AR-A: Ein Augmented-Reality-Archiv für Kunst im öffentlichen Raum
Das Projekt ist am Forschungs- und Entwicklungslabor MIREVI (Mixed Reality und Visualisierung) des Fachbereich Medien an der Hochschule Düsseldorf angesiedelt und wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Digitale Künste und Kulturvermittlung und dem Künstler Michalis Nicolaides durchgeführt.
Kunstprojekte im öffentlichen Raum sind häufig temporäre Interventionen. Eine Dokumentation erfolgt selten oder ist zu wenig aussagekräftig, um die Werke nachträglich in ihrer Ortsspezifität erfahrbar zu machen. Eine Folge davon ist, dass ressourcenintensive Kunstprojekte im öffentlichen Raum in Vergessenheit geraten und die Stadt als sozialer Ausstellungs- und Begegnungsraum nur lückenhaft wahrgenommen wird.
Genau hier setzt die Pilotstudie AR-A an: Das Projekt untersucht, wie ein digitales Archiv aufgebaut werden kann, das künstlerische Arbeiten an ihren jeweiligen urbanen Standorten mittels Augmented Reality (AR) wieder erlebbar macht. Das Projekt AR-A will damit den Stadtraum als attraktives dialogisches Ausstellungsareal stärken.
Im Zentrum des Vorhabens steht die Entwicklung eines prototypischen AR-Systems für Düsseldorf, das zugleich als Pilotstudie mit Relevanz für ganz NRW angelegt ist. Anhand von Fallstudien wird das Anforderungsprofil für eine AR-Plattform aus archivischer, künstlerischer und rezipient*innenbezogener Perspektive ermittelt.
Drei Problemstellungen werden behandelt:
- Fokus Archivarbeit: Unter welchen Voraussetzungen können ephemere Kunstereignisse in eine AR-Erfahrung überführt und technisch dauerhaft abrufbar bleiben?
- Fokus Vermittlung: Inwieweit ist AR-Technologie geeignet, das Erleben sowohl verschwundener als auch neu produzierter Kunst im öffentlichen Raum zu fördern und zielgruppenorientiert zu gestalten?
- Fokus Produktion: Wie können Künstler*innen unterstützt werden, wenn sie mit AR-Technologie Kunst für den öffentlichen Raum produzieren und eine langfristige Zugänglichkeit beabsichtigen?
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Präsenz von Kunst im öffentlichen Raum zu bewahren, indem diese zumindest digital auffindbar bleibt. Die AR-Überblendung von physischem Stadtraum und digital nachbereiteter künstlerischer Intervention erzeugt einen intensiven hybriden Wahrnehmungsraum. Das Projekt AR-A wird einen anwendungsorientierten Beitrag zur retrospektiven und nachhaltigen digitalen Sichtbarkeit von Kunstprojekten im öffentlichen Raum sowie zu deren Archivierung leisten.

Weitere Informationen
Projektdauer: 1. April 2026 bis 31. März 2027
Förderung: Gefördert 2026 aus Mitteln der Regionalen Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) .

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.
Renate Buschmann
Lehrstuhlinhaberin
WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale | Lehrstuhl für Digitale Künste und Kulturvermittlung
Alfred-Herrhausen-Straße 48
58455 WittenRaumnummer: 1.062.2