Stefanie Heßels, M. Sc.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Fakultät für Gesundheit (Department für Psychologie und Psychotherapie)  |  Professur für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie


Forschung

Dissertation: Das Zusammenspiel von Einsamkeit, Emotionsregulationsstrategien und Sensorischer Verarbeitungssensitivität bei Kindern und Jugendlichen: eine intensiv-längsschnittliche Betrachtung im alltäglichen Leben

Einsamkeit ist kein altersspezifisches Phänomen und kann in allen Lebensphasen auftreten. Dennoch wurde sie im Kindes- und Jugendalter bislang vergleichsweise weniger intensiv erforscht. Im Fokus dieses kumulativen Forschungsprojekts steht die Identifikation von Risikofaktoren und Bewältigungsstrategien bei Einsamkeitsgefühlen in dieser Altersklasse. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für wirksame Präventions- und Interventionsmaßnahmen dienen und zu einem differenzierten Verständnis des sozio-emotionalen Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen in Deutschland beitragen. 

Wie gehen Kinder und Jugendliche in ihrem alltäglichen Leben mit Einsamkeitsgefühlen um? 

In Teilprojekt 1 werden intra- und interindividuelle Muster in der Regulation von Einsamkeitsgefühlen im Alltag von Kindern und Jugendlichen (10 – 15 Jahre) untersucht. Zusätzlich werden die Funktionalität und weitere Einflussgrößen bei der Wahl der eingesetzten Emotionsregulationsstrategien analysiert. Die hierzu erforderlichen Daten werden im Rahmen eines intensiv-längsschnittlichen Online-Studiendesigns unter Verwendung von Ecological Momentary Assessment (EMA) erhoben. 

Inwiefern beeinflusst eine erhöhte Sensibilität das Einsamkeitsempfinden von Kindern und Jugendlichen?

Teilprojekt 2 umfasst die Untersuchung des potenziellen Einflusses einer hohen Sensorischen Verarbeitungssensitivität (sog. „Hochsensibilität“) auf die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Einsamkeitsgefühlen bei Kindern und Jugendlichen. Die Datengrundlage bildet hier ebenfalls die vorangehend beschriebene intensiv-längsschnittlichen Erhebung mittels EMA.

Wie können wir Sensibilität bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen effizient messen? 

Für die Messung der Sensorischen Verarbeitungssensitivität bei Kindern und Jugendlichen ist die Verfügbarkeit eines validierten psychologischen Testverfahrens erforderlich. Teilprojekt 3 widmet sich daher der deutschsprachigen Übersetzung, Adaption und Validierung des Sensory ProcessingSensitivity Questionnaire für Kinder und Jugendliche (9 – 15 Jahre) sowie der Validierung einer besonders ressourcenschonenden Kurzversion des Fragebogens für Erwachsene. Die für Teilstudie 3 erforderlichen Daten werden mittels qualitativer und quantitativer Erhebungen gewonnen.


Lebenslauf

seit 02/2026
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Witten/Herdecke

03/2024 – 05/2025 

Schulpsychologin in der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Bottrop 

10/2024 – 04/2025

Lehrauftrag für ein Seminar „Persönlichkeitspsychologie“ an der Universität Wuppertal 

01/2024

Abschluss M. Sc. in Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum

07/2021
Abschluss B. Sc. in Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum


Lehre

Seminar: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und das selbstorganisierte Lernen 


Presseexpert:in für

Einsamkeit in verschiedenen Altersgruppen

Sensorische Verarbeitungssensitivität (sog. „Hochsensibilität“) 


Weitere Informationen

 

Mitgliedschaften in Fachverbänden:

  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
  • European Association of Personality Psychology (EAPP)