Department für Psychologie und Psychotherapie

Professur für Psychologische Forschungsmethoden

Psychologie beginnt mit kritischem Denken

Die Psychologie ist eine noch junge Wissenschaft. Mit Auswendiglernen wichtiger Fakten kommt man nicht weit. Die Erkenntnisse aus dem Studium können schon bald überholt sein. Gleichzeitig konkurrieren wissenschaftliche Erkenntnisansprüche mit den alltäglichen intuitiven Erkenntnissen, die wir sammeln, sowie den Narrativen und Deutungsansprüchen, die uns medial geboten werden. Deshalb ist es als Psycholog:in besonders wichtig, im Stande zu sein, Evidenz und Studien kritisch beurteilen und einordnen zu können. 

In der Lehre vermitteln wir die Werkzeuge kritischen Denkens und laden ein zur Diskussion. Wir erforschen Schwachstellen des psychologischen Erkenntnisgewinns, betreiben Forschung über Forschung und entwickeln Werkzeuge, um bessere Forschung zu betreiben. Inhaltlich befassen wir uns vor allem mit observationalen, nicht-experimentellen Daten an der Schnittstelle zwischen Psychologie und Biologie. Fachpolitisch engagieren wir uns für mehr Transparenz in der Forschung und eine offenere Fehlerkultur.

Professur

Profilfoto von Univ.-Prof. Dr. Ruben Lennartz

Univ.-Prof. Dr.

Ruben Lennartz

Professor

Fakultät für Gesundheit (Department für Psychologie und Psychotherapie)  |  Professur für Psychologische Forschungsmethoden

Alfred-Herrhausen-Str. 44
58455 Witten

Raumnummer: FEZ, 1.118 A

Orcid-ID: https://orcid.org/0000-0002-6670-5658

Forschung

Ein Hauptschwerpunkt unserer Forschung ist die Metawissenschaft, also Forschung über Forschung.

In der Methodenforschung befassen wir uns vor allem mit den Tücken und Stärken verbreiteter Messverfahren, von subjektiven Selbsteinschätzungen bis zu Steroiden im Speichel. Nur wenn wir die Einschränkungen unserer Messinstrumente kennen und auch statistisch richtig modellieren, erlangen wir belastbare Erkenntnisse über die dahinterliegende Realität.

Außerdem entwickeln wir Werkzeuge zur verbesserten Datenerhebung und -dokumentation

Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Forschung sind individuelle Unterschiede an der disziplinären Grenze zwischen Psychologie und Biologie. Vor allem individuelle Unterschiede in hormonellen Schwankungen über den Menstruationszyklus, sowie, damit verbunden, Unterschiede in der Wirkung hormoneller Verhütung sind aktuelle Forschungsthemen.

Aktuelle Forschungsprojekte

DFG META-REP SYNTH: Evaluating Transformer Models to Generate Synthetic Replications, Nomological Nets, and Peer Reviews (#546323839)

DFG META-REP SOBER: Standardization of Behavior Research Methods

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Lehre

  • Bachelor: Psychologische Forschungsmethoden
  • Master: Multivariate Forschungsmethoden, Psychologische Grundlagenvertiefung (Chancen, Gleichheit und Genetik)

Das Team der Professur für Psychologische Forschungsmethoden