Silhouette Universität Witten/Herdecke
Fakultät für Gesundheit

    Institut für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen (IEKG)

    Team des Instituts für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen (IEKG)
    Team des Instituts für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen (IEKG)
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    Das Institut beschäftigt sich in Forschung und Lehre schwerpunktmäßig mit Fragestellungen der Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen.

    Unsere Perspektiven

    • Ein Testfall für eine Ethik ist der Umgang mit Vulnerabilität (Verletzlichkeit). Grundsätzlich ist jede Person aufgrund ihrer Leiblichkeit und Endlichkeit vulnerabel. Durch Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Behinderung wird das sicht- und spürbar.
    • Vulnerabilität äußert sich im Gesundheitswesen darin, dass Patientinnen und Patienten Grund, Bedeutung und Tragweite von medizinischen Maßnahmen nicht verstehen oder sich einfach fremd im Krankenhaus fühlen. Das erfordert eine erhöhte Verantwortung und Aufmerksamkeit durch die Vertreterinnen und Vertreter der Heilberufe.
    • Der Umgang zwischen Akteuren im Gesundheitswesen ist immer auch von Institutionen und Ressourcen mitbestimmt.

    Unsere Fragestellungen

    • Welchen ethischen Status haben Patientinnen und Patienten?
    • Welches Selbstverständnis verfolgen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte?
    • Wie sind Versorgungsprozesse im Gesundheitswesen organisiert?
    • Welche Bedeutung haben Endlichkeit und Sterblichkeit für die Auffassung von Gesundheit und Krankheit?

    Im Rahmen der Lehrveranstaltungen im Modellstudiengang Medizin der Universität Witten/Herdecke stehen ethische und kommunikative Fragestellungen im Mittelpunkt, die sich insbesondere auf folgende Themen beziehen:

    • „Problemorientiertes Lernen“ im Bereich „Ethik in der Medizin“
    • Ethik der Vulnerabilität
    • Simulationspatientenkontakt und Anamnese
    • Palliativmedizin (Schwerpunkte: Ethik, Recht, Kommunikation)
    • Geschichte der medizinischen Ethik

    Der Bereich Kommunikation des IEKG forscht zu Fragen der Arzt-Patient- und der Pflege-Patient-Beziehung sowie zur ärztlichen Urteilsentwicklung. Im Wittener Medizinstudium ist das Institut verantwortlich für die Lehre im Bereich der Arzt-Patient-Kommunikation.

    Unser Lehrangebot soll den Studierenden ermöglichen, Kommunikationsprozesse anhand von Modellen theoretisch zu erfassen, kommunikatives Verhalten in Praxissituationen einzuüben und gemeinsam zu reflektieren. Besonderen Wert legen wir dabei auf die praktische Ausbildung. An deren Beginn steht der Simulationspatientenkontakt (SPK). In Seminaren besprechen wir zuvor gefilmte Simulationsgespräche zwischen Studierenden sowie Patientinnen und Patienten mit geschulten Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen sowie den Kommilitonen. Später bekommen die Studierenden die Gelegenheit, das Arzt-Patient-Gespräch in realen Kontexten zu trainieren.

    Die curriculumsbasierte und longitudinale Lehre kommunikativer Kompetenzen ist ein Alleinstellungsmerkmal der Universität Witten/Herdecke. Das Curriculum und die Lehre zur Kommunikation in der Medizin haben in den letzten Jahren Aufmerksamkeit in der überregionalen Presse erfahren, weil Journalistinnen und Journalisten zunehmend nach einer guten Ausbildung künftiger Medizinerinnen und Mediziner fragen.

    Forschungskolloquium für Doktoranden

    Es finden regelmäßige Kolloquien statt, bei denen empirisch angelegte Abschlussarbeiten und Dissertationsprojekte vorgestellt und diskutiert werden.

    Palliativmedizin

    Das Ziel der Lehre ist es, eine reflektierte und lernfähige Arztpersönlichkeit auszubilden. Sie soll die rechtlichen Bestimmungen, die ethische Verantwortung und die systemischen Bedingungen im medizinischen Feld kennen und im Handeln berücksichtigen.

     

    • Theoriebildung: Ethik im Gesundheitswesen
    • empirische Ethikforschung in klinischen Feldern (Schwerpunkte: Intensivmedizin, Palliativmedizin, Allgemeinmedizin)
    • Methodenlehre
    • Forschungsethik
    • Lehrevaluationsforschung
    Diskursprojekte zur gesellschaftlichen Diskussion um Sterben und Tod
    Ethik als nichtexklusiver Schutzbereich
    Publizistik und Dienstleistungen

    Hier finden Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen:

    Prof. Dr. Martin W. Schnell Institutsdirektor, siehe auch Lehrstuhl für „Sozialphilosophie und Ethik

    Christine Dunger

    Lehrstuhl für Sozialphilosophie und Ethik

    Dana Thies

    Katharina Fetz

    Marie Mey

    Lukas Nehlsen