Marie-Christine Steegmann, Studentin der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, berichtet über studentisches Engagement, Solidarität und ein selbstbestimmtes Studium.

Die Universität Witten/Herdecke überzeugt

Für mich stand früh fest, dass mich Wirtschaftswissenschaften und Zahnmedizin interessieren. Für beides hatte ich „Experten“ in der Familie, über die ich auf die Universität Witten/Herdecke aufmerksam wurde. Mein Vater ist Zahnarzt und kennt die Universität aufgrund ihres guten Rufes, während mein Schwager Alumnus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ist. Beide empfahlen mir eine nähere Beschäftigung mit Witten.

Empfehlungen sind schön und gut, aber natürlich wollte ich mich selbst überzeugen. Der Tag der offenen Tür (heute CAMPUStag) machte mir die Entscheidung dann leicht: Die Menschen, die Atmosphäre, das Niveau der Lehre – alles sprach mich direkt an. So kam es, dass ich zunächst den Bachelorstudiengang Business Economics (jetzt Management) an der Universität Witten/Herdecke begann.

Mehr als nur Studieren

Von Anfang an begeisterten mich die vielen Möglichkeiten, in studentischen Projekten und Initiativen aktiv zu werden. Im Rahmen meines Wirtschaftsstudiums organisierte ich beispielsweise die fünfte Wittener Summerschool und den 15. Kongress für Familienunternehmen. Dabei merkte ich, wie viel Spaß es mir macht, sich auch über das reine Studium hinaus zu engagieren.

Als ich nach vier Semestern Business Economics auch für Zahn,- Mund- und Kieferheilkunde zugelassen wurde, war mir klar, dass ich mich trotz der Doppelbelastung weiter engagieren wollte. So gelangen mir die ersten beiden Semester für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde parallel zur Organisation des Kongresses für Familienunternehmen und auch danach wollte ich mich weiter beteiligen: Seitdem engagiere ich mich als Semestersprecherin meines Jahrgangs, bin aktives Mitglied der Fachschaft, reiste 2015 im Rahmen des zahnmedizinischen Myanmarprojektes nach Myanmar und war als studentische Vertretung im Senat, dem höchsten akademischen Gremium unserer Universität. Dort vertrat ich die Interessen aller Studierenden der Gesundheitsfakultät. Für mich gab diese Aufgabe mir die Möglichkeit, einen Einblick in die Hochschulpolitik zu bekommen und über die Entwicklung der Universität auf dem Laufenden zu bleiben. 2016 beendete ich dann erfolgreich mein Studium der Wirtschaftswissenschaften und befinde mich nun auch in der Zahnmedizin auf der Zielgeraden.

Gelebte Solidarität: Fachschaft Zahnmedizin

Ganz besonders am Herzen liegt mir die Fachschaft Zahnmedizin und meine Aufgabe als Semestersprecherin. In dieser Rolle fungiere ich als Ansprechpartnerin für alle meine Kommilitoninnen und Kommilitonen meines Semesters. Da ich ein sehr kommunikativer Mensch bin, macht es mir Spaß, sie bei ihren Anliegen zu unterstützen. Neben dieser Aufgabe gehören auch einige koordinative Aufgaben, wie Praktika- und Gruppeneinteilungen oder die Kommunikation mit Lehrenden, dazu.

Die Fachschaft Zahnmedizin e.V. besteht letztendlich aus allen Zahnmedizin Studierenden und jeder, der Lust und Zeit hat kann sich engagieren und wird dann ein aktives Mitglied. Neben der Kommunikation nach innen und außen, übernehmen wir auch koordinative Aufgaben. Angefangen bei der Organisation von Fortbildungskursen bis hin zu hochschulpolitischen Aktivitäten: Wir haben einen großen Anteil an der Gestaltung unseres Studiengangs.

Wir versuchen daher immer, einen Nenner für eine nachhaltige Lehre zu finden – nicht nur für uns, sondern insbesondere für die Studierenden nach uns. Dazu stehen wir in Kontakt zu den Lehrenden und holen uns Feedback von Zahnmedizinstudierenden aller Semester ein.

Auch Erstsemester werden von uns in Empfang genommen und direkt integriert. Dazu dienen wir als direkte Ansprechpartner, um einen guten Einstieg ins Studium zu ermöglichen. Dabei werden alle Fragen geklärt, die auch wir selbst zu Beginn hatten: Wie funktioniert das System der Uni? Was ist ein Department? An wen kann ich mich wenden? 

Die Universität Witten/Herdecke macht es möglich

Egal ob in der Fachschaft, dem Senat oder den anderen studentische Initiativen, in denen ich bisher aktiv war: Überall konnte ich mich einbringen und war herzlich willkommen. Aufgrund dieser Erfahrungen ist die Universität Witten/Herdecke für mich ein Ort, an dem jeder die Freiheit bekommt, seine Studienzeit so zu gestalten, wie er oder sie es zur persönlichen Weiterentwicklung braucht. Es hängt ganz von einem selbst ab, was Witten mit Dir macht.