marzellus Hofmann (Prodekan Lehre UWH, 1.v.r.), Stephanie Frank (Stationsleitung, 1.v.l) und den PJ-Studierenden der Ausbildungsstation
Medizinstudierende im praktischen Jahr (PJ) lernen eigenständiges Arbeiten und reflektieren ihre Behandlungsmethoden

Medizinstudierende im praktischen Jahr (PJ) lernen eigenständiges Arbeiten und reflektieren ihre Behandlungsmethoden

Die Ausbildungsstation der Universität Witten/Herdecke im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke ist mit dem NRW-Lehrpreis 2015 ausgezeichnet worden. Beim landesweiten Treffen der medizinischen Fakultäten in Nordrhein-Westfalen am Freitag, den 13.11.2015, wurde der mit 5.000 Euro dotierte Preis gleich zwei Mal vergeben: Die aus Medizinstudierenden verschiedener Universitäten bestehende Jury verlieh ihn drei Studierenden der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn für ein rein studentisch geleitetes Sonographie-Projekt und eben der Universität Witten/Herdecke.

Deren Ausbildungsstation in der internistischen Abteilung des Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke verbindet zwei Ziele: eine praxisnahe Ausbildung von Medizinstudierenden und eine gute Patientenversorgung. Die Studierenden sind dabei möglichst eigenständig für die Behandlung der Patienten und die damit verbundene Stationsarbeit zuständig. Supervidiert werden sie von Ärzten, die Lehrvisiten durchführen, unterrichten, die Tätigkeit der Studierenden korrigieren und die ärztliche Verantwortung für die Behandlung der Patienten übernehmen.

Die Idee der Ausbildungsstation beruht darauf, dass Studierende vieles mitbringen, wovon die Patienten profitieren können: Engagement, Interesse, Zeit, Enthusiasmus, Wissen uvm. In der ärztlich unterstützten Betreuung der Patienten können wiederum die Studierenden vieles lernen, was ihnen kein Buch, keine Vorlesung und keine Simulation bieten kann: das Erfassen der Notsituation eines realen Patienten, die Entwicklung einer ärztlichen Grundhaltung in Auseinandersetzung mit einem Patientenschicksal, die Bewältigung von organisatorischen Aufgaben im Stationsalltag, Zeitmanagement, die Kommunikation mit Pflegenden, Therapeuten, ärztlichen Kollegen sowie Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Die dabei auftretenden persönlichen, kommunikativen, und moralischen Fragestellungen werden in begleitenden Reflexionsgruppen unter der Leitung einer Ärztin für Psychosomatik bearbeitet und individuelle realitätstaugliche Handlungsoptionen entwickelt.

Mit dieser Kombination aus begleiteter, verantwortlicher Praxis und Reflexion sollen die Studierenden besser auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden. Das Konzept stammt von der Arbeitsgruppe des Integrierten Begleitstudiums Anthroposophische Medizin und wurde gemeinsam mit Studierenden entwickelt. In der begleitenden wissenschaftlichen Evaluation konnte gezeigt werden, dass die Ausbildungsstation nicht nur von Studierenden sondern auch von den Patienten positiv erfahren wird, insbesondere in Bezug auf eine empathische und Patientenzentrierte Kommunikation. Aufgrund des Erfolges wurde das Konzept mittlerweile auch in der Neurologie und in der Kinderheilkunde umgesetzt, in der Chirurgie ist eine Ausbildungsstation im Aufbau.

Weitere Informationen bei Dr. med. Christian Scheffer, 02330-623468, christian.scheffer@uni-wh.de und unter www.ausbildungsstation.de

Zusätzliche Information

Kontakt

Barbara Pfrengle-Längler
Sekretariat
Tel.: +49 (0)2302 / 926-733

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