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Evolutionsökonomik

Die Evolutionsökonomik entwickelt eine Alternative zur herrschenden neoklassischen Theorie, indem sie transdisziplinäre Zusammenhänge betont und die konventionellen Konzepte von Optimierung und Gleichgewicht verwirft. An deren Stelle rücken ein komplexeres, verhaltens- und kognitionswissenschaftlich fundiertes Menschenbild, sowie ein Begriff wirtschaftlicher Systeme, der nicht-lineare Dynamik und komplexe Regeln betont. Dies bedingt auch eine Methodenvielfalt, also ein gleichberechtigtes Nebeneinander von historischer, mathematischer, klassifikatorischer und narrativer Analyse.

Die Evolutionsökonomik steht im theoretischen Zentrum der Arbeiten des Lehrstuhls.

In der jüngsten Entwicklung der Wirtschaftswissenschaft treten evolutorische Konzepte immer stärker in den Vordergrund, wie beispielsweise in der sogenannten „neuroeconomics“, der experimentellen Ökonomik oder der behavioral finance. Die Evolutionsökonomik emanzipert sich zunehmend von einer „non mainstream“-Richtung zu einer treibenden Kraft wirtschaftswissenschaftlicher Theorieinnovationen.
Wir sehen unsere Forschung auch in einer forschungsstrategischen Dimension und bauen insbesondere die Forschungskooperation mit China aus. Beim Partner der "Sino-German School of Governance", der Universität Nanjing, wurde gemeinsam das „Sino-German Center for Research Into Evolutionary Economics and Chinese Economic Development” gegründet. Im August 2005 fand der “Second Sino-German Evolutionary Economics Workshop” in Kooperation mit dem Max-Planck Institut für Ökonomik in Jena statt.
Eine ausführliche Darstellung der Evolutionsökonomik findet sich auf der Seite www.evolutionaryeconomics.net, ein vernetztes Glossar mit weiterführenden Links und Literaturhinweisen. Dort findet sich auch die umfassende Monographie "Grundriß der Evolutionsökonomik" von Carsten Herrmann-Pillath zum Herunterladen.

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