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Studium

Sustainable Innovator Speaker Series

Im Frühjahr 2010 wurde von Studierenden der Universität Witten/Herdecke (UW/H) die Sustainable Innovator Speaker Series (SISS) gegründet mit dem Ziel, die bereits existierenden studentischen Veranstaltungen an der Universität um eine dezidiert nachhaltigkeitsorientierte zu erweitern. Dabei lädt die Initiative ein- bis zweimal pro Semester Unternehmerpersönlichkeiten ein, die sich um die Bereiche sozialer Innovation nachhaltig verdient gemacht haben.

Was uns motiviert

Zum Antrieb, die SISS ins Leben zu rufen, meint Philip Kovce, einer der studentischen Gründer: „Wir haben uns gefragt: Worin liegt eigentlich die Motivation unternehmerischen Handelns? Ist es tatsächlich nur Profitgier? Oder liegt diesem Tun ein Wille zur Mit- und Umgestaltung, zur Veränderung und Verbesserung vorgefundener Verhältnisse zugrunde?“ „Jedes Semester sollen Unternehmer zu Wort kommen, die innovative und zugleich nachhaltige Produkte entwickelt haben. Dabei handelt es sich nicht um Frontalansprachen, sondern es wird bewusst die Möglichkeit des Nachhakens geben – ein Hauch von Seminar also, damit jeder die Fragen stellen kann, die ihn auch weiterführend zu eigenem Handeln ermutigen können“, fasst Fionn Kientzler, ebenfalls vom Gründungsteam, das Format zusammen.

Die SISS bedankt sich bei den Vortragsrednern und den Zuhörern für interessante Vorträge, spannende Diskussionen und freut sich auf ein neues Semester mit neuen Speakern.

Vergangene Veranstaltungen im Überblick

Die vergangenen Termine der von der studentischen Nachhaltigkeitsinitiative OIKOS Witten/Herdecke e.V., der Wittener Universitätsgesellschaft und der Universität Witten/Herdecke materiell und finanziell unterstützten Veranstaltungsreihe fanden im Laufe des Jahres 2016 statt.

Am 29. April sprach Raphael Fellmer unter dem Motto „Lebe den Wandel, den du selbst in der Welt sehen möchtest!“ zu den Studierenden. Mit seinem leidenschaftlichen Plädoyer für einen sorgsameren Umgang mit der Welt, den Mitmenschen und insbesondere Lebensmitteln zeigte er dem Publikum nicht nur die Probleme auf, sondern wies auch auf alternative Möglichkeiten wie etwa foodsharing hin.

Am 12. Mai erläuterte Dr. Fred Luks -Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit der Universität Wien- den Studenten, wie man sich eine Postwachstumsgesellschaft vorstellen könne. In seinem Vortrag „Ökopopulismus – Zwischen Wachstumsmanie und Wachstumsphobie“ warnte er vor zu einfachen Lösungsansätzen und zu extremen Ansichten. Man müsse die Leute mitnehmen und sie nicht mit Forderungen nach völligem Verzicht auf Konsum verprellen.

Am 01. Dezember erzählte der Marketing Manager der Firma eyeo, Bjorn Loesing, von den Herausforderungen der digitalen Werbeindustrie. Das bekannteste Produkt von eyeo ist das (nach eigenen Angaben) meist verwendete Add-on der Welt: „Adblock Plus“. Doch das Programm blockiert nicht alle Formen der Werbung; unaufdringliches und informatives Advertising kann weiterhin angezeigt werden.

Am 06. Dezember besuchte Teo Püplichhuisen die Universität. Püplichhuisen arbeitet als Senior Consultant im Gesundheitssektor und hat in den letzten zwölf Jahren 15 verschiedene Einsätze absolviert. Er berichtete von seinen Erfahrungen in Entwicklungsländern und schilderte eindrücklich, auf welche Probleme die medizinische Entwicklungshilfe immer wieder stößt.

Ansprechpartner:        
Fabio Schojan:  fabio.schojan@uni-wh.de
Lisa Storcks:  lisa.storcks@uni-wh.de