Department für Psychologie und Psychotherapie
Professur für Psychologische Forschungsmethoden
Psychologie beginnt mit kritischem Denken
Die Psychologie ist eine noch junge Wissenschaft. Mit Auswendiglernen wichtiger Fakten kommt man nicht weit. Die Erkenntnisse aus dem Studium können schon bald überholt sein. Gleichzeitig konkurrieren wissenschaftliche Erkenntnisansprüche mit den alltäglichen intuitiven Erkenntnissen, die wir sammeln, sowie den Narrativen und Deutungsansprüchen, die uns medial geboten werden. Deshalb ist es als Psycholog:in besonders wichtig, im Stande zu sein, Evidenz und Studien kritisch beurteilen und einordnen zu können.
In der Lehre vermitteln wir die Werkzeuge kritischen Denkens und laden ein zur Diskussion. Wir erforschen Schwachstellen des psychologischen Erkenntnisgewinns, betreiben Forschung über Forschung und entwickeln Werkzeuge, um bessere Forschung zu betreiben. Inhaltlich befassen wir uns vor allem mit observationalen, nicht-experimentellen Daten an der Schnittstelle zwischen Psychologie und Biologie. Fachpolitisch engagieren wir uns für mehr Transparenz in der Forschung und eine offenere Fehlerkultur.
Professur
Forschung
Ein Hauptschwerpunkt unserer Forschung ist die Metawissenschaft, also Forschung über Forschung.
In der Methodenforschung befassen wir uns vor allem mit den Tücken und Stärken verbreiteter Messverfahren, von subjektiven Selbsteinschätzungen bis zu Steroiden im Speichel. Nur wenn wir die Einschränkungen unserer Messinstrumente kennen und auch statistisch richtig modellieren, erlangen wir belastbare Erkenntnisse über die dahinterliegende Realität.
Außerdem entwickeln wir Werkzeuge zur verbesserten Datenerhebung und -dokumentation.
Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Forschung sind individuelle Unterschiede an der disziplinären Grenze zwischen Psychologie und Biologie. Vor allem individuelle Unterschiede in hormonellen Schwankungen über den Menstruationszyklus, sowie, damit verbunden, Unterschiede in der Wirkung hormoneller Verhütung sind aktuelle Forschungsthemen.
Aktuelle Forschungsprojekte
DFG META-REP SYNTH: Evaluating Transformer Models to Generate Synthetic Replications, Nomological Nets, and Peer Reviews (#546323839)
Hier geht es uns darum, mit large language models den Überblick über unsere Disziplin und unseren Wust an Messinstrumenten und abstrakten Konstrukten wiederzuerlangen.
DFG META-REP SOBER: Standardization of Behavior Research Methods
In diesem Projekt haben wir uns mit der Entwicklung, Verbesserung und Verbreitung von Messstandards in der Psychologie, unter anderem der effizienteren Normierung psychologischer Testverfahren und der Eindämmung des Konstruktwildwuchses in der Psychologie befasst.
ERROR
Im ERROR-Projekt suchen wir Fehler in vielzitierten, veröffentlichten, peer-reviewten Studien. Wir wollen wir die Fehlerkultur in der Psychologie reformieren, so dass Fehler leichter zugegeben und korrigiert werden.
Lehre
- Bachelor: Psychologische Forschungsmethoden
- Master: Multivariate Forschungsmethoden, Psychologische Grundlagenvertiefung (Chancen, Gleichheit und Genetik)
Das Team der Professur für Psychologische Forschungsmethoden

Annika Külpmann , M. Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Fakultät für Gesundheit (Department für Psychologie und Psychotherapie) | Professur für Psychologische Forschungsmethoden
Alfred-Herrhausen-Straße 50
58448 WittenRaumnummer: 1.129a

Leonie Sindern
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Fakultät für Gesundheit (Department für Psychologie und Psychotherapie) | Professur für Psychologische Forschungsmethoden
Alfred-Herrhausen-Straße-50
58455 WittenRaumnummer: 1.129a
