Bürgeruniversität: Wie Kunst Menschen mit Demenz unterstützen kann
In der Wittener Bürgeruni spricht Prof. Dr. Thomas Ostermann von der Universität Witten/Herdecke über die therapeutische und diagnostische Bedeutung der Künste bei Demenz.
In Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Aufgrund der alternden Bevölkerung könnte diese Zahl in den kommenden Jahrzehnten deutlich steigen. Damit wachsen auch die Herausforderungen für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft. Neben medizinischer Versorgung gewinnt die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz zunehmend an Bedeutung. Kultur- und Kunstangebote spielen dabei eine besondere Rolle: Sie können Erinnerungen aktivieren, emotionale Ressourcen stärken und soziale Isolation verhindern.
Prof. Dr. Thomas Ostermann, Leiter des Departements für Psychologie und Psychotherapie an der Universität Witten/Herdecke (UW/H), gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die aktuelle Studienlage zur therapeutischen Bedeutung der Künste für Menschen mit Demenz. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Kunsttherapien, angepasste Museumsführungen und digitale Kulturangebote, die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe fördern.
Darüber hinaus stellt Prof. Ostermann ein Projekt der UW/H vor, das untersucht, wie digitale Anwendungen und Kunst zu einem diagnostischen Instrument für Demenz werden könnten. Ziel ist ein niedrigschwelliger und ergänzender Ansatz, der die bisherige Diagnostik sinnvoll erweitert.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 20. Mai 2026, ab 20 Uhr im Haus Witten, Ruhrstraße 86, statt. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 7 Euro (5 Euro ermäßigt, z. B. für Studierende). Die Bürgeruni ist ein gemeinsames Format der vhs Witten | Wetter | Herdecke und des WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke.
Ansprechpartnerin

Miriam Kreimeyer
Referentin Kommunikation
Administration | Kommunikation & Marketing
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Raumnummer: 2.F05