Silhouette Universität Witten/Herdecke
Fakultät für Kulturreflexion

    Gastprofessuren

    Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr. Dieter Vieweger

    Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr.
    Dieter Vieweger

    Fakultät für Kulturreflexion - Studium fundamentale
    Arbeitsbereich Geschichte
    Gastprofessor

    Tel.: +49 (0)202 / 439-1004

    E-Mail: Dieter.Vieweger@uni-wh.de

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    Seit 2002 ist Dieter Vieweger Gastprofessor an der Universität Witten/Herdecke und leitet Seminare für den Arbeitsbereich Geschichte.

    Er bietet in den Wintersemestern Lehrveranstaltungen zur Kulturgeschichte des Nahen Ostens oder zu dessen modernen Auseinandersetzungen an, ebenso Lehrveranstaltungen zu Nordostafrika. Zudem gibt er Seminare zu geschichtlichen Themen der monotheistischen Religionen, zur Geschichte der biblischen Literatur sowie des Korans und deren Traditionen.

    Während der Sommersemester werden Exkursionen in den Nahen Osten ausgeschrieben, zumeist nach Israel und Palästina. Sie haben verschiedene Schwerpunkte, zum Beispiel Archäologie oder moderne Konfliktgeschichte.

    Forschung

    Dieter Vieweger ist Archäologe mit den Schwerpunkten Vor- und Frühgeschichte sowie Theologe. Er leitet zwei Forschungsinstitute:

    Im Auftrag dieser beiden Institute erforscht er die Geschichte sowie Religionsgeschichte Israels und Palästinas. Dabei führt er große Ausgrabungsprojekte durch:

    • Gadara Region Project (seit 2001)
    • Projekt Stadtgeschichte Jerusalem (Grabung in der Altstadt Jerusalems von 2009 bis 2014 sowie Grabung auf dem Zionshügel seit 2015).

    Die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse an die jüngeren Generationen ist eines seiner erklärten Ziele. Deshalb schreibt Dieter Vieweger auch Kinder- und Jugendbücher wie „Das Geheimnis des Tells“ oder „Abenteuer Jerusalem“.

    Über die politischen und religiösen Spannungen im Nahen Osten hat er zudem unter anderem das populäre Sachbuch „Streit um das Heilige Land“ verfasst. Mit ihm will er einer interessierten Öffentlichkeit die Komplexität des israelisch-palästinensischen Konflikts nahebringen.

    Univ.-Prof. Dr. Dirk Rustemeyer

    Univ.-Prof. Dr.
    Dirk Rustemeyer

    Fakultät für Kulturreflexion - Studium fundamentale
    Arbeitsbereich Philosophie
    Gastprofessor

    Die Welt des Alltags ist eine Ordnung von Ähnlichem: Straßen, Nachbarschaften, Werkzeuge, Regale, Mülleimer, Spiele, Arbeitsvorgänge oder Sprachen ordnen Verschiedenes zu Ähnlichem. Milieus des mehr oder weniger Vertrauten entstehen. Massenmedien wie Zeitungen oder Fernsehen zeigen Welt als Ordnung dessen, was zusammen vorkommt: als Kultur. Grenzen einer Kultur machen sich als Grenzen der Vertrautheit bemerkbar: Wir wissen dann nicht mehr, wie es weitergeht, welche Übergänge angemessen sind, wo wir suchen sollen, wozu etwas dienlich ist oder gegen welche Erwartungen gerade verstoßen wurde.

    Kulturen sind Zeichen-Ordnungen. Zeichen – zum Beispiel Sprache, Bilder, Zahlen, Gesten oder Klänge  – unterscheiden etwas, versammeln es und setzen es in vielfältige Beziehungen zueinander. Weil ihre Mannigfaltigkeit sich eindeutigen Bestimmungen entzieht, durchkreuzen Zeichen und Kulturen den Traum vom Wissen als einer Ordnung logischer Beziehungen. An die Stelle der Frage nach Wahrheit oder dem Was-sein von etwas tritt das experimentelle Erproben von Unterscheidungen: Wie verschieden kann etwas sein, um ähnlich gemacht zu werden? Wie viel Verschiedenheit und Ähnlichkeit vermag eine Darstellung zu kombinieren?

    Forschung und Lehre

    Mit den genannten Fragen beschäftigt die Professur sich in Forschung und Lehre. Bezüge zu den Künsten – Kino, Malerei, Theater oder Literatur – bieten philosophischen Begriffen und Fragen Anschaulichkeit und exemplarische Zugänge. Philosophiegeschichtliche Reflexionen erweitern den Fragehorizont, indem sie die Tragweite philosophischen Arbeitens thematisieren.

    Zur Person

    Bereits seit 1997 lehrt Dirk Rustemeyer Philosophie an der UW/H. Er folgte im Jahr 2002 dem Ruf an die Universität Trier, um seine Arbeit am Lehrstuhl für Bildungsphilosphie / Allgemeine Pädagogik aufzunehmen. Mit der Fakultät für Kulturreflexion bleibt er als Gastprofessor für Philosophie seither eng verbunden.

    Weitere Informationen unter www.dirkrustemeyer.de

    Prof. Dr. Georg Simonis

    Prof. Dr.
    Georg Simonis

    Fakultät für Kulturreflexion - Studium fundamentale
    Arbeitsbereich Politikwissenschaften
    Gastprofessor

    Seit dem Wintersemester 2014/15 ist Georg Simonis Gastprofessor an der Universität Witten/Herdecke. Zuvor hatte er hier bereits über mehrere Semester Lehraufträge mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen wahrgenommen.

    Bis 2008 leitete er an der FernUniversität in Hagen am Institut für Politikwissenschaft das Lehrgebiet Internationale Politik. Dort ist er weiterhin in der Lehre am interdisziplinären Masterstudiengang „Umweltwissenschaften“ beteiligt.

    Die Vermittlung eines historisch offenen, pluralen und gleichzeitig normativ gebundenen Theorie- und Realitätsverständnisses stehen im Zentrum der Gastprofessur an der Universität Witten/Herdecke. In der Lehre im Bereich der Internationalen Beziehungen verfolgt Georg Simonis das Anliegen, die Studierenden mit dem vielfältigen Theorienangebot des Fachs (u.a. Realismus, Institutionalismus, Konstruktivismus, Poststrukturalismus) vertraut zu machen. Die Studierenden sollen auf diese Weise lernen, Probleme und Konflikte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Sie sollen begreifen, dass sich die Realität der internationalen Beziehungen nur durch das Prisma verschiedener Theorien erschließen lässt. Mit dieser Zielsetzung werden die unterschiedlichen Dimensionen aktueller Konflikte, wie der des Nahen und Mittleren Ostens, herausgearbeitet, globale Problemlagen, wie der Klimawandel, untersucht und Reformdebatten, wie die gegenwärtige Diskussion über die Ziele, Mittel und Verfahren der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik, einer kritischen Analyse unterzogen.

    Forschung

    Gegenwärtig beschäftigt sich Georg Simonis mit der Entwicklung des noch jungen Politikfeldes „Globale Klimapolitik“. Ihn fasziniert die Entstehung neuer Institutionen, vor allem von sogenannten Regimekomplexen. Diese ermöglichen die Zusammenarbeit von Staaten, internationalen Organisationen, Unternehmen und Organisationen der Zivilgesellschaft in interdependenten Handlungsfeldern (u.a. Energie, Umwelt und Klima, Landwirtschaft, Flug- und Schiffsverkehr) sowie auf unterschiedlichen Handlungsebenen (international, national und subnational). Sein besonderes Interesse gilt der amerikanischen Klimapolitik und deren Einfluss auf die konkrete institutionelle Ausprägung und die Wirksamkeit des globalen Klimaregimes als ein Regimekomplex zur Vermeidung eines katastrophalen Klimawandels.

    Zudem untersucht Georg Simonis energie- und technologiepolitische Themenstellungen. Im Zentrum steht hier die Frage nach der politischen Steuerungsfähigkeit des (deutschen) Staates zur Vermeidung von möglichen Risiken neuer Technologien durch frühzeitige Technikfolgenabschätzung und Technikgestaltung, insbesondere im Bereich der neuen Biotechnologien. Dabei wird der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Stakeholdern sowie von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Erhöhung der Wirksamkeit vorausschauender Techniksteuerung eine große, aber noch weitgehend unverstandene, Bedeutung beigemessen.

    Prof. Dr. Hajo Schmidt

    Prof. Dr.
    Hajo Schmidt

    Fakultät für Kulturreflexion - Studium fundamentale
    Arbeitsbereich Politikwissenschaften
    Gastprofessor

    Nach einigen Lehraufträgen im Bereich Politik/Internationale Beziehungen habe ich, Hajo Schmidt – vordem Wissenschaftlicher Direktor des Instituts Frieden und Demokratie der FernUniversität zu Hagen und Professor i.R. für Philosophie ebendort – seit dem Wintersemester 2014/15 eine Gastprofessur für Friedens- und Konfliktforschung an der Uni Witten/Herdecke übernommen.

    Meine Seminare bieten Studierenden aller Fakultäten Einführungen in Grundbegriffe, Grundprobleme, Positionen, zentrale Erkenntnisse und mögliche Perspektiven dieser jungen, im deutschen Sprachraum mittlerweile an etwa zehn Universitäten belegbaren Disziplin. Grundsätzlich sozialwissenschaftlich ausgerichtet, aber  interdisziplinär interessiert, rekurrieren Wittener Friedensstudien auch auf Beiträge der Philosophie wie der Theorie der internationalen Beziehungen, aber auch der Zeitgeschichte, des Völkerrechts oder der Regionalwissenschaften – wenn es der Sache dient.

    Im Mittelpunkt standen bisher

    • die Phänomenologie von Krieg und militärischer Gewalt im Kontrast zur Ausbildung gewaltarmer, zumal ziviler Konfliktbearbeitungsformen,
    • die Geschichte und Bewertung  von Friedensordnungen,
    • der klassische Zusammenhang von Frieden und Entwicklung/Gerechtigkeit sowie
    • die Analyse und gewaltarme Transformation von Konflikten im internationalen System.

    Der Einbezug der Studierenden in die Erarbeitung und Vermittlung der Lehrinhalte ist Unterrichtsprinzip, die längerfristige Etablierung der Friedens- und Konfliktforschung an der UW/H (als Stufu plus) ein starker Wunsch.

    In der Forschung beschäftigen mich zurzeit:

    • die Erarbeitung  einer normativ angemessenen und – was die mediale, diskursive und politische Konstitution des Gegenstandes „Terrorismus“ betrifft – theoretisch überzeugenden Antiterrorismus-Ethik,
    • die Erklärungsleistungen avancierter psychoanalytisch und psychologisch gerichteter Untersuchungen des Gewalt- und Terrorfeldes und schließlich
    • die umfänglichen, multidisziplinären Grundlagen und Verzweigungen, die Denken und mediatorische Praxis des „Vaters der modernen Friedenswissenschaft“, Johan Galtung, prägen.