BÜRGERUNI: „Trump – Demokratie und Europa“

Symbolbild US-Flagge

Die derzeitige Politik in den USA stellt auf vielen Ebenen einen Bruch mit dem vorherrschenden Verständnis von Politik, Gesellschaft und Ökonomie dar.

Einerseits führt Trump den US-Staat wie einen Konzern, umgeht Kongress und Verfassung mittels Notstandsdekreten. Korruption folgt einer Gabenlogik, in der Spenden an Trump (bzw. seine Familie) Privilegien sichern und Tribute (Zölle) Länder abhängig machen. Dies schafft ein Imperium ohne Kolonien, postterritorial via Finanz-/Datensanktionen.

Andererseits gibt es eine Tech-Symbiose mit Oligarchen (Musk, Thiel), die durch Deregulierung, KI-Überwachung die Demokratie durch eine "Tech-Autokratie" zu ersetzen versucht. Postliberale Ideen (Yarvin, Deneen) propagieren einen Management-Staat ohne Wahlen.

Aber auch vor Europa macht die Trump-Politik nicht Halt: Donald Trump nutzt toxische Männlichkeit für Gefolgschaft (Identität, Stellvertretung) und droht mit Zoll-Deals die Europäische Union zu destabilisieren. Die EU muss dem mit strategischer Autonomie entgegentreten.

Was bedeutet das für die Zukunft? Erleben wir einen Übergang zu volatiler Geoökonomie? Kann die EU als demokratisches Gegenmodell standhalten?

Ein Vortrag von Prof. Dr. em. Birger P. Priddat, Senior Researcher am WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale, Universität Witten/Herdecke.

Der Eintritt kostet 7 Euro (5 Euro ermäßigt). Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

Die Bürgeruni ist eine Kooperation der vhs Witten | Wetter | Herdecke und des WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale an der Universität Witten/Herdecke.