Studium fundamentale

Stufu digitale

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Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Alumnae und Alumni,
liebe Studierende,
liebe Freunde, Freundinnen,
liebe Förderinnen und Förderer,

das Studium fundamentale wird zukünftig auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UW/H in seine Aktivitäten integrieren.

Das Stufu digitale soll ein erster Vorgeschmack dafür sein. Die aktuelle Situation im Homeoffice ist für viele ungewohnt und in Zeiten der digitalen Vereinzelung wollen wir mit dem Format „Stufu digitale“ die Universitätsgemeinschaft pflegen. Selbstverständlich gilt dies auch für die Mitarbeitenden, die noch in ihren gewohnten Arbeitsumgebungen tätig sind. In diesem Sinne soll das Format Anregung und Austausch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch Studierenden, Alumni und Freunden und Förderern stärken. Das Format ist somit zur Stärkung des „Wir-Gefühls“ in Coronazeiten gedacht. Das ist ein Zeichen von Universitätskultur in Zeiten von Corona.

Viel Freude mit Stufu digitale!

Anleitung

Alle Sitzungen werden momentan über Zoom-Webinare abgehalten. Um die bestmögliche Darstellung zu gewährleisten (Folien sehen und Fragen stellen), empfehlen wir Ihnen die Zoom-App für Laptop, Tablet oder Telefon. Wenn Sie Zoom noch nie benutzt haben, können Sie die App über https://zoom.us herunterladen und die Anleitung befolgen.
Sie können ebenfalls per Telefon teilnehmen.
Sie können an den Online Beiträgen teilnehmen, indem Sie auf den Link (Zur Online-Session) der Sitzung klicken. Dieser wird 30 Minuten vor Beginn des jeweiligen Beitrags auf dieser Seite veröffentlicht.

 

14. April 2020, 10:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Wie springt das Virus von Tier auf Mensch?

Referent: Prof. Dr. med. vet. Jan Ehlers
Vizepräsident der UW/H

Beschreibung: Bei "Wie kommt das Virus vom Tier zum Menschen" schauen wir uns an, wie Erreger und Krankheiten von Menschen auf Tiere übertragen werden, was Umweltzerstörung und Fleischkonsum damit zu tun haben und ob auch eine Gefahr von unseren Haustieren ausgeht. Als ehemaliger Kleintiergynäkologe werde ich die Ostertage nutzen, um mich noch etwas in das Thema zu vertiefen.

Vielen Dank lieber Jan Ehlers für Deinen tollen Beitrag!

 

14. April 2020, 14:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Pandemisches Virus, weltweite Sorgen: Wie umgehen mit den Corona-Herausforderungen?

Referent: Dr. Tankred Stöbe
UW/H Alumnus, Präsident "Ärzte ohne Grenzen", COVID-19 Notfallkoordinator

Beschreibung: Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich diese Online Session mit dem neu entdeckten und global verbreiteten Corona-Virus: Wie konnte es dazu kommen? Wo stehen wir jetzt? Was sind die möglichen weiteren Szenarien für Deutschland und die Welt? Was kann jeder einzelne tun?
Tankred Stöbe war als COVID-19 Notfallkoordinator mit Ärzte ohne Grenzen im Januar und Februar in Japan, Hongkong, Kambodscha und Laos unterwegs und arbeitet seit seiner Rückkehr in der Rettungsmedizin in Berlin. Nach einer Einführung sollen gemeinsam Fragen diskutiert werden.

Vielen Dank lieber Tankred Stöbe für Deinen tollen Beitrag!

 

16. April 2020, 10:00 Uhr

Titel: Soziologie der Digitalisierung

Referent: Univ.-Prof. Dr. Dirk Baecker
Lehrstuhlinhaber für den Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management

Beschreibung: Das Online-Seminar wird ein aktuelles Forschungsthema aus dem weiten Bereich einer Soziologie der Digitalisierung bearbeiten: Mithilfe welcher Gesellschaftstheorie lässt sich der aktuelle Umgang der Gesellschaft mit der Corona-Covid-19-Pandemie beschreiben. Befinden wir uns noch im Modus einer funktional differenzierten modernen Buchdruckgesellschaft oder bereits im Modus einer von der Beherrschung elektronischer Medien abhängigen "nächsten" Computergesellschaft? Erste Überlegungen finden sich auf unserem Blog Kultur/Reflexion: https://kure.hypotheses.org/839, https://kure.hypotheses.org/872, und in einem Beitrag von Rudolf Stichweh in der F.A.Z. vom 7. April 2020 (online unter F+: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/an-diesem-imperativ-kann-die-politik-scheitern-16714610.html).

 

Vielen Dank lieber Dirk Baecker für die spannenden Einblicke in die Soziologie der Digitalisierung!

 

16. April 2020, 15:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Virologie für Nichtvirolog*innen

Referentin: Univ.-Prof. Dr. Anja Ehrhardt
Lehrstuhlinhaberin für den Lehrstuhl für Virologie und Mikrobiologie

Beschreibung: Was ist eigentlich ein Virus und was macht es mit unserem Körper? Wie wurden Viren entdeckt und wie sieht die Forschung an Viren aus? Was ist eigentlich ein Impfstoff und wie behandelt man eine Virusinfektion? Sind Viren auch für etwas gut? Viren beschäftigen uns schon seit vielen Jahrzehnten und nicht nur das Corona-Virus sollte uns aufhorchen lassen. Nach einer Einführung sollen Fragen gemeinsam diskutiert werden.

 

Vielen Dank liebe Anja Ehrhardt für die klasse Einführung in die Welt der Viren!

 

21. April 2020, 10:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Virtual Reality – Das Präsenzmedium nutzt die Gunst der Stunde

Referent: Dr. phil. Jonathan Harth
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Soziologie

Beschreibung: Wie kann Virtual Reality (VR) dabei helfen, die solidarische soziale Isolierung zu umgehen? Die Besonderheit von VR liegt schließlich darin, überzeugende Telepräsenz zu erschaffen – und das Gefühl des „being there“ in virtuellen Welten lässt sich auch in einer Gruppe erfahren. Bereits heute bietet der VR-Markt eine Vielzahl an ernsthaften und unterhaltenden Anwendungen, mit denen sich gemeinsam Erlebnisse teilen lassen. Lasst uns also diskutieren, was sich in Zukunft noch rund um das Medium entwickeln könnte.

Unser erster Beitrag mit Avatar :) Vielen Dank lieber Jonathan Harth für die spannenden Einblicke in die Virtual Reality!

23. April 2020, 9:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: "Kochen mit Hand und Herz - oder: das Erleben von Selbstwirksamkeit

Referent: Dr. Malte Härtig
UW/H Alumnus, Koch und Philosoph

Beschreibung: Wenn wir schneiden, kneten, zupfen, rühren und unser Essen denjenigen servieren, die uns nahe stehen, können wir vielfältige positive Erfahrungen machen. Welche das sind und was wir dafür tun müssen - darum geht es im Online-Seminar. Da es sich um ein philosophisch- und kulinarisch-praktisches Seminar handelt.

WICHTIG: Alle die die Möglichkeit haben - Bitte Schüssel, Mehl, Wasser, Salz und Nudeholz bereithalten.

Literatur: "Das Glück der einfachen Küche“ (AT-Verlag)."

 

Lieber Malte Härtig, herzlichen Dank für diesen sehr inspirierenden Beitrag. Kopf, Herz und Hand - alles wurde angesprochen :)

23. April 2020, 13:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Kunstpause? Oder was können digitale Kulturformate?

Referentin: Prof. Dr. Renate Buschmann
Lehrstuhl für Digitale Künste und Kulturvermittlung

Beschreibung: Museen und alle Kunstorte sind geschlossen! Wem die verordnete Kunstpause bis zur Wiedereröffnung zu lange dauert, der kann mich nächsten Donnerstag durch virtuelle Räume der Kunst begleiten. Inwieweit können sie Ersatz bieten für den physischen Museumsbesuch? Was fehlt uns in der Wahrnehmung? Aber auch welche Möglichkeiten bieten digitale Angebote und für welche Art von Kunst ist das Internet bereits der richtige Ort?

 

Liebe Renate Buschmann, vielen Dank für den spannenden Ausflug in die virtuellen Räume der Kunst!

 

30. April 2020, 10:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Thema: Achtsamkeit – Impulse für den Umgang mit der „Corona Situation“

Referent: Univ.-Prov. Dr. Johannes Michalak
Lehrstuhlinhaber für den Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie II

Beschreibung: Achtsamkeit ist ein Prinzip, das im Rahmen östlicher Meditationsansätze schon seit über 2.500 Jahren praktiziert wird. Achtsam sein bedeutet, seine Aufmerksamkeit bewusst und nicht wertend auf die Erfahrungen im gegenwärtigen Augenblick zu lenken. In der Session wird es eine Einführung in Achtsamkeit geben und wir werden gemeinsam ca. 15 Minuten lang eine geleitete Achtsamkeitsmeditation praktizieren. Danach werden wir in Kleingruppen Ideen sammeln, wie jeder von uns Achtsamkeit in seinen Alltag integrieren kann, um die „normalen“ Herausforderungen des Alltags und die derzeitigen besonderen Herausforderungen der „Corona Situation“ besser bewältigen zu können.

Lieber Johannes Michalak, vielen Dank für die sehr praxisnahe Einführung in das Thema Achtsamkeit!

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30. April 2020, 14:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo

Titel: Wozu heute noch klassische Musik?

Referent: Dr. Alexander Jakobidze-Gitman
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fakultät für Kulturreflexion

Beschreibung: Klassische Musik heute, wie die meisten anderen kulturellen Traditionen, steht unter hohem Rechtfertigungsdruck.Die Argumente, dass die klassische Musik deshalb zuhörenswert ist, weil sie von unseren Vorfahren geschätzt wurde, oder weil sie anderen musikalischen Traditionen angeblich überlegen ist, werden nicht mehr ernst genommen. Die relevanten Fragen sind vielmehr: in welchen Hinsichten unterscheidet sich die klassische Musik von den anderen Musiksparten, oder was macht ihre spezifische Wirkung auf unser Gehirn, Bewusstsein und Körper aus? 

Lieber Alexander Jakobidze-Gitman, vielen Dank für den spannenden Ausflug in die Welt der klassichen Musik und des architektonischen Zuhörens!

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05. Mai 2020, 10:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo

Titel: Mehr als Unsinn: Eine kleine Erkenntnistheorie des Witzes

Referent: Univ.- Prof. Dr. Arist von Schlippe
Inhaber WIFU-Stiftungslehrstuhl für Führung und Dynamik von Familienunternehmen

Beschreibung: „Fast überall, wo es Glück gibt, gibt es Freude am Unsinn“ (Nietzsche). Unsinn erschüttert humorvoll die gewohnte Weise, wie wir die Welt sehen und konfrontiert uns damit, dass wir viel dafür tun, sie so wahrzunehmen, wie sie uns erscheint. Er stellt „selbstverständliche“ Vorannahmen auf den Kopf: alles könnte auch ganz anders sein. Der (gute) Witz zeigt, wie sehr wir oft in „selbstgesponnene Bedeutungsgewebe“ verstrickt sind, wie sich Sprache und Kommunikation darin verlieren und manchmal sogar in verhärtete Sprachgefängnisse münden können. Denn er spielt mit Rahmen: der eine Rahmen legt eine andere Bedeutung nahe als der andere. Die „Als-ob“-Realität des Witzes zeigt mögliche Sinn-Gitterstäbe und Schwachstellen von Bedeutungsgeweben auf. Der Narr spitzte früher Dinge zu, die sonst keiner zu sagen wagte. Doch wenn man nicht darüber lachen konnte, erging es ihm schlecht! Lachen als Ausweg aus dem Sprachgefängnis.

Lieber Arist von Schlippe, vielen Dank für die sehr unterhaltsame Einführung in die Erkenntnistheorie des Witzes!

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7. Mai 2020, 10:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo

Titel: „Philosophie der Digitalisierung. Die künstliche und die natürliche Intelligenz der Gesellschaft“

Referent: Univ.-Prof. Dr.Matthias Kettner
Lehrstuhl für praktische Philosophie, Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft i.G.

Beschreibung: "Philosophie und Digitalisierung" Worum geht's? Um Verständigungsverhältnisse: Wie transformiert sich der „Raum der Gründe“ für digitalmediale Kommunikationsgemeinschaften, und mit welchen Folgen? Und um Verantwortungsverhältnisse: Die Aufregungen über technisch autonome Systeme (Auto-Mobile (!), militärische Drohnen) bilden nur einen kleinen Teil der Verantwortungsverhältnisse ab, die ins Zentrum philosophischer Digitalisierungsforschung rücken sollten. Und natürlich geht es auch um Vernunftverhältnisse: Unter welchen Bedingungen macht die digitaltechnisch realisierte Entlastung/Ersetzung/Entwertung von personengebundenen Vernunftleistungen allgemein wünschenswerte Ergebnisse wahrscheinlicher als (nun, sagen wir:) schlimme? Kann der Vorrang personengebundener Vernunft für die Handhabung eben dieser Unterscheidung noch aufrecht erhalten werden, z.B. durch demokratischer Politik?

Lieber Matthias Kettner, herzlichen Dank für den sehr anregenden Vortrag und die sehr perspektivenreiche  Diskussion!

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07. Mai 2020, 14:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo

Titel: Geschichte und Zukunft der Arbeit

Referent: Univ.- Prof. Dr. Birger Priddat | Seniorprofessur für Wirtschaft und Philosophie

Beschreibung: Der Vortrag wird die neuzeitliche Frage nach der Bedeutung der Arbeit bei Luther und in der protestantischen Ethik aufnehmen, bei Schiller eine Zwischenstation nehmen, der aufgeklärt lieber das Spiel betont, wie auch Marx, der die Arbeiter von der Arbeit befreien und in eine Mußegesellschaft überführen möchte. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Sinn der Arbeit nicht mehr in der Muße, sondern im Konsum gesehen und neu justiert. Die digitalen Märkte spielen dieses Spiel inextenso. Zum Schluß soll eine Bild der Zusammenhänge von Automatisierung, Digitalisierung, Bevölkerungsschwund und Grundeinkommen den Rahmen abstecken, in dem die Zukunft der Arbeit überhaupt erst thematisiert werden kann.

Lieber Birger Priddat, herzlichen Dank für den sehr spannenden Einblick in die Geschichte und Zukunft der Arbeit!

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12. Mai 2020, 14:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo

Titel: Corona-Pandemie aus immunologischer Sicht

Referent: Univ.-Prof. Dr.Thomas Dittmar
Kommissarischer Leiter des Instituts für Immunologie, Universität Witten/Herdecke

Beschreibung: Pandemien (und Epidemien) gab und gibt es immer wieder und zwar immer dann, wenn ein neues Pathogen in eine Population eindringt. Das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für das Tierreich (z.B. Robbensterben, Amselsterben, Blaumeisensterben). Ein gemeinsamer Nenner von Pandemien (Epidemien) ist (sehr) häufig eine hohe Todesrate. Aber worauf ist dies zurückzuführen? Besitzen nicht gerade wir Menschen ein hochentwickeltes Immunsystem, dass doch auch mit neuen Pathogenen fertig werden sollte? Oder hatten die Opfer eher ein schwaches Immunsystem? Oder eher ein zu starkes Immunsystem? Oder gibt es noch eine andere Erklärung für dieses Phänomen? Antworten auf diese Frage wird es in meiner Veranstaltung geben (die auch für Nicht-Immunologen und Nicht-Mediziner geeignet ist).

Lieber Thomas Dittmar, vielen Dank für den sehr anschaulichen Einblick in die Funktionsweisen unseres Immunsystems!

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14. Mai 2020, 10:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Grundrechte in der Corona Krise

Referent: Brigitte Koppenhöfer
Juristin, Lehrbeauftragte der Fakultäten für Wirtschaftswissenschaft und Kulturreflexion und Mitglied des Aufsichtsrates der UW/H.

Beschreibung: Wir alle erleben zurzeit massive Einschränkungen unseres gewohnten Lebens, wir sollen zu Hause bleiben, Abstand halten, einen Nasen- und Mundschutz tragen, nicht reisen. Der Schulbetrieb und auch der der Universitäten findet im Wesentlichen digital statt, Kitas bieten allenfalls einen Notservice an, Restaurants und Hotel sind geschlossen, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind isoliert. Für viele Betroffene bedeutet dies eine wirkliche Existenzkrise; andere vermissen vielleicht nur das Tatoo-Studio. Aber allen stellt sich die Frage, wie weit der Staat gehen kann. Wie weit dürfen unsere Grundrechte eingeschränkt werden? Von wem dürfen die Grundrechte eingeschränkt werden? Erleben wir eine demokratische Zumutung, quasi Grundrechte auf Bewährung? Hat sich Alles dem Schutz des Lebens unterzuordnen? Oder gilt der altbekannte Satz: „Not kennt kein Gebot.“?

Darüber werden wir uns unterhalten und neben einigen Antworten noch viele Fragen haben.

Liebe Brigitte Koppenhöfer, herzlichen Dank für diesen sehr klaren Einblick in die Welt unserer Grundrechte!

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14. Mai 2020, 14:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo

Titel: Das Phänomen der Angst in der Gegenwart

Referenten: Jun.-Prof. Dr. Jens Lanfer | Juniorprofessur für Politische Theorie,  Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft
zusammen mit Alexander Schwittek | Student im BA „Philosophie, Politik und Ökonomik“ (PPÖ)

Beschreibung: Die (Welt-)Gesellschaft der Gegenwart wird paradoxerweise nur noch über eine sich stetig beschleunigende Dynamik stabilisiert. Diese Dynamik verstärkt Unsicherheiten, die durch gesellschaftliche Institutionen und vor allem politische Entscheidungen absorbiert werden sollen, um orientierungslose Verängstigungen zu verhindern. Hierfür anleitend wirkt die Aktivierung von individueller (Selbst-/Für-)Sorge. Dies setzt allerdings plausible Begründungen von Ursache-/Wirkungsverhältnissen voraus, an denen sich die Individuen sorgsam orientieren können. In Zeiten der (‚Corona‘-)Krise ist dies besonders voraussetzungsvoll: Im aufziehenden Nebel von Kausalitäten gilt es zu verhindern, dass die (rationalisierende und aktivierende) Sorge in (irrationale und destruktive) Angst umschlägt. Das Diktum ‚Angst frisst Institutionen auf‘ verdeutlicht dabei die gesellschaftliche Angst vor Verängstigungen. Wie also gewährleisten gesellschaftliche und politische Institutionen die Unsicherheitsform der Sorge als Barriere gegen die weitaus intensivere Unsicherheitsform der Angst, um sich selbst zu erhalten? Welche Bedeutung hat hierfür eine Angstpolitik?

Lieber Jens, lieber Alexander, vielen Dank für den anregenden Impulsvortrag zum Thema Angst!

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19. Mai 2020, 14:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Von der Kunst der Urteilsbildung

Referent: Dr. David Hornemann von Laer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Zentrum Studium fundamentale (AT)

Beschreibung: Wir haben uns an der Universität Witten/Herdecke auf die Fahnen geschrieben, nach Wahrheit zu streben. Wie aber nähere ich mich der Wahrheit? Ist diese Annäherung abhängig von meinem Bildungsgrad, meiner Nationalität, Religion, Geschlecht oder von meinem Alter?
Schon Gotthold Ephraim Lessing wusste, dass das Streben nach Wahrheit dem Menschen würdiger sei als der Besitz derselben. Wie aber sieht die Suche nach Wahrheit aus? Kann sich jeder Mensch daran beteiligen?
In Zeiten der Corona-Pandemie scheint es mir wichtig, sich auf die fundamentalen Fragen – zu denen die Wahrheitsfrage unbestritten zählt – zu besinnen und sich zu vergegenwärtigen, dass wir alle einen Zugang zu ihr haben können. Wie das möglich ist und warum ein über 500 Jahre altes Kunstwerk uns dabei behilflich sein kann, werden wir in der Online Session erörtern und anhand der Betrachtung dieses Kunstwerks auch praktisch erproben.

Lieber David, herzlichen Dank für diesen sehr interaktiven Spaziergang durch die Vielfalt der Perspektiven als Basis für unsere Urteilsbildung!

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26. Mai 2020, 10:00 Uhr

Einführungsvideo: Hier finden Sie ein kurzes Einführungsvideo.

Titel: Wissen als Konstruktion | Eine systemische Verunsicherung

Referent: Univ.- Prof. Dr. Heiko Kleve
WIFU-Stiftungslehrstuhl für Organisation und Entwicklung von Unternehmerfamilien

Beschreibung: Gerade in diesen Zeiten suchen wir nach Sicherheit. Wir wollen unser Handeln auf der Basis sicheren Wissens orientieren. Wir fühlen uns ruhiger und ausgeglichener, wenn wir uns auf das verlassen können, was uns die Sinne und das Denken vermitteln. Was aber, wenn die Wissenschaft des Erkennens beschreibt und erklärt, dass es solch sicheres Wissen gar nicht geben kann? Spätestens dann wird unsere Skepsis, aber auch unsere Eigenverantwortung aktiviert – bestenfalls! Mit dem Vortrag möchte ich in eine Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie einführen, die veranschaulicht, warum Erkennen und Wissen bio-psycho-soziale Konstruktionen sind. Anhand von Beispielen und Modellen, die u.a. vom bekannten Philosophen Paul Watzlawick kommen, erhalten Sie damit zugleich eine knappe und praxisorientierte Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus.

Lieber Heiko, herzlichen Dank für diesen sehr lebendigen und informativen Einblick in die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie!

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Titel: folgt

Referentin: Dr. Wiebke Gronemeyer
UW/H Alumna, Seniorpartnerin bei Metaplan

Beschreibung: folgt

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Die Universität Witten/Herdecke ist durch das NRW-Wissenschaftsministerium unbefristet staatlich anerkannt und wird – sowohl als Institution wie auch für ihre einzelnen Studiengänge – regelmäßig akkreditiert durch: