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Profil der Forschergruppe Trauma

Die Prävention von Unfällen, Unfallrettung, Akutbehandlung und Rehabilitation von Unfallopfern sowie die Reintegration in das angestammte berufliche und soziale Umfeld sind humanitäre und volkswirtschaftliche Aufgaben von höchster Priorität. Sie konzentrieren sich in der Lebenserhaltung, Funktionswiederherstellung und Vermeidung/Reduktion von Sekundärschäden. Die Forschergruppe Trauma hat ihren Schwerpunkt vorwiegend beim schwerverletzten Patienten mit und ohne Schädel-Hirn-Trauma und bearbeitet in klinischen und experimentellen Studien Fragestellungen vom Unfallort über den Schockraum, die intensivmedizinische und stationäre Phase bis zur Rehabilitation. Im Sinne der translationalen Forschung werden offene Fragestellungen aus dem Versorgungsalltag in die Grundlagen- und krankheitsorientierte experimentelle Forschung transportiert und hier in kliniknahen Traumamodellen nachgebildet, an denen neue Therapieansätze der Akutversorgung und der regenerativen Medizin untersucht werden.

Die klinische Versorgung und die parallele patientenorientierte Forschung im Forschungsbereich entlang der Rettungskette vom Unfallort bis zur Phase der Rehabilitation und Reintegration sind seit 15 Jahren Arbeitsschwerpunkt des integrierten und überregionalen Traumazentrums in Köln-Merheim, bestehend aus dem klinischem Traumazentrum am Klinikum Köln-Merheim (Überregionales Traumazentrum nach DGU Kriterien) und dem auf dem Campus angesiedelten Institut für Forschung in der Operativen Medizin (IFOM) der UW/H. Beteiligt sind primär Mitarbeiter der Lehrstühle für Unfallchirurgie und Orthopädie (Prof. B. Bouillon), Anästhesiologie (Prof. F. Wappler), Viszeral- und Gefäßchirurgie (Prof. M. Heiss), Plastische- und Wiederherstellungschirurgie (Prof. G. Spilker), Klinik für Neurochirurgie (Prof. F. Weber) sowie der Lehrstuhl für Chirurgische Forschung mit dem Institut für Forschung in der Operativen Medizin, IFOM (Prof. E. Neugebauer).

Zur Bearbeitung des Forschungsbereiches wird seitens des IFOM`s ein umfangreiches Methoden-Know-how vorgehalten, welches in vier Sektionen gegliedert ist: (1) Experimentelle Forschung, (2) Klinische Forschung, (3) EbM/HTA, (4) Versorgungsforschung und Qualitätsmanagement.

Dem Bereich der Klinischen Forschung und Versorgungsforschung ist ein Zentrum für Klinische Studien und Innovation (ZKSI) angegliedert, welches seit Gründung des ZKS-UW/H Teil des Zentrums für Klinische Studien der UW/H (ZKS-UW/H) ist. Als neue Sektion für die Ausbildungsforschung und Lehre ist ein Chirurgisches Ausbildungszentrum im Aufbau.

Im IFOM sind verschiedene Disziplinen, wie Biochemie, Immunologie, Zell- und Molekularbiologie (für die Grundlagenfächer), Biometrie, Experimentelle Psychologie, Klinische Epidemiologie und Public Health, Medizin (für die Klinische Forschung und Versorgungsforschung) sowie Tiermedizin und Experimentelle Chirurgie vertreten.

Durch die Einbindung der Kliniker in die integrierten Arbeitsgruppen können Grundlagenforscher klinisches Wissen erwerben und die praktischen Dimensionen der klinischen Probleme besser erkennen und einschätzen. Profitieren sollten neben beiden Partnern vor allem die Patienten.

Verantwortliche Teammitglieder

Das interdisziplinär und interprofessionell angelegte Team hat Expertise im Bereich Grundlagen-, klinischen, Versorgungs- und Ausbildungsforschung und besteht aus den Koordinatoren des Forschungsbereiches, einem operativen Kernteam, das die Steuerungsaufgaben wahrnimmt, einem erweiterten Kernteam, in dem auch Leiter der Einzelprojekte einbezogen sind und welches das operative Team unterstützt, sowie einem Ad-hoc-Team, dessen spezifische Expertise bei bestimmten Fragestellungen und Kooperationen hinzugezogen wird.

Koordinatoren

Univ.-Prof. Dr. Prof. h.c. Edmund A.M. Neugebauer
IFOM / Campus Köln-Merheim

apl.-Prof. Dr. Bertil Bouillon
Klinik für Unfallchirurgie/Orthopädie / Campus Köln-Merheim

Operatives Kernteam

Dr. John Bianco
Immunologie, Molekular- & Zellbiologie (IFOM)

Dr. Timo A. Spanholtz
Kliniker - Wundheilung (Plastische Chirurgie)

Dr. Peter Riess
Kliniker - experimentelle Modelle (Unfallchirurgie)

Jun.-Prof.  Dr. Mark Maegele
Kliniker - experimentelle Modelle, Studien (Unfallchirurgie)

Dr. Thorsten Tjardes
Kliniker - Simulationsmodelle (Unfallchirurgie)

Dr. Astrid Althaus
Klinische Psychologie, Outcome (IFOM)

PD Dr. Rolf Lefering
Biostatistik, Versorgungsforschung, Trauma-Registerforschung (IFOM) 

Dr. Thomas Paffrath 
Kliniker - Traumaregister (Unfallchirurgie) 

PD Dr. Mark Gerbershagen
Kliniker - Outcome, Ausbildungsforschung (Anästhesie)

PD Dr. Pommer 
Kliniker - Klin. Studien (Unfallchirurgie Wuppertal)

Forschungsbereiche

  1. Strategische Ziele der Forschergruppe Trauma
    Die translational ausgerichtete Forschergruppe Trauma verfolgt im Wesentlichen zwei übergeordnete strategische Ziele, die in erreichbare Teilziele unterteilt sind. Neben der klinischen- und Versorgungsforschung stellt dabei die krankheitsorientierte Grundlagenforschung ein unverzichtbares Element dar. Durch eng aufeinander abgestimmte Projekte, die in sog. Integrierten Arbeitsgruppen (IAG`s) bearbeitet werden, sollen wesentliche Mechanismen für die Entwicklung posttraumatischer und somit behandelbarer Sekundärschäden entschlüsselt und innovative Therapieansätze aufgezeigt werden, die zunächst im Experiment („in-vivo“ und/oder „in-silico“) und später in die Klinik überführt werden können (translationale Forschung). Als Quelle für potentielle Sekundärschäden stehen die trauma-induzierte Hämorrhagie mit konsekutiver Gerinnungsstörung und die posttraumatische Inflammation im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses.

  2. Wissenschaftliche Voraussetzungen
    • Themenbereiche und Struktur der Integrierten Arbeitsgruppen (IAG`s)

  3. Darstellung der Integrierten Arbeitsgruppen (IAG`s) in der Forschergruppe

Zusätzliche Information

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