Navigation ab zweiter-Ebene



Warum eine ASIM?

Das deutsche Medizinstudium leidet an einem fehlenden Praxisbezug. So sieht es zumindest die Mehrzahl der Absolventen deutscher Hochschulen. Bei einer Umfrage des Gütersloher Zentrums für Hochschulentwicklung (www.che.de/downloads/AP57_Anhang_213.pdf) gaben sie ihrem Medizinstudium in Bezug auf die Ausbildung "klinisch-praktischer Fähigkeiten" die "Schulnote" 4,4 (!). Viele Studienabbrecher geben als Hauptgrund für den Abbruch ihres Medizinstudiums an, dass ihnen der Praxisbezug fehle. Auch das Praktische Jahr, in dem die Studierenden vor Ende ihres Studiums Praxistauglichkeit erwerben sollen, wird von vielen Studierenden kritisch gesehen (www.thieme.de/viamedici/index.html). Nach regelmäßigen Umfragen von Via Medici fühlen sich viele als billige Arbeitskraft missbraucht, ungenügend auf die beruflichen Aufgaben vorbereitet und durch das PJ in ihrer Motivation für den ärztlichen Beruf verunsichert.

Die 2002 in Kraft getretene Approbationsordnung sollte Abhilfe  schaffen und einen stärkeren Praxisbezug im Medizinstudium verankern. Die Umsetzung erweist sich jedoch als schwierig. Die Ausbildung angehender Kollegen und Versorgung stationärer Patienten konkurrieren um die knappe Zeit der klinisch tätigen Ärzte. Im Zweifelsfall fällt die Ausbildung weg und die Studierenden werden zu in erster Linie zu Hilfsarbeiten herangezogen. Studierende erleben sich daher häufig als passive Mitläufer oder als willkommene Hakenhalter im OP. Strukturierter klinischer Unterricht, Lehrvisiten und Supervision bei beginnender eigener ärztlicher Tätigkeit sind eher die Ausnahme als die Regel.

In der Ausbildungsstation werden Lehre und Patientenversorgung nicht miteinander in Konkurrenz gebracht, sondern unterstützen sich gegenseitig. Die Studierenden übernehmen – entsprechend ihren Möglichkeiten - sämtliche Aufgaben des Stationsarztes. Dieser hat damit Zeit, sich um die Anleitung und Supervision der jungen Kollegen zu kümmern. Der Unterricht auf der Ausbildungsstation findet fallbezogen statt: Anhand der Fragen zu ihren Patienten diskutieren die Studierenden Befunde wie EKG, Röntgenbilder usw. mit Fachärzten. Sie lernen an den Fragen der Praxis und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse zugleich für die Betreuung ihrer Patienten.

Kurvenvisite vor dem Patientenbesuch: die PJ-Studierenden stellen ihre Patienten vor und diskutieren mit dem Lehrarzt das weitere Vorgehen.

Zusätzliche Information

Kontakt

Barbara Pfrengle-Längler
Sekretariat
Tel.: +49 (0)2302 / 926-733

Social Networks


Social Feedback