Silhouette Universität Witten/Herdecke
Department für Pflegewissenschaft

    Lehrstuhl für Multiprofessionelle Versorgung chronisch kranker Menschen

    Der Lehrstuhl wurde neu eingerichtet und hat die Aufgabe, Fragen der Zusammenarbeit von Gesundheits- und Nichtgesundheitsberufen in der multiprofessionellen Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen zu bearbeiten. Fokussiert werden Konzeptentwicklungen und Innovationen für die passgenaue Unterstützung, Betreuung, Schnittstellengestaltung und Versorgung von Menschen mit chronischen Einschränkungen des Selbstmanagements, insbesondere die multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz. Die Ausrichtung in Forschung und Lehre vertieft insbesondere intra- und interorganisationale Kooperations- und Abstimmungserfordernisse zwischen den Einrichtungen, den Berufsgruppen und den Betroffenen sowie darauf bezogene innovative Konzepte im Bereich der Personal- , und Organisations- aber auch der fachlichen Qualitätsentwicklung. Ziel ist es, Gesundheits- und Nichtgesundheitsberufe durch Forschung und Lehre dabei zu unterstützen, gemeinsam bedarfsgerechte Strategien für die Gestaltung komplexer Versorgungssituationen zu entwickeln und zu gestalten. Dazu gehört auch der Blick auf eine interorganisationale Netzwerkbildung zur Minderung von personen- und organisationsbezogenen Schnittstellen.

    Gesundheitsberufe und Nicht-Gesundheitsberufe müssen Schnittstellen der Versorgung und innovative Gestaltungskonzepte gemeinsam gestalten

    Als „Versorgungsbeteiligte“ werden hier nicht nur die interaktionsnahen Gesundheits- und Sozialberufe verstanden, sondern auch rahmensetzende Nicht-Gesundheits-Berufsgruppen aus technischen, politischen, stadtplanerischen, juristischen und ökonomischen Tätigkeitsfeldern, die indirekten, strukturbildenden Einfluss auf die Versorgung nehmen. Insofern ergibt sich der Arbeitsschwerpunkt der Entwicklung, Gestaltung und Evaluation von entsprechenden Versorgungskonzepten unter Einschluss der erforderlichen Kooperationen der beteiligten Berufsgruppen und Einrichtungen untereinander sowie der bedarfsgerechten Abstimmung mit den Betroffenen.

    Der Lehrstuhl ist gleichzeitig verantwortlich für die Leitung und Durchführung des multiprofessionellen, berufsbegleitenden Masterstudiengangs „multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen“, in dem Gesundheits- und Nicht-Gesundheitsberufe gemeinsame Konzepte zur Verbesserung der multiprofessionellen Versorgung entwickeln.

    Vor diesem Hintergrund liegt ein weiterer Arbeitsbereich des Lehrstuhlteams auf dem Gebiet der Entwicklung multiprofessioneller Lehr-/Lernformen für Hochschulen.

    Im Rahmen der Ausrichtung des Lehrstuhls werden folgende inhaltliche Schwerpunkte in der Lehre vertreten:

    • Quantitative und qualitative Ansätze und Methoden der Versorgungsforschung mit Schwerpunkt Umsetzungs- und Evaluationsforschung
    • Lebensweltorientierte Ansätze zur multiprofessionellen Betreuung und Versorgung chronisch kranker Menschen auf System-, Organisations- und Interaktionsebene in stationären und ambulanten Settings
    • Innovations-, Qualitäts- und Projektmanagement in der Versorgung     
    • Kompetenzentwicklung der Berufsgruppen in Versorgungskontexten
    • Sozialrechtliche und technische Rahmenbedingungen
    • Praxisentwicklungsprojekte in stationären und ambulanten Settings für multiprofessionelle Versorgungszusammenhänge, insbesondere für Menschen mit Demenz
    • Kompetenzentwicklung am Arbeitsplatz „Pflege“
    • Verläufe und Kontextfaktoren bei chronischen Erkrankungen und Demenz
    • Organisations- und Innovationsforschung
    • Multiprofessionelle Lehr-/Lernformen

    Ausgewählte Projekte

    AKiP – Arbeitsprozessintegrierte Kompetenzaktivierung und -entwicklung in der Pflege
    „Gestalten und Erleiden“ im Krankheitsverlauf – ein Multimethodenprojekt zur Analyse komplexer Wechselwirkungsprozesse innerhalb der Lebens- und Versorgungssituation jungerkrankter Parkinsonbetroffener (YOPD’s)
    Multiprofessionelle Hochschuldidaktik
    Hilfsmittelversorgung
    Jahr
    Titel
    Autor
    Art des Beitrags
    2017
    Kooperative Qualitätsentwicklung als ein Gegenstand partizipativer Interventionsforschung.
    Höhmann U.
    Buchbeitrag
    2016
    Belastungen im Pflegeberuf: Bedingungsfaktoren, Folgen und Desiderate
    Ulrike Höhmann, Manuela Lautenschläger, Laura Schwarz
    Buchbeitrag
    2016
    Properties, promotive and obstructive conditions of multi-professionalteaching and learning of health-professions and non-health professions: an explorative survey from the perspective of teachers.
    Schmitz D, Höhmann U
    Fachartikel (Zeitschriften)
    2015
    Die Auswirkungen musikalischer Interventionen auf Menschen mit Demenz in niederschwelligen Betreuungsgruppen: Eine qualitative Studie über das Erleben pflegender Angehöriger
    Lautenschläger M, Knörr AL, Höhmann U, Schilder M
    Fachartikel (Zeitschriften)
    2014
    Komplexe Wirkungszusammenhänge in der Pflege Erforschen: Konzepte statt Rezepte.
    Höhmann U, Bartholomeyczik S
    Fachartikel (Zeitschriften)
    2014
    Die Pflegedokumentation in der stationären Altenpflege: Paradoxe Sicherheiten.
    Höhmann, U
    Buchbeitrag
    2013
    Mobbing als entgrenzte Karrierestrategie in Umstrukturierungs-prozessen: Einige Überlegungen zu Mobbing fördernden Rahmenbedingungen in pflegebezogenen Arbeitsfeldern.
    Höhmann U In: Pflege& Gesellschaft
    Fachartikel (Zeitschriften)
    2013
    Wahrnehmen als Aufgabe der empirischen Sozialforschung.
    Höhmann U, Höhmann P
    Buchbeitrag
    2012
    Zur Diskussion: Qualitätsentwicklungaktivismus oder aktiveTransformationsstrategien des Managements in der stationären Altenpflege.
    Höhmann U
    Fachartikel (Zeitschriften)
    2010
    Der Deutsche Expertenstandard Entlassungsmanagement aus stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens.
    Wiedenhöfer D, Eckl B, Heller R, Frick U (Hg.)
    Buchbeitrag
    2009
    Pflegestützpunkte als Brücken im System. Anmerkungen zu Vernetzungschancen
    Höhmann U
    Artikel
    2008
    Berufseinmündungs-und -verbleibsstudie Hessischer PflegewirtInnen – eine Studie des Hessischen Instituts für Pflegeforschung (HessIP).
    Höhmann U mit Panfil EM, Stegmüller K, Krampe EM
    Fachartikel (Zeitschriften)
    1996
    Die Bedeutung des Pflegeplanes zur Qualitätssicherung in der Pflege.
    Höhmann, U.; Weinrich, H.; Gätschenberger, G.
    Projektbericht
    Bei allgemeinen Anfragen wenden Sie sich bitte an
    Claudia Kuhr
    Bei allgemeinen Anfragen wenden Sie sich bitte an

    CLAUDIA KUHR

    Sekretariat
    Fakultät für Gesundheit (Department für Pflegewissenschaft) (Lehrstuhl für familienorientierte und gemeindenahe Pflege)